In dem Spiel „DOOM“ gibt es eine ganze Reihe von Imps, Zombies, Dämonen und anderen Ungeheuern, die digital von den id Software-Kreativen John Carmack, Kevin Cloud, Tim Willits, Kenneth Scott und weiteren Designern zum Leben erweckt wurden. Für den Film wollten Regisseur Bartkowiak und die Produzenten di Bonaventura und Wells genau die gleichen Bestien. Diesmal jedoch nicht digital, sondern real und damit greifbar. „Mit den Mitteln, die wir zur Verfügung hatten, wollten wir noch etwas weiter gehen und sie noch differenzierter als im Spiel gestalten“, kommentiert di Bonaventura. Zur Lösung dieses Problems wandten sie sich an das Stan Winston Studio, das schon früher legendäre Kino-Monster geschaffen hatte, wie etwa die fremdartigen Biester aus „Aliens – Die Rückkehr“,den Jäger aus „Predator“ oder den unaufhaltsamen „Terminator“.
Damit die Kreaturen im Film denen im Spiel wirklich ähnlich sehen, schickte das Team von id Software ihre so genannten High-Poly- und Matte-Modelle von den verschiedenen Dämonen, wie zum Beispiel den Hell Knights, den Pinky Demon und den Imps, an John Rosengrant, Leiter der Special Make-up-Effekte, und Jon Farhat, Leiter der Visuellen Effekte. Für die wichtigsten Höllenwesen engagierte das Stan Winston Studio gleich zwei Riesen: Den 1,93 Meter großen Doug Jones und Brian Steele mit einer Größe von 1,98 Meter. Jones, der schon den Fischmann Abe Sapien in „Hellboy“ spielte, erinnert sich: „Ich sah die Zeichnungen von den Monstern aus dem Spiel. Das sind Kreaturen mit stacheligen Schultern, die Feuerbälle werfen und Wände hochklettern können. Ich dachte: ‚Oh ja, das kann ich.’“ Jones trainierte zudem die Tänzer, die Bartkowiak aus Prag mitgebracht hatte, um sie in den Massenszenen als Zombies auftreten zu lassen.
Jones trug bereits in früheren Filmen Körpermodelle, und nachdem er seinen Vertrag unterschrieben hatte, begann Rosengrant mit seinem Team Latex-Bodysuits für die verschiedenen Kreaturen zu entwickeln, die Jones verkörpern sollte. „Ich spiele alle Imps in diesem Film“, sagt er. „Ich sterbe vier Mal, jedes Mal auf eine andere Art.“ Für Szenen, in denen ein Dämon durch Kugeln getötet wird, stattete Kit West, der Verantwortliche für die Spezialeffekte, die Bodysuits mit explosiven Anzündinitiatoren aus. Der Schauspieler wurde vor den Kugeln durch einen dicken Körperpanzer geschützt. Die pyrotechnischen Frösche, die Klauen und alle anderen mit Servomotoren betriebenen Teile, die auf dem äußeren Panzer der Kreaturen angebracht wurden, standen am Set alle unter der Kontrolle von Rosengrants Technikern. „Diese Monster sind der absolute Hammer“, freut sich Johnson. „Sie sehen mit ihrer bloßen Masse und ihrem Gewicht großartig aus. Die haben’s voll drauf.“
Dazu Pike: „So wie sie aussehen und sich bewegen, wirken sie unheimlich real und jagen einem echt Angst ein. Es ist, als wäre man selbst in einem Videospiel.“ Ben Daniels beschreibt die Szene, in der ein Imp seine Zähne in ihm vergräbt, als „total monströs. Der Motor in seinen Klauen ist echt stark, und seine Zähne sind aus dem gleichen Material wie bei echtem Zahnersatz. Ich hatte wochenlang Alpträume!“