Mittwoch | 30. Mai 2012 | 02:58 Uhr
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    • | KURZINHALT

    • Der Fotograf Thomas hat nichts gesehen. Und doch hat er alles gesehen: Heimlich hat er ein Liebespaar im Park fotografiert – erst auf den Vergrößerungen der Fotos entdeckt er Indizien dafür, dass vor seinen Augen ein Mord geschah. Oder doch nicht?
      Michelangelo Antonionis Blow-up wurde 1966 vom gerade gegründeten US-Verband der Filmkritiker mit den Preisen für den Besten Film und den Besten Regisseur ausgezeichnet: Seine stilsichere Studie der Paranoia und Intrigen einer orientierungslosen Generation erwies sich als sehr einflussreich. Kein Film liefert ein besseres Porträt des Lebensgefühls im „Mod“-London: Mode, freie Liebe, Partys, cooler Jugendjargon und Musik (Herbie Hancock schrieb den Soundtrack, und die Yardbirds sind beim Auftritt in einem Club zu sehen). David Hemmings spielt den abgestumpften Fotografen, dem das Geheimnis seiner Fotos einen neuen Impuls gibt. Vanessa Redgrave tritt als die mysteriöse Frau auf, die auf diesen Fotos zu sehen ist. Und das Rätsel dessen, was wir sehen, was wir nicht sehen und was die Kamera sieht, müssen wir als Zuschauer selbst lösen.
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    • | CAST & CREW

    Regie:   Michelangelo Antonioni
    Buch:   Julio Cortazar  
    Musik:   Herbie Hancock
    Kamera:   Carlo Di Palma
    Produzent:   Pierre Rouve  
    Darsteller:   Veruschka Gräfin Lehndorff als Veruschka  
      Vanessa Redgrave als Jane  
      Gillian Hills als die Brünette  
      John Castle als Bill  
      Sarah Miles als Patricia  
      Peter Bowles als Ron  
      Jane Birkin als die Blonde  
      David Hemmings als Thomas  
      Jill Kennington als Fotomodell  
    • | USERKOMMENTARE

    • 8martin| Schein und Wirklilchkeit
    • Ein Klassiker wegen seiner Genialität und ein Denkmal für eine vergangene Epoche.
      Durch Vergrößerungen (Blow up) entdeckt der Modefotograf (David Hemmings) eine Leiche im Gebüsch. Die ganz junge Vanessa Redgrave legte hier den Grundstein für ihre Weltkarriere. So freizügig wird sie sich nie wieder vor der Kamera zeigen, ebenso wie Jane Birkin. Außerdem erlebt man das farbenprächtige Swinging London der sechziger Jahre mit Beatkeller und angesagter Rockband. Es ist dieses grenzenlos lebbare Gefühl von Freizügigkeit, Spontaneität und Hedonismus.
      Aber im Grunde geht es Antonioni hier um die Darstellung von Schein und Wirklichkeit. Sieht man nur, was man will oder nur das wirklich Offensichtliche?!
      Die Antwort gibt das legendäre Tennis Match am Ende, das mit seiner Auflösung immer noch Raum für Diskussionen bietet.
    • 16.10.2009 Bewertung:
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