Mittwoch | 30. Mai 2012 | 17:09 Uhr
Sie befinden sich hier: KINO | Startseite > Datenbank > Filmdetails

WERBUNG
    • | KURZINHALT

    • Wir schreiben das Jahr 1505: Der junge Martin Luther gerät in ein grauenvolles Unwetter, ein Blitz verfehlt ihn nur knapp. Zu Tode geängstigt gibt er sein Studium der Rechte auf und wird Mönch im Augustiner-Kloster zu Erfurt. Nach seiner Pilgerfahrt nach Rom 1510 geht er zum Theologiestudium nach Wittenberg, wo er 1517 seine 95 Thesen als Protest gegen den von Papst Leo X. initiierten Ablasshandel an die Tür der Schlosskirche schlägt. 1518 verlangt Rom den Widerruf der Thesen. Doch Luther bleibt standhaft. Auch vor Kaiser Karl V. auf dem Reichstag zu Worms (1521) erkennt er nur eine Autorität an: die Bibel.

      Vom Papst exkommuniziert und vom Kaiser geächtet, wird Luther zum Ketzer erklärt. Um sein Leben zu retten, lässt Friedrich der Weise ihn auf die Wartburg entführen. Dort übersetzt Luther innerhalb von elf Wochen das Neue Testament aus dem Griechischen ins Deutsche. Seine Lehren finden immer mehr Anhänger. Doch der Preis dafür ist hoch: Entsetzt muss Luther erkennen, dass nicht nur die Bauern ihn gründlich missverstehen. Ihr Aufstand wird von den deutschen Landesfürsten blutig niedergemetzelt.

      In dieser dunklen Stunde findet Luther Trost und Unterstützung bei seiner späteren Frau Katharina von Bora. Doch der Kampf um die Reformation hat erst begonnen.
    •  
    • | SZENENBILDER

    •   mehr
    • | CAST & CREW

    Regie:   Eric Till
    Buch:   Camille Thomasson  
      Bart Gavigan  
    Musik:   Richard Harvey
    Kamera:   Robert Fraisse
    Produzent:   Alexander Thies als Producer  
      Kurt Rittig als Producer  
      Brigitte Rochow als Producer  
    Darsteller:   Jeff Caster als Matthew  
      Anian Zollner als Philip von Hessen  
      Johannes Lang als Albrecht Erzbischof von Mainz  
      Christopher Buchholz als Von der Eck  
      Gene Reed als Johann von Sachsen  
      Jeff Boyd als Prior  
      Peter Ustinov als Frederick der Weise  
      Mathieu Carriere als Kardinal Cajetan  
      Joseph Fiennes als Martin Luther  
      Uwe Ochsenknecht als Papst Leo X  
      Alfred Molina als Johann Tetzel  
      Lars Rudolph als Philip Melanchthon  
      Bruno Ganz als Johann von Staupitz  
      Maria Simon als Hanna  
      Torben Liebrecht als Charles V  
      Benjamin Sadler als Georg Spalatin  
      Jonathan Firth als Girolamo Aleander  
      Claire Cox als Katharina von Bora  
      Marco Hofschneider als Ulrich  
      Jochen Horst als Karlstadt  
      Tom Strauss als Georg von Brandenburg  
    • | USERKOMMENTARE

    • Red-Viper| Beeindruckend
    • Die Geschichte des Films dürfte eh jedem bekannt sein, somit kann man auch nicht spoilern.
      Joseph Fiennes liefert eine tolle Arbeit ab. Es ist einfach toll, wie es in der ersten Hälfte des Films vom treuesten Katholiken zum großen Zweifler wird. Und es wird gezeigt, dass die Kirche zu damaligen Zeit die "Welt" war. Die Kirche sagte was gut und was schlecht ist. Die Menschen hörten auf alles was der Prediger erzählt. Das war Gesetz. Und Luther war Teil dieses Apparats.
      Aber die Ablassbriefe, mit denen der Petersdom in Rom finanziert worden ist, bringen bei Luther das Fass zum Überlaufen. Fiennes bringt den Bruch, der ihn zu zerreisen droht, sehr gut rüber. Auf der einen Seite ist er streng gläubiger Katholik, auf der anderen Seite zweifelt er an Richtigkeit der Vorgehensweise der Kirche.
      Aus heutiger Sicht ist das schon beeindruckend, was der geleistet hat. Er hat die Grundfeste der westlichen Welt erschüttert.
      Genial im Film ist auch Peter Ustinov (in seiner letzten Kino Rolle) als Kurfürst Friedrich der Weise. Er unterstützt Luther sehr und zieht sich so auch den Zorn des Papstes auf sich. Der Kurfürst lässt Luther weiter als Professor arbeiten und dass nutzt er auch aus, um seine Lehren weiter zu verbreiten.
      Einziger Wertmuttropfen an dem Film ist die Rolle von Papst Leo X. Uwe Ochsenknecht ist eine totale Fehlbesetzung.
      Die Bauten und die Kostüme im Film versetzen einen stimmungsmäßig ins 16. Jahrhundert. Dazu trägt auch die Musik bei. Nie aufdringlich, aber immer präsent. Die Mehrkanal-Anlage wird bei den vielen Chorälen gut beschäftigt.
      Ein wirklich sehenswerter Film. Streng gläubige Katholiken haben vielleicht ein Problem mit dem Film.

    • 01.03.2005 Bewertung:
    • Bitte melden Sie sich hier kostenlos an, um einen Kommentar abzugeben:



    • | INTERESSANTE FILME

    Bisher wurden noch keine Filme mit diesem Film verknüpft.
     Film vorschlagen

    • | Userwertung

    Wertung: 6.0/10 (1 vote)

    • | Cinefacts bei Facebook
    Facebook Logo
      • | WEITERE INFOS
          •   AKTIONEN