Thriller,
Action,
Abenteuer
| Deutschland / USA 2006
WERBUNG
| Die Drehorte
„Mission: Impossible III” wird der Tradition gerecht, mit der Spionagethriller das Publikum an exotische Schauplätze mitnehmen. Trotzdem, so Abrams, wurden diese Schauplätze nicht aus Selbstzweck, sondern sorgfältig und spezifisch im Rahmen der Geschichte gewählt. „Ich wollte nicht, dass die Zuschauer sich vorkommen, als hätten sie sich in einen aufregenden Reisekatalog verirrt”, sagt er. „All unsere Drehorte sind ein integraler Teil der Story.”
Enzo Sisti in Italien und Eric Schwab in China arbeiteten mit Produktionsdesigner Scott Chambliss und den Filmemachern zusammen, um Drehorte zu finden, die sich organisch in den Film fügen.
„Schon von vorneherein wollte J.J. nicht, dass ‚Mission: Impossible III’ übertrieben glatt aussieht”, erklärt Produktionsdesigner Scott Chambliss, der mit Abrams vorher schon bei den TV-Serien „Felicity” und „Alias – Die Agentin” zusammengearbeitet hat. „Er wollte, dass die Story einen Fuß in der Realität hat. Er wollte, dass die Charaktere Biss und Fleisch haben. Das bedeutete aber auch, dass unsere Schauplätze real sein mussten und dabei trotzdem den enormen, überhöhten Maßstäben einer ‘Mission: Impossible’ gerecht werden.”
Um dieses Ziel zu erreichen, wählten die Filmemacher, wie Chambliss es ausdrückt: „eine riesige Vatikan-Szene, eine riesige ‚Über den Dächern von Shanghai’-Sequenz und eine riesige Fabrik-Sequenz in Berlin. J.J.s Konzept war dabei Motor und Maßstab jeder Actionszene in unserer Geschichte.” Um die einzigartigen Locations zu finden, nach denen sie suchen, machte sich Chambliss auf eine weltweite Scouting-Tour. „Ich habe einige der eindrucksvollsten und aufregendsten Plätze auf dieser Welt besucht”, schwärmt er. „Jedes Land, das wir besuchten, bot unglaubliche Möglichkeiten und genauso unglaubliche Herausforderungen. Wir haben nach Orten mit einer dramatischen Ausdruckskraft gesucht. Es ist keine fantastische Welt, es ist kein Kostümdrama, jeder Ort, an den wir kommen, muss glaubwürdig sein.”
Chambliss war verantwortlich dafür, die monumentale Festung in einen Vatikan-Innenhof verwandeln. „Die Szene zeigt eine Party für 300 Leute in einer gigantischen Rotunde. Das Geschehen musste Fleisch und Biss haben, damit es sich nicht in der mächtigen Architektur verliert. Wir haben viele private und öffentliche Vatikan-Zeremonien angeschaut und recherchiert. Und wie sich heraus stellte, gibt es keine fest stehenden Farbtöne für die Feierlichkeiten. Also haben wir dutzende riesige päpstliche Banner für die Szene fabriziert.”
Von dort aus zog die Produktion nach Shanghai. Von Anfang an hatte sich Abrams eine Sequenz im fernen Osten vorgestellt. Und nachdem sie Japan besucht hatten, unternahmen die Filmemacher eine Reise nach China und fanden einen weltweit einzigartigen Schauplatz. Die Produktion der Dreharbeiten in China fanden mit Unterstützung der China Film Co-Production Corporation und der Fourth Production Company China Film Group Corporation statt.
„Shanghai ist eine futuristische, Sciencefiction-ähnliche Stadt”, sagt Abrams. „Außerdem ist es eine Stadt, in der man den Preis der Expansion sehr deutlich sieht. Alte Gemeinden werden ausradiert, um dort riesige Büro-Monolithen zu bauen. Ein faszinierender Kontrast – das Historische, Alte als Gegensatz zum Brandneuen und dem, was als Nächstes kommt.”
„Shanghai war erstaunlich”, fügt Chambliss hinzu. „Auch wenn vielen Leuten ihre angestammte Heimat genommen wird, gibt es dort einen unglaublichen Optimismus und enorme Energie. Ich denke, man sieht sich dort als Teil einer Stadt und eines Landes der Zukunft.”
In der Nähe von Shanghai fanden die Filmemacher zudem viele Fischerdörfer, in denen die Menschen immer noch so leben wie in den letzten Jahrhunderten. Ein faszinierender Gegensatz. Und aus diesem Grund entschlossen sich die Autoren auch, diesen Teil des Landes im Film aufzunehmen.”
„Unsere Location Manager und Ausstatter fanden eine Handvoll Städte außerhalb von Shanghai. Und Xitang war von ihrem Look die ungewöhnlichste für einen amerikanischen Film. Ich hatte so etwas noch nie zuvor gesehen”, sagt Abrams.
Xitang ist ein altes Fischerdorf, ungefähr 2 Stunden Fahrt von Shanghai entfernt. Es ist nahezu 1000 Jahre alt und stolz auf ein 700 Jahre altes Restaurant im Dorfkern. „Xitang ist der Schauplatz am Ende des Filmes”, erklärt Abrams. „Wir wollten das historische Dorf als Hintergrund für einen emotionalen Abschluss verwenden.” Die Dreharbeiten in den Vereinigten Staaten waren schließlich gleich in doppelter Hinsicht eine Heimkehr für Abrams. Bei den Gesprächen über die Entwürfe zu Ethan Hunts Haus, bat Abrams Chambliss, den Set so ähnlich wie sein eigenes Haus zu gestalten. „Das hat es einfach für mich gemacht”, erinnert sich Chambliss. „Ich habe ganz einfach J.J.s Frau Katie angerufen und sie gefragt, ob ich mal vorbeikommen und ein paar Bilder machen kann.”
Und laut Michelle Monaghan war Abrams selber überrascht davon, wie sehr der Set am Ende seinem eigenen Haus glich. „J.J. ist fast ausgeflippt”, sagt sie. „Er ging so durch den Set und auf einmal hörte man: ‚Hey, das ist ja mein Badezimmer!’ Es war ziemlich witzig.”