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    Drama, Biografie | USA 2004
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      • | Über H. Hughes

      • Er war eine der aufregendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Howard Hughes war ein einflussreicher Erneuerer, cleverer Industrieller und glamouröser Filmproduzent, er liebte das Risiko und sah sich selbst immer in erster Linie als Flieger: Das Leben von Howard Hughes ist eine typisch amerikanische Geschichte. Regisseur Martin Scorsese konzentriert sich auf die bedeutendste Periode in Hughes Leben: Die Zeit von Mitte der 20er bis in die 40er Jahre. Hughes war bereits mit 18 Millionär, als er Hughes Tools erbte, die Ölbohrfirma seines Vaters. Statt sie zu führen, zog der junge Mann von Houston nach Hollywood, wo er seiner zweifachen Passion frönte: der Filmerei und der Fliegerei. Es war eine Zeit umwälzender Erfindungen, turbulenter Liebesaffären und wilder Firmen-Schlachten, aber auch die Zeit, als Hughes hochfliegende Ambitionen zum ersten Mal den Preis erahnen ließen, den er für Ruhm, Glück und seinen eigenen Perfektionismus würde bezahlen müssen.

        Unter Einsatz neuester filmischer Techniken erschafft Martin Scorsese die realistische Welt eines Mannes, der von der Technologie fasziniert und von Zukunftsträumen getrieben war. Mit der Mischung von digitaler Technologie mit dem klassischem Einsatz von Licht, Kostümen, Setdesign und Modellen aus den 20er, 30er und 40er Jahren verfolgten der Regisseur und sein Team genau das Ziel, den Film so aussehen zu lassen, als sei er in der Zwei- bzw. Dreiband-Technicolor-Technik aus Hughes’ Tagen gedreht. Hier trifft Scorseses moderne Ästhetik auf eine schillernd-lebendige amerikanische Vergangenheit.

        Leonardo DiCaprio spielt Howard Hughes, der, gerade dem Teenager-Alter entwachsen, als Einzelgänger die folgenreiche Entscheidung trifft, das von seinem Vater geerbte Vermögen in das Erste-Weltkriegs-Drama „Hell’s Angels“ zu investieren. Als unabhängiger Produzent forderte er mit dem Versuch, einen Film zu drehen, wie es ihn noch nie gegeben hatte, das Hollywood System heraus: mit eigenen, atemberaubenden Flug-Stunts, eigens entworfenen Flugzeugen und dem damals höchsten Budget in der Filmgeschichte. Der durchschlagende Erfolg von „Hell’s Angels“ verschaffte dem noch immer jungenhaften Howard Hughes ein unglaubliches gesellschaftliches Renommee.

        Nach der Gründung der Hughes Aircraft Company brach Hughes einige Geschwindigkeitsrekorde, die ihn zum berühmtesten Flieger seit Charles Lindbergh machten, zur mythischen Figur mit einer Aura von Spannung, Geheimnis und Glamour. In den 30er Jahren übernahm Hughes den Flugzeugkonzern TWA und begann, seine Pläne für Amerika im Jet-Zeitalter umzusetzen. Er trieb den ehrgeizigen Entwurf voran, das größte Flugzeug der Welt zu bauen, das Luftschiff, das als Hercules bekannt werden sollte. Dennoch kann der Mann, der für seinen Reichtum, seine waghalsige Brillanz, seine romantischen Affären und seine klugen Zukunftsvisionen berühmt ist, letztendlich den zerstörerischen Kräften seiner persönlichen Zwänge nicht entkommen, egal, wie hoch oder weit er auch fliegt.

        AVIATOR schildert nicht nur Howard Hughes Errungenschaften, sondern beleuchtet auch sein emotionales Leben, inklusive der Liebesaffären mit zwei Hollywood-Legenden: der eleganten Katharine Hepburn, die aus einer politisch aktiven, hochgradig intellektuellen Familie aus altem Ostküsten-Adel entstammt, und seiner Beziehung zu Ava Gardner, der Sexbombe ihrer Zeit, zu der ihn eine animalische Anziehung treibt.

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