Donnerstag | 31. Mai 2012 | 12:05 Uhr
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  • FILM REVIEW | Der Pakt - The Covenant
  • Der Pakt - The Covenant

    Thriller, Action, Horror | USA 2006
  • | INHALTSANGABE

  • Caleb und seine drei Freunde gehen auf die Spenser Academy in Neuengland. Sie genießen das Leben wie normale Teenager, und doch sind sie anders: Sie können fliegen, aus dem Nichts erscheinen und Dinge mit einem Blick verändern. Sie stammen von Familien mit übernatürlichen Kräften, die im 17. Jahrhundert vor der Hexenverfolgung aus Europa geflohen waren und sich in Ipswich angesiedelt hatten. An seinem bevorstehenden 18. Geburtstag soll Caleb aufsteigen, also die volle Kraft seines Erbes erhalten.

    Die neue Spenser-Schülerin Sarah wird, ohne von seinen Fähigkeiten zu wissen, Calebs Freundin. Doch dann geschehen unheimliche Dinge: Ein Mitschüler wird tot aufgefunden, Spinnen erscheinen in Sarahs Träumen und Caleb sieht hässliche Geister. Er vermutet, dass jemand die magischen Kräfte missbraucht. Es scheint keiner seiner Freunde zu sein, sondern ein Unbekannter.
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      • | FILMKRITIK

      • „Der Pakt – The Convenant“ ist ein Teenie-Fantasythriller, der Gruselelemente in den Schul- und Spaßalltag einbaut. Regisseur Renny Harlin, bekannt durch erfolgreiche Filme wie „A Nightmare on Elm Street 4“, webt Harry-Potter-Magie mit Gothicelementen und Special Effects zu einer Suspensehandlung. Der Film ist optisch hervorragend gestaltet und liefert stimmungsvolle Bilder. Der Horror hält sich jedoch stark in Grenzen, und das labyrinthische Heranpirschen verspricht einen schaurigen Fund, wo schließlich der Ausgang wartet.

        Zu den Pluspunkten zählt zum einen der spannende Kontrast des jungen Studentenlebens in dem viktorianischen Gemäuer der Spenser Academy. In die Wohnräume fällt nur so viel Licht, dass die antike Möblierung Konturen bekommt. Die blonde Sarah hat unter der Dusche einen kleinen Hitchcock-Schauer, und als sie mit einem Handtuch umhüllt durch den holzgetäfelten Korridor irrt, will dieser kaum enden. Die Kamera heftet sich an die unschuldige Gothic-Tätowierung auf Sarahs Rücken.

        Doch Sarah und ihre Zimmergenossin reden am liebsten über die gutaussehenden Jungs, und diese fahren selbstredend entweder Cabrio, Geländewagen oder Motorrad in der herbstlichen Waldlandschaft. Als Ipswich-Erben lieben die Jungs kleine Scherze mit ihren Fähigkeiten, ansonsten treffen sie die Mädchen gerne in der Billardkneipe.

        Der zweite Pluspunkt ist die Jahreszeit. Der Wind fegt das Herbstlaub über die Wege, Regen und Wetterleuchten bestimmen das Klima. Der dritte Pluspunkt ist das elegante Kameraspiel, auf das die Filmmusik optimal abgestimmt ist. Immer wieder gibt es Ausflüge in die Schwerelosigkeit. Schaut man aus der Vogelperspektive auf das rote Schuldach mit seinen Türmchen und nähert sich den Köpfen der Schüler, die unten spazieren, ist es, als trage man die Bedrohung an sie heran. Das spielt an die Tiefenschärfe der Herbstluft an, die die Dinge oft zum Greifen nahe erscheinen lässt, und auch an die Geschichte, in der es um die Versuchung des Machtgebrauchs geht.

        Bevor sich der vierte Pluspunkt mit den Special Effects, den Flügen und dem Schleudern von Gerät voll entfaltet, erleidet die Handlung jedoch einen Schwächeanfall. Aus den so lange nur angedeuteten bösen Dingen wird ein simpler Showdown. Übrigens, wieso geben der Hexenverfolgung entkommene Personen ihre Fähigkeiten ausgerechnet an den Sohn weiter? Vielleicht deswegen, weil auch Hollywood keine Hexen mag.
      • | FAZIT

      • Harry Potter für Große: Siebzehnjährige lassen die magischen Muskeln spielen vor nostalgischer Kulisse.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Bianka Piringer

      • | Userwertung

      Wertung: 4.0/10 (2 votes)

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