Regisseur Luca plant einen neuen Film mit dem Titel „Das Leben das ich immer wollte“. Die männliche Hauptrolle wurde bereits mit dem Star Stefano besetzt. Als weibliche Hauptrolle kann schließlich die noch unerfahrene Schauspielerin Laura überzeugen.
Stefano ist von der ersten Sekunde an fasziniert von Laura und kaum hat der Dreh begonnen, kommen sich die beiden näher. Probleme sind allerdings vorprogrammiert. Denn der gefühlsscheue Stefano will sich nicht auf eine ernsthafte Beziehung einlassen und trifft sich auch weiterhin mit seiner Geliebten. Andererseits reagiert er extrem eifersüchtig, wenn er Laura im freundschaftlichen Gespräch mit anderen Männern sieht.
Außerdem bereitet es ihm Probleme, dass es Laura mit ihrem offenherzigen Charme gelingt, sich schnell mit dem Team anzufreunden, und sogar neue Verträge an Land zu ziehen. Und das, während er, der eigentliche Star, sich in einer persönlichen Krise befindet und schon lange mit niemandem mehr zurechtkommt.
Während der Dreh voranschreitet, scheinen sich Realität und Fiktion zunehmend miteinander zu vermischen. Bald lassen sich die Beziehungsprobleme vor und hinter der Kamera kaum noch voneinander trennen. Der Film, den sie drehen, endet tragisch. Aber wie sieht es mit der Realität aus?
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| FILMKRITIK
Die ersten Minuten des Films beginnen mit einer verzaubernden Leichtigkeit. Das Illusionswunder Kino feiert sich selbst in Form zweier Schauspieler, welchen es gelingt, ungeschminkt und unkostümiert, Fantasie und Realität miteinander verschmelzen zu lassen.
Diese Leichtigkeit verfliegt allerdings nach und nach und schließlich spielen sich die Darsteller etwas angestrengt von Szene zu Szene, wobei ihre Figuren bald selbst nicht mehr zu wissen scheinen, was sie eigentlich voneinander wollen. Mehr als die Feststellung einer komplizierten Beziehung ist in der Handlung nicht auszumachen.
Aufgelockert wird sie dennoch hin und wieder durch gelungene Überlagerungen der gezeigten Realitätsebenen, Film und Film-im-Film. Immer wieder spielt Regisseur Giuseppe Piccioni mit der Verunsicherung des Zuschauers, zu welcher dieser Ebenen die Dialoge der Figuren zählen. Einen wirklichen Blick hinter die Kulisse der „Traumfabrik Kino“ mag er ihm dann aber doch nicht gönnen.
Dass der im Entstehen begriffene, scheinbar zweitklassige Kostümfilm immer mehr in die Realhandlung eindringt, schadet dieser mehr als dass es nützen würde. Aber immerhin verdeutlicht der Film dadurch, dass sich Vergangenheit und Gegenwart bisweilen nur durch gewandelten Modegeschmack voneinander unterscheiden. Und so wird aus dem gräflichen Ball unversehens eine Premierenfeier. Wobei sich hier wie dort Liebende und Betrogene begegnen, sich Menschen um nützliche Kontakte bemühen und Gerüchte verbreiten.
Alles in allem hat „Das Leben das ich immer wollte“ nicht viel zu sagen und besitzt daher auch nur begrenzten Unterhaltungswert. Zu schade ist es, dass der Handlung bereits nach so kurzer Zeit die Puste ausgeht, denn mit reizenden Darstellern und netter visueller Ausgestaltung wurde nicht gegeizt.
| FAZIT
Nach einem gelungenen Start, geht der Handlung schnell die Puste aus. Schade.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung