Abenteuer,
Komödie,
Fantasy
| Großbritannien / USA 2005
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| Die Musik
Der bereits mehrfach für den Oscar und den Grammy nominierte Komponist/Musiker Danny Elfman schrieb die unverwechselbare Musik des Films und lieferte auch die Vorlagen zu vier speziellen Songs, die Roald Dahls Umpa Lumpas schmettern.
„Charlie und die Schokoladenfabrik“ ist zwar kein Musical (außer den Umpa Lumpas singt niemand), aber dennoch gibt es vier Szenen, in denen die Umpa Lumpas mit einem Lied auf den Lippen an das traurige Schicksal der ungezogenen Kinder auf dem Rundgang durch die Fabrik erinnern. Den gesamten Umpa-Lumpa-Chor singt Elfman persönlich – er war früher der Leadsänger von Oingo Boingo. Die Texte stammen aus Dahls Buch, und Elfman stellte sich stilistisch auf jedes der Kinder – Violetta, Augustus, Veruschka und Micky – ein. Die Lieder belegen, dass schlechtes Betragen ernsthafte Konsequenzen nach sich zieht, und somit dienen sie als moralische Lektion.
„Ich hatte den Ehrgeiz, jedem Kind durch ein individuelles Lied gerecht zu werden – alle vier Songs sind völlig unterschiedlich aufgebaut“, sagt Elfman. „Bei Augustus Glupsch orientierte ich mich am bombastischen Blechbläser-Sound der Bollywood-Filme. Bei der Kaugummi-Kauerin Violetta besann ich mich auf eine Retro-Funk-Stimmung der 70er-Jahre. Für Micky Schießer brauchte ich etwas, das seiner hyperaktiven Hektik entspricht – typischerweise kann er sich nie lange konzentrieren, er ist ein Rock-Kid, ein Videogame-Freak. Weil Veruschka im Müllschlucker landet und im Text von Fischköpfen und Ähnlichem die Rede ist, schlug Tim vor, einen ausgesprochen sanften Sound dagegen zu setzen, also verwenden wir dabei eine Art Hippie/Happy Love/psychedelischen Klang im Stil der 60er-Jahre.“
Bei den Songtexten hielt sich Elfman genau an die Buchvorlage. „Ich wollte Dahls Lyrik so exakt wie möglich übernehmen. Im Buch ist sie mehr ein ausführlicher Sprechgesang, es handelt sich nicht um Songs im eigentlichen Sinn, aber die Verse werden bereits von einem wunderbaren Rhythmus geprägt. Am Schluss musste ich eine Menge hin- und herschieben, aber zu 95 Prozent bleibe ich dem Original treu, nur hier und da haben wir etwas justiert.“
Die kreative Zusammenarbeit zwischen Tim Burton und dem vielseitig begabten Elfman zählt zu den längsten und erfolgreichsten Regisseur/Komponist-Partnerschaften in der Branche. Sie begann bereits mit Burtons Filmdebüt „Pee-Wee’s Big Adventure“ (Pee-wees irre Abenteuer) und dauert nun schon 20 Jahre. Gemeinsam gestalteten sie „Batman“ (Batman), „Beetlejuice“ (Beetlejuice), „Edward Scissorhands“ (Edward mit den Scherenhänden), „The Nightmare Before Christmas“ (The Nightmare Before Christmas) und „Sleepy Hollow“ (Sleepy Hollow – Köpfe werden rollen). Siebenmal war Elfman für den Grammy nominiert, viermal für Burtons Filme: „Batman“, „Edward mit den Scherenhänden“, „Planet of the Apes“ (Planet der Affen) und „Big Fish“ (Big Fish). „Big Fish“ (2003) brachte Elfman die aktuellste seiner drei Oscar-Nominierungen ein.
Für Burton „war Dannys Musik immer eine Richtschnur, ein Hilfsmittel, um die verschiedenen Elemente der Story zu definieren und zusammenzuhalten. Man kann sagen, dass er ein weiterer Darsteller des Films ist.“
„Wunderbar bei der Arbeit mit Tim ist, dass er mich immer wieder vom Kurs abbringt und neue Musikstile vorschlägt, auf die ich nicht gefasst bin. Wir haben inzwischen oft genug zusammengearbeitet – ich weiß also, dass ich jede Menge verrückter Sachen machen kann, ohne ihn vor den Kopf zu stoßen“, sagt Elfman. „Andersherum hat er mich mit seinen Ideen auch so oft in Richtungen geführt, die mir selbst nicht eingefallen wären und bis heute zu meinen Favoriten zählen. Besonders bei einem bestimmten Song für ,Charlie‘ haben Tim und ich sehr eng zusammengearbeitet, und ich muss wirklich sagen: Ich kann mich nicht erinnern, wann meine Arbeit jemals mehr Spaß gebracht hat. Das war wahrhaftig traumhaft überkandidelt!“