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  • Superman Returns

    Action, Abenteuer | USA 2006
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      • | Die Story und die Darsteller

      • Seit er vor fünf Jahren so geheimnisvoll von der Erde verschwunden ist, hat Superman die entferntesten Winkel des Weltalls durchforscht, um mehr über seine Vergangenheit und seine Familie zu erfahren oder auch Schicksalsgefährten aufzuspüren. Doch wo sich einst Krypton befand, trudeln nur noch radioaktive Trümmer durchs All. Deswegen kehrt der einstige Kal-El nach Hause zurück – eine Notlandung bringt ihn nach Kansas, auf die Farm der Kents.

        Laut Singer ist Kal-El, den die Kents Clark nennen, stark von seiner Erziehung beeinflusst. „Oft heißt es: ,Welches ist sein Kostüm, welches seine Verkleidung?‘“, sagt der Regisseur. „Doch letztlich wird er von zwei Identitäten bestimmt. In seinem Auftritt als Superman steckt auch ein bisschen Angabe. Und als Clark zeigt er ganz klar ein ausgeprägtes Charakterbild in den Charaden, mit denen er sich linkisch und fast unsichtbar macht. Doch der echte Clark Kent ist der Mann, der von Martha und Jonathan Kent auf der Farm großgezogen wurde. Dieses Element war mir sehr wichtig. Selbst wenn er als unbeholfener Clark auftritt, bleibt doch das Superman-Fundament seiner Jugend auf der Farm.“

        Singer suchte also einen Schauspieler, der alle Facetten von Kal-El, Clark Kent und Superman darstellen kann, gleichzeitig die sportlich wie emotional anspruchsvolle Rolle bewältigt und sich damit als würdiger Nachfolger des verstorbenen Christopher Reeve erweist. Dennoch nahm er sich von Anfang an vor, diese Aufgabe nur einem unbekannten Darsteller anzuvertrauen. „Natürlich ist es ein gewaltiger Anspruch, in die Stiefel von Christopher Reeve zu steigen, aber trotzdem darf unser Superman-Darsteller nicht das Handicap eines bereits etablierten Filmstars mitbringen“, sagt Singer. „Vielmehr suchte ich jemanden, der unser aller Vorstellung von Superman repräsentiert und ihr vom Aussehen her entspricht.“

        Genau dieses Problem hatte Richard Donner vor fast 30 Jahren, als er Reeve besetzte. Wer Superman spielt, muss laut Donner „den Sohn von Jor-El lebendig machen. Er muss diese Figur real und klar verkörpern. Dann muss er sich in einen Superhelden verwandeln. Es wäre also ein gravierender Fehler, wenn dieser Darsteller beim Publikum schon durch andere Rollen bekannt wäre. Bryan stand vor genau demselben Problem. Wenn man den Schauspieler mit einer früheren Rolle verbindet, kann er dieser neuen Rolle nicht mehr gerecht werden. Wenn wir ihm glauben sollen, dass er fliegen kann, muss er unbekannt sein – das gilt heute mehr denn je.“

        Während der monatelangen Suche tauchte die Videokassette eines bisher unentdeckten Schauspielers auf, der sich für einen früheren von Warner Bros. Pictures entwickelten Superman-Film vorgestellt hatte. Der 26-jährige Brandon Routh hatte wie zahllose andere als Kind den Superman-Pyjama übergestreift und war durch seinen Heimatort Norwalk/Iowa „geflogen“. Schon auf diesem Casting-Video erkannte Singer Rouths Qualitäten, die über seine erstaunliche Ähnlichkeit mit Superman hinausgehen. „Schon in meinem ersten Gespräch mit ihm spürte ich seine Herkunft aus dem Mittelwesten – all die klassischen Ideale, die mit einer solchen Kindheit verbunden sind: Genau die verkörpert Superman“, sagt Singer. „Hinzu kommt natürlich der körperliche Eindruck. Er sieht so aus, als ob er direkt aus einer Comic-Heftseite herausgetreten wäre. Schon in diesem Moment war er für mich praktisch die erste und einzige Wahl, weil ich ihm zutraute, alle DREI Rollen zu bewältigen – Kal-El, Clark Kent und Superman.“

        Routh hatte noch nicht einmal die offizielle Zusage, als er bereits zur Kostümprobe musste und sein Fitness-Programm in Angriff nahm. Doch erst als er in Australien den Set der Kent-Farm betrat, wurde ihm klar, dass er all das wirklich erlebte. „Als ich die Treppe zu Clarks, Kal-Els Zimmer hinaufstieg, sah es genau wie in meiner Vorstellung aus“, sagt Routh. „In meiner ersten Szene vor der Kamera musste ich über den Hof gehen, und da spürte ich dasselbe. Als Darsteller dieser Rolle ist man schier überwältigt. Die Verantwortung ist enorm, wenn ich mich bemühe, Bryans Vision zu entsprechen und eine Figur darzustellen, auf die so viele Zuschauer in aller Welt sehr konkrete Erwartungen projizieren.“

        Weil der Regisseur ihm voll vertraute, konnte Routh selbstbewusst aus seiner eigenen Persönlichkeit schöpfen, um selbst ein Konzept für die Rolle zu entwickeln. „Ich ließ mich von Bryans Leidenschaft und Enthusiasmus für dieses Projekt anstecken“, sagt Routh.

        Vor einem Publikum trug Routh das Kostüm erstmals beim Dreh einer Szene in der Redaktion des Daily Planet. „Ich bin ja nun einmal nur ein Mensch – wie denke ich mich also in den Umstand hinein, dass ich übermenschlich bin?“, fragte er sich. „Wie drücke ich diese überlebensgroße Tugend aus? Ich wollte all dem entsprechen, was wir bisher von Superman gesehen haben, aber ich musste die Rolle irgendwie auch so spielen, dass die Crew sie mir auch abnahm und selbst Lust bekam, an diesem Film mitzuwirken.“

        Rouths erste Szene als Superman überzeugte alle, die ihn dabei erlebten. „Als Schauspieler wie als Mensch hat er ein wahrhaft großes Herz“, sagt Produzent Gilbert Adler. „Das nahm uns alle sofort für Brandon ein. Er kennt die menschliche Natur sehr genau, und deswegen reißt er uns als Superman so mit. Clark war für ihn ein Selbstgänger – und von einem Moment zum anderen entwickelte er sich zu Superman.“

        „Clark fällt ihm besonders leicht, weil er einfach Clark ist“, sagt Drehbuchautor Dougherty. „Dieser 1,90 Meter lange, attraktive Typ aus Iowa ist nämlich schüchtern und manchmal auch ein bisschen linkisch.“

        Im Gegensatz zur Suche nach Superman war sein teuflisch intelligenter Erzfeind sofort gefunden: Unter Singers Regie gewann Kevin Spacey seinen ersten Oscar (als Bester Nebendarsteller) für seine Leistung als Verbal Kint in „Die üblichen Verdächtigen“. „Wir schrieben Kevin die Rolle auf den Leib“, sagt Singer. „Denn seit den ,Üblichen Verdächtigen‘ wollten wir wieder zusammenarbeiten, und er ist einfach die perfekte Besetzung mit seiner Mischung aus Humor und Zynismus. Abgesehen davon ist er natürlich auch ein hervorragender Schauspieler.“

        Am schwierigsten gestaltete sich bei der Besetzung der Terminplan, denn Spacey war duch seine Bühnenauftritte in London gebunden. „Weil er am Old Vic in London derart viele Vorstellungen absolvieren musste, stand er uns in Australien nur für einen sehr begrenzten Zeitraum zur Verfügung“, sagt Singer. „Wir konnten wohl nur sechs Wochen mit ihm arbeiten. Aber wir haben alle erforderlichen Szenen gedreht und schickten ihn rechtzeitig nach London zurück, wo bereits sein nächstes Projekt auf ihn wartete.“

        „Die Dreharbeiten war fantastisch und haben riesigen Spaß gemacht“, sagt Spacey. „Die Zusammenarbeit mit Bryan gestaltete sich wunderbar, nachdem schon ,Die üblichen Verdächtigen‘ ein so außergewöhnliches Erlebnis für uns war. Oft hatte ich das Gefühl, dass seitdem kein Tag vergangen war. Ich war aber schwer beeindruckt, wie sehr er sich in den letzten zehn Jahren als Filmemacher weiterentwickelt hat.“

        Der zweifache Oscar-Gewinner (seinen zweiten bekam er als Bester Darsteller für seine Leistung als Lester Burnham im Oscar-prämierten Besten Film „American Beauty“) beschreibt seinen Lex als „sehr düster, verbittert und rachsüchtig, aber auch mit dem Schalk im Nacken. Er ist der Kapitalist par excellence. Seine verzwickten Pläne lösen eine gefährliche Kettenreaktion aus. Doch letztlich geht es ihm nur um eines: Er will absahnen.“

        Lex hat fünf Jahre im Gefängnis gesessen, wird aber entlassen, als Superman nicht zum Bewährungstermin erscheint. Für die Zeit nach seiner Entlassung hat er bereits vorgesorgt – unterstützt wird er von der wohlhabenden Gertrude Vanderworth (gespielt von Noel Neill, der ersten Darstellerin der Lois Lane in den beiden Kino-Serien der 1940er-Jahre und in der Fernsehserie der 1950er-Jahre mit George Reeves – damals übernahm sie die Rolle von Phillis Coates). Nach ihr nennt Lex seine Luxusyacht, und schon bald wird sie ihn zum schwerreichen Witwer machen. „Lex hat sich immer wieder verwandelt – er fühlt sich derart betrogen, dass jetzt die Zeit seiner Rache gekommen ist“, berichtet Spacey. „Er war einige Zeit von der Bildfläche verschwunden – genau wie Superman, und deswegen entwickelt er jetzt einen ausgeklügelten Plan für ihr nächstes Treffen – wie immer geht es dabei um Immobilien. Lex Luthor hat sich immer schon für Grundstücke interessiert.“

        Als Kal-El in Kansas notlandet, stellt er fest, dass seine Welt sich stark verändert hat. Das wird schon an der Schlagzeile des Daily Planet deutlich: „Warum die Welt auch ohne Superman auskommt“ stammt ausgerechnet aus der Feder von Lois Lane. „Nichts könnte Superman stärker verstören als die Frau, die er liebt, die ihm aber eröffnet, dass er nicht mehr gebraucht wird. Wofür das Schicksal ihn bestimmt hat, spielt offenbar gar keine Rolle mehr“, sagt Harris. „Lois schreibt, dass das Leben weitergehen muss: Die Menschen sollen gefälligst selbstständig werden und sich nicht auf einen Retter verlassen. Natürlich versucht sie ihn auf diese Weise selbst zu vergessen.“

        „Die Welt hat ihren Wohltäter vergessen“, sagt Chris Lee. „Als er von seiner Reise zurückkehrt, steht er vor einem Dilemma, denn er findet keinen Platz mehr in der Welt – er war sehr lange fort, und Lois posaunt heraus, warum er überflüssig ist. Aber wie immer weiß seine Mutter Rat.“

        Martha „Ma“ Kent, Clarks Adoptivmutter, wird von der legendären Eva Marie Saint („North by Northwest“/Der unsichtbare Dritte; „On the Waterfront“/Die Faust im Nacken) dargestellt. Martha freut sich riesig, als ihr Sohn zurückkehrt, erkennt aber sofort, dass sich seine Bestimmung gewandelt hat. „In seiner Jugend haben ihn seine Eltern dazu angehalten, seine besonderen Fähigkeiten für gute Taten einzusetzen“, sagt Saint. „Doch als er zurückkehrt, ist er völlig mutlos. Er braucht sie: Sie muss ihm Mut machen und sein Selbstbewusstsein aufbauen, damit er wieder Superman werden kann.“

        Saint gewann den Oscar für „Die Faust im Nacken“ als Partnerin von Marlon Brando – Supermans Kino-Vater Jor-El. Als einzigartig empfindet sie das Privileg, eine Rolle spielen zu dürfen, mit der sie ihre Enkel beeindrucken kann. „Ich habe den Part sehr freudig angenommen, weil ich immer noch gern arbeite – das ist halt mein Beruf“, sagt sie. „Als meine drei Enkel das hörten, reagierten sie ganz spontan: ,Das ist ja voll cool!‘ Und gleich haben sie es ihren Freunden weitererzählt. Das ist gut fürs Geschäft, stimmt’s?“

        Saint bedankt sich bei Singer für dessen Unterstützung bei einer emotional, aber auch körperlich anstrengenden Szene, in der Ma Kent das brennende Raumschiffwrack ihres Adoptivsohns findet. „Das war eine lange Drehnacht“, erinnert sich Saint. „Aber Bryan hat viel Geduld und reagiert ganz instinktiv – er lässt seine Schauspieler durchaus verschiedene Varianten ausprobieren. Man spürt wirklich die Liebe zwischen der Mutter und ihrem einzigen Sohn. Mir fiel es sehr leicht, Brandon Rouths liebevolle Mutter zu verkörpern, denn er ist ein sehr angenehmer junger Mann und ein sehr begabter Schauspieler.“ Und sie fügt hinzu: „Ich habe mir immer gewünscht, fliegen zu können, und heimlich habe ich mir vorgestellt, mal mit Superman zu fliegen. Doch der Traum hat sich nicht erfüllt.“

        Als Brillenträger Clark Kent kehrt Superman nach Metropolis zurück und muss leider feststellen, dass nur sein alter Freund, der Nachwuchsfotograf Jimmy Olsen, sein Verschwinden bemerkt hat. „Jimmy glaubt, dass Clark all die Jahre per Anhalter um die Welt gereist ist“, sagt Sam Huntington, der den Fotografen spielt. „Also fragt er Clark über die berühmten Orte aus, die er doch gesehen haben muss, aber Clark kennt sie alle nicht.“

        Von Jimmy erfährt Clark auch die niederschmetterndste Nachricht überhaupt: Lois, die Liebe seines Lebens und seine dringend benötigte Verbindung zur Menschenwelt, hat sich verlobt und ist Mutter eines Sohnes namens Jason, dargestellt von Newcomer Tristan Leabu. „Dieses Hindernis erweist sich als hartnäckig wie Kryptonit“, sagt Singer. „Das will erst einmal umschifft sein – hier kommen wir zum emotionalen Kern des Ganzen.“ Und Routh fügt hinzu: „Er ist also wieder der totale Außenseiter, obwohl er doch zurückgekehrt ist, weil er überzeugt war, gerade hier akzeptiert zu werden.

        “Um jene Frau zu verkörpern, die weltweit fast so bekannt ist wie Superman selbst, war eine junge Schauspielerin gefragt, die Lois’ bekannte Eigenschaften, ihre Intelligenz und ihren Witz darstellen kann, doch sie muss ihr auch weitere Dimensionen hinzufügen: Lois ist reifer geworden, ihr Charakter hat sich in den Jahren, die sie auf Superman warten musste, verhärtet.

        Die Lösung fand sich mithilfe von Singers altem Freund und Mitarbeiter Kevin Spacey: 2004 inszenierte Spacey die Filmbiografie „Beyond the Sea“ (Beyond the Sea) über den 1950er-Jahre-Sänger Bobby Darin, den er selbst spielte. Seine Partnerin war Kate Bosworth als Sandra Dee. „Ich hatte das Glück, eine Voraufführung von Kevins Film sehen zu dürfen, und war überwältigt von Kates Leistung als Sandra Dee“, erinnert sich Singer. „Kevin berichtete, wie wunderbar man mit ihr arbeiten kann. Ich lud sie also ein, zusammen mit Brandon vorzusprechen. Es war ziemlich offensichtlich, dass die beiden sich auf Anhieb verstanden – wir alle waren sofort überzeugt, dass sie eine traumhafte Lois Lane abgeben würde.“

        „Es ist für mich eine große Ehre, in diesem Film mitwirken zu dürfen“, sagt Bosworth, die als peppige Surferin in „Blue Crush“ (Blue Crush) international bekannt wurde. „Ich fühle aber auch die große Last der Verantwortung auf meinen Schultern – der Druck ist gewaltig, denn Fans in aller Welt kennen diese Figuren in- und auswendig. In unserem Film entwickeln sie sich weiter, sie offenbaren ihr Innenleben, was uns beim Spielen natürlich viel Spaß gemacht hat. Ich bin überzeugt, dass Lois und Clark den Zuschauern auch auf der großen Leinwand wieder gefallen werden.“

        Gleich nach seiner Rückkehr erfährt Clark, dass Lois in großer Gefahr schwebt: Ein Shuttle hebt vom Rumpf eines Flugzeugs ab, und Lois ist mit an Bord. „Sie begegnen einander wieder, als die ganze Welt miterlebt, dass Superman zurückgekehrt ist“, sagt Routh.

        Nach einer atemberaubenden Rettungsaktion, bei der Hunderte Tonnen brennender Metalltrümmer durchs All trudeln, und nach der gefährlichen Notlandung in einem Baseball-Stadion schauen sich Lois und Superman nach fünf Jahren erstmals wieder in die Augen. „Superman sorgt für eine sichere Landung“, erzählt Routh. „Er kommt durch die Tür, um sich zu vergewissern, dass alle Passagiere unversehrt sind – und da begegnet er Lois’ Blick. Das ist für beide ein sehr emotionaler Moment, wenn auch nur sehr kurz. Sie wendet sich nicht von ihm ab. Obwohl sie den Artikel über ihn verfasst hat, merkt er also, dass noch Hoffnung besteht.“

        Außerdem freundet er sich mit Lois’ kleinem Sohn an, der die Welt nur ohne Superman kennt.

        Ein Mann hält seine Freude über Supermans Rückkehr ganz gewiss nicht zurück: Perry White, der Chefredakteur des Daily Planet, dargestellt von dem erfahrenen Frank Langella („Dracula“). „Egal ob man sieben oder 70 ist – wenn ein Held zurückkehrt, dann läuft uns ein wohliger Schauder über den Rücken“, sagt Langella. „Zeitlose Begeisterung löst eine solche Ikone von epischen Proportionen aus, wenn sie wieder auftaucht. Es ist schon etwas ganz Besonderes, auf solche Helden zählen zu können.“ Ein eher praktischer Aspekt ist, „dass Perry White natürlich auch an sein Blatt und die Auflage denkt – auch deswegen ist er sehr glücklich, dass Superman auftaucht, weil er ab jetzt auch wieder exklusive Superman-Stories drucken wird, die die Kassen zum Klingeln bringen. Kein Wunder, dass er überglücklich ist.“

        Jimmy-Olsen-Darsteller Sam Huntington ist seit frühester Kindheit Superman-Fan und freute sich besonders, eine Szene mit Jack Larson spielen zu dürfen, der den Jimmy Olsen in der TV-Serie der 50er-Jahre verkörpert hat. „Für mich ist Jack einer der Größten – ich fühle mich besonders geehrt… nicht nur weil ich neben ihm auftreten darf, sondern zudem auch noch in der Rolle, die er als Erster gespielt hat“, sagt Huntington. „Außerdem erzählt er tolle Geschichten darüber, wie sehr sich sein Leben veränderte, weil er eine so berühmte Rolle gespielt hat. Damit ist für mich ein Traum wahr geworden – als Schauspieler und auch als Superman-Fan.“

        Neben all den bestens bekannten Figuren führt „Superman Returns“ auch zwei neue Personen ins Universum des Superhelden ein: Lex Luthors Kumpanin Kitty Kowalski, gespielt von Parker Posey; und Perry Whites Neffen Richard White (James Marsden), der mit Lois verlobt ist.

        Kitty Kowalski gehört selbst nicht zu den Bösewichten, hat aber mit manchem Ganoven gemeinsame Sache gemacht. Doch als sie zu einer Schlüsselfigur im Komplott zu Supermans Vernichtung aufsteigt, ist das deutlich eine Nummer zu groß für sie. „Kitty findet das Leben toll, das Lex ihr bietet“, sagt Posey, die sich mit Filmen wie „Personal Velocity“, „Best in Show“ (Best in Show) und „The House of Yes“ (Wer hat Angst vor Jackie-O?) einen Namen gemacht hat. „Außerdem steht sie auf seinen Humor und sogar auf seine Abartigkeit“, fährt Posey fort. „Doch die ganze Affäre wächst ihr einfach über den Kopf, und am Ende klammert sie sich nur noch krampfhaft an den kleinen Hund, den sie geerbt hat.“

        „Parker eröffnet Kitty unglaubliche Dimensionen, sie kommt als eine Art geistiger Verwandte der Miss Teschmacher aus den ersten beiden Filmen daher“, sagt Singer. „Wie Teschmacher wirkt Parkers Kitty sehr komisch und unverschämt, sie kann Lex durchaus das Wasser reichen, aber andererseits regt sich in ihr noch ein Gewissen, das Lex eindeutig nicht kennt.“

        Richard White arbeitet als Redakteur beim Daily Planet. Er ist mit Lois verlobt – Lois’ kleiner Sohn Jason nennt ihn „Daddy“. „Richard White taucht als Neuling in Supermans Welt auf“, sagt Marsden, der den Superheld Cyclops in Singers „X-Men“-Filmen spielt und aktuell auch in „X-Men: The Last Stand“ (X-Men: Der letzte Widerstand) dabei war. „Ich fand es interessant, für Bryan eine so total andere Rolle darzustellen. Denn es ist echt cool, einen Typen zu spielen, der sich zwischen Lois und Superman drängen darf.“

        „Richard ist kein übler Typ – ganz im Gegenteil –, aber ist er auch der Richtige für Lois?“ fragt Routh, um dann selbst die Antwort zu geben: „Nein, denn der Richtige ist natürlich Superman.“

        Während Superman noch einen Ansatzpunkt sucht, um Lois wieder näherzukommen, muss er sich laut Routh „gleichzeitig damit auseinandersetzen, was seine Verantwortung, sein Schicksal von ihm fordern: Er ist der gewaltigste Schutzherr der Erde.“ In spannenden und auch komischen Trips rund um den Globus bekämpft er das Böse, wo immer es auftaucht. Die Welt reagiert begeistert auf die Rückkehr des Superhelden, den viele schon vergessen hatten.

        Doch seine größte Bewährungsprobe steht ihm noch bevor: Lex Luthors teuflischster Plan richtet sich nämlich nicht nur gegen Superman, sondern gegen die gesamte Menschheit. Diesmal wird nicht nur Supermans Glauben an die Menschen auf eine harte Probe gestellt, sondern auch seine Fähigkeit, jedes von seinen Feinden aufgetürmte Hindernis aus dem Weg zu räumen.

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