Shauns Leben verläuft in eingefahrenen Gleisen. Er ist jetzt 29 Jahre alt und hat be-reits den Leerlauf eingelegt. In die Gefahr, sein Potential jemals voll auszuschöpfen, kommt er nicht. Shaun teilt sich ein kleines Haus mit Ed, seinem Kumpel aus Grund-schultagen, und mit Pete, einem Bekannten aus College-Zeiten. Pete und Ed können einander nicht riechen. Das mag daran liegen, dass Ed sein Leben als fauler Klein-dealer fristet, der sich nicht einmal die Mühe gibt, seine Spur aus Müll wegzuräumen, und Pete ein leicht nervender Geschäftsmann, dessen Geschäfte kaum laufen. Die liebenswerten Seiten Petes, die ihn und Shaun einst zusammenbrachten, sind heute an ihm kaum noch zu entdecken. Kurz gesagt: Zuhause führt Shaun kein glückliches Leben.
Dann ist da noch Liz. Sie ist 29 wie Shaun und seine Freundin. Attraktiv, lebensfroh und intelligent, ist sie eine Frau, die verständlicherweise allmählich beginnt, an ihre Zukunft zu denken. Zukunft allerdings ist ein Begriff, den Shaun entschlossen zu ig-norieren versucht. Liz ist durch den Zeitaufwand, den Shaun seinem Kumpel Ed wid-met zunehmend irritiert. Die knappe Zeit, die ihr mit Shaun gemeinsam verbleibt, verbringt man normalerweise in der Kneipe "The Winchester". Und Ed ist immer da-bei. Weil sie diese Dreier-Situation leid ist, hat Liz es sich angewöhnt, David und Di mitzubringen. David ist ein kleinkrämerischer Besserwisser, und Di träumt realitäts-fern von einer Karriere als Schauspielerin. Kurz gesagt: Liz ist frustriert, und Shaun steckt seinen Kopf in den Sand. Logischerweise führen sie kein glückliches Liebesle-ben.
Und dann gibt es auch noch Shauns Mutter Barbara. Sie ist die typische liebenswür-dige, besorgte und fürsorgliche Mutter, die von Shaun angebetet wird. Allerdings hei-ratete Barbara unglücklicherweise vor 12 Jahren Philip, einen hohlköpfigen, herri-schen Mann, der Shauns Stiefvater wurde und ihn ständig herum kommandieren möchte. Das trieb einen seltsamen Keil zwischen die Mutter und ihren Jungen. Shaun führt daher auch kein glückliches Familienleben.
Es ist Freitagabend. Shaun sitzt mit Liz und Ed und David und Di in der Kneipe und möchte mit seiner geduldigen Freundin ein Gespräch über ihre Beziehung führen. Am Ende des Gesprächs steht die Versicherung, dass Shaun sein Leben zum Positiven wenden wird. Um einen Anfang zu machen, wird er Liz am nächsten Abend in ein renommiertes Fischrestaurant ausführen. Er wird sie zur Feier des dritten Jahrestags ihrer Beziehung einladen - eine Feier, die längst überfällig war. Er muss jetzt nur noch einen Tisch reservieren lassen.
Aber der nächste Tag, der Samstag, wird ein seltsamer Tag: Alles ist irgendwie aus-gesprochen merkwürdig. Selbstmorde in der U-Bahn sorgen für Verspätungen im Fahrplan. Auf der Straße fallen Menschen in Ohnmacht. Im Fernsehen laufen nur noch Nachrichtenbilder von unerklärlichen Unfällen. Und hat der Obdachlose auf der anderen Straßenseite nicht gerade versucht, eine Taube lebendig zu verschlingen?
Als Shaun nach einem langen anstrengenden und verwirrenden Tag nach Hause kommt, hat er vergessen, den Tisch im Fischrestaurant zu buchen. Sein Ausweich-vorschlag, den Jahrestag im Stammlokal "The Winchester" zu verbringen, ist für Liz der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Trotz leidenschaftlicher Proteste von Shauns Seite, beschließt Liz, ihre Beziehung zu Shaun zu beenden.
So endet der Samstag für Shaun einmal mehr in der Stammkneipe. Betrunken und voller Selbstmitleid sitzt er da im Schummerlicht. Nach einem Streit mit Pete ziehen die Ereignisse des Tages wie dunkle Wolken durch Shauns Kopf. Morgen soll alles anders werden. Er wird sich ändern. Er wird die Angelegenheit mit seiner Freundin, die sich von ihm abgewendet hat, wieder in Ordnung bringen. Er wird auch endlich wieder seiner Mutter einen Besuch abstatten. Alles wird wieder gut werden.
Unseligerweise haben sich in London genau jetzt die Untoten erhoben. Die Merk-würdigkeiten des Vortages haben sich über Nacht zu einer weltuntergangsartigen Zombieplage ausgeweitet. Nach dem ersten verständlichen Schock ist Shaun ent-schlossen, Zombies hin oder her, sich an seine neuen Vorsätze zu halten. Er macht sich auf den Weg, um seine Freundin und seine Mutter zu retten, und sie dann an den sichersten Ort zu bringen, den er sich vorstellen kann: "The Winchester".
Natürlich läuft nicht alles genau nach Plan, als Shaun, natürlich gemeinsam mit Ed, aufbricht. Zu den beiden stoßen noch David und Di, dann Philip mit Barbara und na-türlich Liz. Ihre Expedition zum „Winchester“ verläuft alles andere als ereignislos. Endlich in der Kneipe, werden die Nerven dünn, und eine lang schwelende Fehde zwischen David und Shaun bricht offen aus. Mit Billardqueues, Barhockern und der dem Pub den Namen gebenden alten Winchester kämpft die kleine Gruppe um ihr Leben, wobei sie von den herandrängenden Horden der Untoten langsam aber sicher dezimiert wird. Die Zombies versuchen verzweifelt, in das Lokal einzudringen, um die letzten Überlebenden genüsslich zu verspeisen ...