Trelkovsky ein zurückhaltender, ängstlich wirkender Büroangestellter polnischer Abstammung bezieht in Paris die Wohnung einer jungen Frau, Simone Chole, die sich dort aus ihrem Fenster gestürzt hat. Kurz vor ihrem Tod besucht er seine Vormieterin im Krankenhaus: von da an wird sie seine stetige Begleiterin. Trelkovsky gleitet langsam in eine Welt des Wahns, er versteckt sich wie ein scheues Tier, bis hin zur völligen Isolation von der Aussenwelt. Er ist in der Matrix des Wahns gefangen.
Roman Polanski inszeniert meisterhaft die Isolation eines Menschen, das Leben in der Schreckenskammer der eigenen Wohnung bzw. das langsame Entgleiten in eine krankhafte Welt. Er kreiert eine Umgebung in der die wahre und die übersinnliche Sphäre nicht voneinander zu trennen sind, ein Spiel mit der Illusion Kino, ein gesellschaftlich kritisches Traktat und eine Studie der menschlichen Psyche in welche fast unmerklich der Schrecken in die Alltagswelt eindringt und dadurch noch intensiver wirkt als manches Schockbild.