„Ein Höllentrip” schrieb das amerikanische Fachblatt Computer Gaming World, als eine kleine Firma aus Mesquite, Texas namens id Software am 10. Dezember 1993 ¬ihr neues bahnbrechendes Spiel „DOOM“ auf die Welt losließ. Als technisch überwältigendes Meisterwerk mit einer explosiven Mischung aus nervenzerreißender Action und unbeschreiblichem Grauen leitete „DOOM“ in der Branche der Videospiele einen Paradigmenwechsel ein: Die so genannte ‚Ego-Shooter’-Perspektive, durch die der User durch die Augen eines Spielcharakters die virtuelle Welt am Bildschirm erkundet und Feinde vernichtet, war geboren. „DOOM“ führte weitere Neuerungen ein: Das Spielen mit mehreren Usern über Netzwerke, File Shareware, also kostenlose Downloads von Demo-Leveln des Spiels, sowie ein System, das den User ermutigt, ein Level zu modifizieren und eigene zu kreieren. Mit millionenfach verkauften Spielen, Shareware-Downloads im siebenstelligen Bereich, unzähligen Preisen und Kritikerauszeichnungen ist „DOOM“ zu einem der beliebtesten PC-Spiele aller Zeiten geworden. Im Oktober 1994 stellte id Software die Fortsetzung „DOOM II: Hell on Earth“ vor, gefolgt von „Final DOOM“. Mit „Ultimate DOOM“ kam das erste im Einzelhandel erhältliche „DOOM“-Spiel heraus.
Die Entwicklung von „DOOM 3“ begann im Jahre 2000. Vier Jahre später, im August 2004, wurde das Spiel der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit einem revolutionären Grafikmodul (Grafik-Engine) und intensiven atmosphärischen Bildern übersteigerte es die „DOOM“-Erfahrungen der Spieler mit einem noch höheren Spannungslevel. In nur fünf Monaten verkaufte sich „DOOM 3“ für den PC mehr als eine Million Mal. Eine Microsoft Xbox-Version und das PC-Erweiterungspaket „Resurrection of Evil“ folgten wenig später. Als spannendes Science-Fiction-Horror-Action-Abenteuer macht dieses revolutionäre Spiel nun den Sprung vom Computermonitor auf die große Kinoleinwand.
Die Produzenten Lorenzo di Bonaventura und John Wells sind selbst leidenschaftliche Spieler und natürlich zwei ausgesprochene „DOOM“-Fans. Sie wollten ein einzigartiges Kino-Erlebnis schaffen, das der Atmosphäre und dem Geist des Spiels gerecht wird. „Für uns war es extrem wichtig, dem Wesen und dem Kern des Spiels treu zu bleiben“, sagt di Bonaventura. „Aber die eigentliche Herausforderung war es, eine Story zu entwickeln, die auch Nicht-Spieler mögen würden.“
„Das Spiel selbst ist sehr filmisch aufgebaut und geradezu unheimlich“, kommentiert Wells. „Man betritt diese Welt in der Rolle eines Helden und verfolgt mit seinen eigenen Augen das Geschehen. Man läuft düstere Flure entlang und hinter allen Ecken lauern Dämonen, die dich jede Sekunde angreifen könnten. Wenn man ‚DOOM’ am PC spielt, sollte man besser die Lichter dämmen und die Vorhänge schließen, um das richtige Gefühl zu bekommen, sich fast zu Tode zu fürchten. Wir beide, Lorenzo und ich, dachten, dies ließe sich hervorragend in einem Film umsetzen.“
Um das echte „DOOM“-Gefühl zu erzeugen, brachten di Bonaventura und Wells eine Gruppe von Leuten zusammen, um die Spielwelt so real wie möglich zum Leben zu erwecken. Also holten sie sich sofort den Geschäftsführer von id Software, Todd Hollenshead, und die Erfinder des Spiels, John Carmack, Kevin Cloud und Tim Willits, an ihre Seite. „Id Software sollte die Führung übernehmen”, erinnert sich di Bonaventura.
„Es ging uns allerdings nicht darum, dass der Film genau unserer Story entsprechen müsste“, fügt Hollenshead hinzu. „Wir wollten neue Elemente hinzufügen, die für die Fans interessant und aufregend sein sollten. Wir wollten sie überraschen, und das ganz im Stil des Videospiels.“