New York heute: Alex ein alternder in den achtziger Jahren berühmter Popstar tingelt von einem schäbigen Auftritt zum nächsten. Doch dann scheint er vom Glück geradezu verfolgt zu werden: Ein Angebot von der derzeit angesagtesten Sängerin, Cora Corman, flattert ihm ins Haus. Sie, ein Fan von Kindesbeinen an, will mit ihm ein Duett aufnehmen.
Er muss dieses allerdings schreiben und bis in wenigen Tagen fertig haben. Da flattert ihm noch etwas ins Haus. Sophie, eine Pflanzenpflegerin, die ganz zufällig eine erfolglose Textsession von Alex mit einem angeblichen Profi-Texter mitbekommt. Während sie die Blumen gießt, singt sie ganz unschuldig einige Zeilen vor sich hin und ist von nun an engagiert. Es dauert nicht lange, bis sie auch in Liebesdingen mehr als nur engagiert sind.
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| FILMKRITIK
Hugh Grant und Drew Barrymore sind nicht unbedingt zwei Schauspieler die man sofort als das perfekte Liebespaar besetzen würde. Er hat seine besten Jahre schon hinter sich. Er trägt schon seit einiger Zeit eine 4 vor seinem Alter und sie lediglich eine 3. Auch sonst sind die beiden optisch nicht das perfekte Traumpaar. Genau das wird auch durch kleine Merkmale wie Kleidung und Musikgeschmack der beiden im Film erzählt. Er trägt Jeans und ein Hemd während sie im New Yorker Indie-Look gekleidet ist. Trotz dieser zunächst erscheinenden Widrigkeiten, wird am Ende eine glaubhafte Romanze erzählt.
Hugh Grant wagt es nach „American Dreamz“ das zweite Mal einen gealterten etwas peinlichen, dieses Mal keineswegs zynischen, Typus zu verkörpern. Es ist als ob er sich und die Gesetze des Showbusiness damit selbst auf die Schippe nehmen würde.
Die Figur des Alex ist im Grunde eine gescheiterte, wenn auch nicht bittere Person. Letzteres verhilft ihm wohl auch dazu, dass man ihm sein Comeback abnimmt. Denn er hat es sich sozusagen mit den Jahren der Abstinenz verdient.
Er nimmt seine wenig aufregenden One-hit Wonder Shows vor seinen 40-50 jährigen weiblichen Fans mit großer Gelassenheit hin, auch wenn er mit seinen komischen Hüftbewegungen und seinem peinlichen Getue auf der Bühne eher zum ausbuhen aufruft, aber seine alten Fans lieben ihn.
Beide, Alex und Sophie sind gewissermaßen Außenseiter. Menschen, die ihre Talente nicht genügend zur Geltung bringen, davon aber reichlich haben. Sophie kann dichten und Alex komponiert Lieder.
Neben der Liebes- und der Aufsteigergeschichte der beiden, wird auch immer wieder von den kleineren und größeren Peinlichkeiten des alltäglichen Lebens erzählt. Alex versucht Sophie ritterlich vor ihrem snobistischen Exfreund zu beschützen und blamiert sie und sich selbst, nur umso mehr. Und es sind keine komödiantisch peinlichen Situationen, es geht ans Eingemachte.
In einer Szene wird auch gewagt, ein peinliches Schweigen auf der Leinwand zu zeigen und es so zu einem peinlichen Schweigen für die Zuschauer zu machen, denn es herrscht für wenige Minuten Stille. Dies sind kleine Dinge, die diesen Film ein wenig von seinen allzu glatten Hollywoodliebeskomödien-Geschwistern abheben, dennoch bleibt der Film in harmlosen Gewässern.
„Mitten ins Herz“ ist durchaus unterhaltsam und wartet, besonders mit Drew Barrymore, mit einem sympathischen Schauspielerensemble auf.
| FAZIT
Recht überzeugende Hollywoodromanze über das Comeback eines achtziger Jahre Popstars, mit einigen Versuchen anders zu sein, viel Musik und einer interessanten Schauspielerkombination.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung