Der übergewichtige und schüchterne Chris liebt die Highschoolschönheit Jamie. Und das schon seit der sechsten Klasse. Jamie liebt ihn auch, allerdings wie einen Bruder oder aber wie einen besten Freund. Und genau das sind die beiden auch: Beste Freunde. Nur mit dem „Für immer“ klappt es nicht ganz. Denn nachdem Chris’ Plan, Jamie endlich seine Liebe zu gestehen, in einem Desaster endet, kehrt er New Jersey den Rücken.
Zehn Jahre sind vergangen. Chris ist nun schlank, arbeitet erfolgreich als Musikagent und schwimmt im Geld. Und weil die Frauen ihm für gewöhnlich zu Füßen liegen, erteilt ihm sein Boss den Befehl, ein gänzlich talentloses aber erfolgversprechendes Popsternchen namens Samantha James über Weihnachten nach Paris auszuführen. Eine brennende Mikrowelle sorgt dann allerdings dafür, dass der Privatjet zwischenlanden muss und das ausgerechnet in New Jersey.
Also beschließt Chris, mit Samantha im Schlepptau, kurz bei seiner Familie vorbeizuschauen. Natürlich braucht es nicht lange, und er steht seiner Jugendliebe Jamie gegenüber. Die ist zunächst hingerissen vom attraktiven Aussehen ihres alten Freundes, merkt dann allerdings, dass mit den Pfunden auch so einige sympathische Charakterzüge verschwunden sind.
Sofort wieder in Jamie verliebt und ist Chris überzeugt davon, dass er diesmal bei ihr landen kann. Zunächst muss er aber die quengelige Samantha loswerden. Und dann kommt ihm auch noch Dusty in die Quere, der, genau wie er, ein Auge auf Jamie geworfen hat und sie, im Gegensatz zu ihm, äußerst erfolgreich umgarnt.
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| FILMKRITIK
„Wild X-Mas“ ist kein Weihnachtsfilm, auch wenn der Titel das vermuten ließe. Vielmehr bietet Weihnachten nur die bunt-glitzernde Kulisse einer „Romantic Comedy“. Aber auch diese Bezeichnung ist für den Film nicht ganz passend gewählt, denn allzu romantisch geht es hier nicht zu. Das verhindert schon der Hauptdarsteller, der sich ausnahmsweise mal richtig unsympathisch daneben benehmen darf.
Mal ist er aalglatter und arroganter Playboy, dann wieder ein verschüchtertes Sensibelchen. Verlieben kann sich eine Traumfrau wie Jamie eigentlich nur in eine ausgewogene Mischung aus beidem. Diese Mischung zu finden, wird dann auch zur Hauptaufgabe von Chris. Sein größtes Problem können dabei wohl einige unter den Zuschauern nachvollziehen. Denn sich in die beste Freundin oder den besten Freund zu verlieben ist nur allzu menschlich und immer wieder für einen Filmplot gut.
Denkt man dabei an den bekanntesten Vertreter dieses Themas – nämlich an „Harry und Sally“ – schneidet dieser Film zwar nicht besonders gut ab, aber vergleichsweise kurzweilige Unterhaltung wird auch mit „Wild X-Mas“ geboten. Glücklicherweise hat es der Film nicht nötig, mit niveaulosem Humor aufzutrumpfen. Zwar fehlt der Komik hin und wieder ein intelligenter Dialog, doch auch die zahlreichen Slapstickeinlagen – unter denen besonders Chris zu leiden hat – sorgen für Lacher.
Gleiches wird erreicht durch zahlreiche Zerrbilder menschlichen Lebens, die besonders komisch werden, wenn sie der Realität näher kommen, als einem lieb sein könnte. Das untalentierte, quengelige Popstar-Blondinchen darf da natürlich genauso wenig fehlen, wie die aufgedrehte Vorstadt-Mum oder der zum Säufer mutierte Ex-Highschool-Held. In diesem Zusammenhang ist es natürlich nur mehr als passend, dass sich der sympathische fette Jugendliche, kaum ist er schlank, zum arroganten Widerling mausert.
Mit „Wild X-Mas“ liefert „Eiskalte Engel“–Regisseur Roger Kumble Popcorn-Kino der harmlosen Art. Hier kämpfen Erwachsene mit Teenager-Problemen und sorgen damit für kurzweilige Unterhaltung für Zwischendurch.
| FAZIT
Romantisch-komisches Popcorn-Kino für Zwischendurch.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung