Donnerstag | 31. Mai 2012 | 06:13 Uhr
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  • USERKOMMENTARE | Tränen der Sonne
  • 8martin | Ruf des Dschungels
  • Der Film hätte eher heißen sollen ’Der Ruf des Dschungels’, denn von der Sonne sehen wir herzlich wenig und Tränen kann nur der Zuschauer vergießen, ob der wie aus dem Setzkasten zusammengestopselten Handlung. Trotz viel Ballerei - vor allem am Ende, weil es wohl ein Höhepunkt sein soll - kommt keine rechte Spannung auf. Der Trupp läuft den ganzen Film durch den tief zugewachsenen Dschungel und jeder weiß, dass das Unternehmen gelingen wird und endlich Bruce-ichrettedieWelt-Willis mit geschlossenen Augen an Monica Belluccis Brust sinken kann. Ihr unverständliches Rumgezicke zuvor wirkt aufgesetzt und ist zum Teil auch unverständlich. Genauso wie das unentschlossene Drehbuch: à la ’rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln’. Willis kommt mit einem Gesichtsausdruck aus, Bellucci hat immerhin drei zur Verfügung. Alle Zutaten einer actionreichen Handlung sind zwar vorhanden und doch bleibt der Film flach und uninteressant. Das Nigeria-Problem bleibt ohnehin außen vor. Hier hat Hollywood mal nach erfolgversprechendem Rezept auf die Schnelle ein aktuelles Thema verbraten.
  • 22.05.2011 Bewertung: stern stern stern stern stern
    • Graf Dooku | Etwas enttäuschend
    • Tränen der Sonne ist einer dieser Filme, bei denen die Bewertung etwas schwer fällt. Einerseits großes Kino, das durchaus gut unterhält und auch einen gewissen Anspruch erhebt. Andererseits zeigt er in fast allen Bereichen leider auch deutliche Schwächen, die letztlich zur Abwertung führen müssen.

      Das Thema Völkermord und ethnische "Säuberung" in Afrika ist auf jeden Fall interessant und bietet genug Hintergrund für dramatische Geschichten sowie Action-Szenarien. Sehr schön ist auch, dass man sich hier nicht im afrikanischen Niemandsland oder in irgendeinem virtuellen Staat sondern im realen Nigeria der Gegenwart bewegt. Der Film ist also in der Realität angesiedelt und das Szenario eines Putsches/Bürgerkrieges ist an sich völlig realistisch, wenngleich die tatsächlichen ethnischen und religiösen Konflikte in Nigeria sicher noch wesentlich komplexer sind.

      Leider wird der Film dann in der Umsetzung diesem Realismus-Anspruch nicht so ganz gerecht. Schon die Mission als solche scheint eher konstruiert: Ist das US-Militär bei der Evakuierung wirklich darauf angewiesen, eine Handvoll Männer mit dem Fallschirm abzusetzen? Und wenn es dort tatsächlich so gefährlich ist, würde man sie derart isoliert operieren lassen? Würde man diesen Trupp ernstlich mehr oder weniger sich selbst überlassen, etwa nur weil gegen Befehle verstoßen wurde? In einem Post-9/11-Szenario ist von irgendeiner Form von Rücksichtnahme auf fremde Souveränität - zumal in Afrika- eher nicht auszugehen. Eigene Verluste ist man zwar durchaus bereit hinzunehmen, wenn es der Durchsetzung wichtiger Ziele dient. Das heißt aber gerade nicht, dass man die eigenen Leute bei Gefahr im Stich lassen würde oder sich sonstwie durch die Umstände an einem Eingreifen gehindert sehen würde.

      Auch bei der Entwicklung der Charaktere schwächelt Tränen der Sonne, obwohl hierfür einiges an Zeit aufgewendet wird. So bleiben die Mitglieder des Einsatzkommandos weitgehend gesichtslos und selbst Bruce Willis in der Hauptrolle ist wenig charismatisch. Während er zunächst über weite Strecken emotional völlig unbewegt agiert, kommt seine spätere Transformation zu einem mitfühlenden Menschen überraschend und nicht recht nachvollziehbar.

      Die Action-Sequenzen sind teils schön anzusehen, so die Erstürmung des Dorfes, in dem das Massaker stattfindet. Die Darstellung der Gewalt ist erfreulich kompromisslos, speziell diese typisch afrikanisch-chaotischen Grausamkeiten eines Völkermordes verleihen dem Film phasenweise einen ziemlich authentisch wirkenden Charakter. Der Endkampf dagegen enttäuscht überwiegend und ganz schwach ist dann das abschließende Bombardement aus der Luft.

      In die technischen Einzelheiten will ich eigentlich gar nicht näher einsteigen. Es hätte allerdings für den Film und seinen Realismus gesprochen, wenn man sich gelegentlich darüber Gedanken gemacht hätte, welche Waffen die Männer eigentlich dabei haben und vor allem wieviel Munition sie wohl mitführen können...

      Schade! Dieser Film hätte mit etwas mehr Mühe deutlich besser ausfallen können. So kommt er leider kaum über das Mittelmaß hinaus.
    • 05.02.2005 Bewertung: stern stern stern stern stern
      • darkmailer | Tränen der Sonne
      • Dieser Film läuft, besonders im ersten drittel, sehr langsam aber auch sehr intensiv ab. Die Bilder der toten Dorfbewohner und der vielen Verletzten sind harter Tobak. Deshalb stellt sich mir beim ansehen immer wieder die Frage ob der Film nicht teilweise als Anti Kriegsfilm gedacht war. Der Film zeigt zwar sehr deutlich die Folgen des Krieges, plädiert aber dafür diese Opfer durch militärisches Eingreifen zu verhindern. Auf die Märsche durch den Dschungel wurde Anfangs deutlich zuviel Zeit verschwendet, ich hatte den Eindruck das der Film bis zu einem bestimmten Punkt ( Entdeckung des Übergepäcks ) immer langsamer wurde. Im letzten Drittel ändert sich das Tempo jedoch drastisch, was dem Film nicht unbedingt gut tut. Die Actionsequenz ist gut inszeniert und auch mit Bodycount wird nicht gespart, was der Auseinandersetzung eine gewisse Dramatik verpasst. Das unglaublich simple Ende lässt einen etwas unzufrieden zurück. Wenn es so einfach war den Kampf zu beenden, warum dann nicht eine halbe Stunde vorher. Durch den Einsatz der Lufteinheiten verliert die ganze Aktion stark an Glaubwürdigkeit.
        Warum soll es so schwer gewesen sein alle Flüchtlinge und Soldaten auszufliegen ?

        Wie auch immer, der Film ist ganz sicher nicht schlecht und liefert genau das was man erwarten konnte. Solide Action, Dramatische Spannung und Bilder die unter die Haut gehen. Das Zitat zu Beginn des Abspanns unterstreicht noch das der Film nicht nur unterhalten sondern auch den Zeigefinger erheben will. Überschäumenden Patriotismus kann man diesem Film daher ganz und gar nicht vorwerfen. Die Soldaten bekennen sich zum Schutz der Menschen, weil sie ihnen etwas bedeuten und nicht länger nur Pakete für sie sind. Was ist daran patriotisch ? Sie entdecken lediglich ihre Menschlichkeit, ich denke das dürfe nicht nur Amerikanern gelingen.

        Zum Schluß möchte ich noch sagen das mich dieser völlig Überflüssige Ruf " Freiheit " sowie das Bekenntniss des dunkelhäutigen US Soldaten " Dies ist auch mein Volk "sehr unangenehm berührt haben. Solche patetischen Aussagen hätte man sich sparen können.
      • 30.01.2005 Bewertung: stern stern stern stern stern
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            Wertung: 5.9/10 (16 votes)

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