Ein neuer Wixxer geht um in London. Auf dem Friedhof finden Inspector Very Long und Chief Inspector Even Longer eine Reihe offener Gräber mit den Namen derer, die in den nächsten 24 Stunden gemordet werden sollen. Auf der Todesliste stehen unter anderem Very Long und Victoria Dickham, Tochter des Ex-Scotland-Yard-Chefs Lord Dickham und zudem die heimliche Geliebte von Even Longer. Longer muss also nicht nur den Wixxer finden, sondern auch seinen Partner und seine Verlobte beschützen… Dies wird der längste Tag in seinem Leben, der vom Irrenhaus ins Kloster und in den Puff an der Themse führt.
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| FILMKRITIK
Erfolgreiche Gagfilme, zumal aus Deutschland, sind seit Bullys „Manitu“-Erfolg en vogue. Dass diese Filme – Bully und Ottos Märchen wie auch der „Wixxer“ – stets nach ähnlichem Schema vorgehen, stört dabei nicht – die Erfolgsformel lautet offenbar, sich an bekannte Vorbilder anzuhängen (die oftmals ohnehin schon campy sind), irgendwo zwischen Persiflage und Hommage. Parodie ist vielleicht leicht zu bewerkstelligen, muss man sich doch nur übertreibend oder umstülpend auf die Vorlage stürzen, und damit ist das Grundgerüst für einen Großteil der Gags schon gelegt – man muss also nicht original-originell, sondern nur sekundär originell sein. Und natürlich trägt zum Erfolg der Comedy-Filme auch die Zahl der Fans des Originals bei, die auch dabei sein wollen, wenn sich darüber lustig gemacht wird.
Wichtig, wie immer, ist dabei Timing, Gagdichte und –qualität, denn der Teufel steckt im Detail. Und man kann zumal mit einem Sequel erheblichen Schiffbruch erleiden, wie es Bully mit seinem „(T)Raumschiff“ hat erleben müssen. Man kann sich aber auch verbessern – und das hat das „Wixxer“-Team Oliver Kalkofe, Bastian Pastewka und Oliver Welke geschafft. War der erste Teil noch eher episodisch zerfasert und die Gags oftmals zu willkürlich gesetzt, so steht im zweiten „Wixxer“ die Stringenz der blödsinnigen Story mehr im Vordergrund, ebenso wie die Kontingenz der Charaktere.
Die sind größtenteils originell angelegt, Alfons Hatler ist wieder dabei, diesmal als Führer einer Irrenanstalt, Lars Rudolph als Kinski-Verschnitt spielt diesmal einen wahnsinnigen Mörder, ein Kloster ist von unheimlichen Nonnen bevölkert, und die Cameo-Auftritte einer Masse von Gaststars sind größtenteils klug eingesetzt – für Freunde der Original-Edgar-Wallace-Serie spielt Joachim Fuchsberger den ehemaligen Yardchef mit spürbarer Freude an den auf unheimlich getrimmten Kulissen.
Dass viele Gags danebengehen, ist nicht schlimm; angenehm ist vielmehr, dass viele Gags funktionieren: Sie werden nicht allzu sehr ausgepresst, um in ihnen zu baden, nein, einige werden sogar in angenehmer Nebensächlichkeit bloß angetippt, eine Anspielung auf „24“ etwa oder Hatler, der im Hintergrund eine „My Way“-Karaoke singt. Und die Telefonnummern, die in der Werbepause (!) eingeblendet werden, sind tatsächlich für diverse (kostenlose) Gewinnspiele per Anruf oder SMS geschaltet.
| FAZIT
Gagreicher Nonsens, trotz einiger Blindgänger unterhaltsam und vor allem: Besser als der erste Teil.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung