Für die Handhabung der zahlreichen Waffen im Film arbeitete McAdams sehr eng mit Produktionsdesigner Stephen Scott, Waffenmeister Richard Hooper und Requisiteur Ray Perry zusammen. In seinen Konzeptzeichnungen änderte Hooper existierende Waffen um und ließ sich davon leiten, dass der Film irgendwann in der Zukunft spielt. Die Waffen mussten für alle im Film gezeigten Zwecke und Absichten voll funktionstüchtig sein, um vor der Kamera zum Einsatz kommen zu können. Das Ziel war es, „einige der stärksten Waffen zu kreieren, die jemals hergestellt wurden“, sagt Produktionsdesigner Scott.
Zudem sollte jedes Teammitglied durch seine Waffen identifizierbar sein. „Man lernt die Charaktere über ihre Waffen kennen. Daher haben wir versucht, für jeden eine einzigartige Waffe zu entwickeln“, fügt Hooper hinzu.
Ganz im Sinne der „DOOM“-Serie sind die Waffen der Darsteller originalgetreu. Reaper besitzt eine Standartkampfwaffe mit einem äußeren Schutzmantel. Sarge trägt eine größere Pistole, und Destroyer hat von allen die größte Waffe: Eine Chain Gun, bei der die Munition durch eine Patronentasche auf dem Rücken nachgeladen wird. Goat ist mit einer Pump-Action-Shotgun bewaffnet. Duke und Portman kämpfen mit Plasma-Guns, die mit starken Lampen und Kameras ausgerüstet sind, und The Kid hat ein tragbares Maschinengewehr.
„Die meisten Schauspieler haben ihre Waffen sogar in den Pausen mit sich herumgetragen“, erinnert sich Hooper. „Sie hielten sie in der Hand oder warfen sie über die Schulter. Das Gewicht der Waffe hatten sie scheinbar völlig vergessen. Die Waffen wurden zu einem Teil von ihnen.“ Oft blieben die Schauspieler noch nach Drehende am Set, um die zuvor verschossenen Patronenhülsen einzusammeln.
Zwischen Hooper und McAdams war Waffensicherheit immer ein großes Thema, und auch die Schauspieler waren sich der Gefahr durch die abgefeuerten Platzpatronen durchaus bewusst. „Wir haben sicher gestellt, dass jeder so gut wie nur möglich geschützt ist, und das jeder richtig zielt und sein Ziel wirklich trifft“, erläutert Hooper. Im Laufe des Films kommt Sarge mit der Destroyers Chain Gun und der Bio-Force Gun (BFG) in den Besitz zweier weiterer Waffen. Die Chain Gun war für Johnson bei weitem die lauteste und eindrucksvollste Waffe. „Wenn man das Ding abfeuert, gibt dir das ein unglaubliches Gefühl von Macht. Selbst wenn 50 Zombies auf dich zukommen“, sagt er.
Ein Markenzeichen des Spiels durfte in der Kinoversion von „DOOM“ auf keinen Fall fehlen: Die BFG war ein Element, das man einfach übernehmen musste. „So wie im Spiel schwebt sie auch hier quasi in der Luft. Als Sarge sie das erste Mal in die Hand nimmt, kriegt er nichts als jede Menge ‚Ohs----’ aus ihr heraus“, lacht Johnson. Die ersten Entwürfe für die BFG waren zu sperrig und schwer, um sie wirklich als Schusswaffe gebrauchen zu können. Also überlegten sich Hooper und Jon Farhat, der Leiter der Abteilung für visuelle Effekte, etwas, das durch digitale Effekte optisch überzeugen würde. „Die BFG ist im Waffenlager des Planeten der ‚Heilige Gral’ unter den Gewehren“, erörtert Hooper.