Die ausgedehnten Kampfszenen mit den Dämonen erforderten die Zusammenarbeit der verschiedenen Abteilungen. Angefangen bei Wests Team für Spezialeffekte über Rosengrants Crew für Make-up-Effekte bis zu den Schauspielern selbst. Diese Kämpfe zu choreografieren, fiel in die Hände von Hongkongs Kampfexperten Dion Lam, der sein Talent bereits in vielen Filmen wie die drei „Matrix“-Abenteuer unter Beweis stellen konnte. Lam machte sich mit den Stärken und Schwächen der Schauspieler vertraut und besichtigte die Drehorte, an denen die Kämpfe stattfinden würden, um jedem Kampf situationsspezifische Elemente hinzuzufügen. Anschließend erarbeitete er für jede Szene ein Storyboard und spielte sie erst einmal selbst mit seinen Leuten durch.
Die Mammutschlacht zwischen Destroyer (DeObia Oparei) und dem Hell Knight, einem gewaltigen Dämon, mit dem er in einer elektrisch geladenen Gefängniszelle aus Metall eingeschlossen ist, bildet die Eröffnungsszene, für die Lam erstmals einen Kampf mit einem Kämpfer im Bodysuit choreografieren musste. „Ich habe den Kampf zwischen den beiden so gestaltet, dass der eine über gewaltige Kräfte verfügt, während der andere nur ein Mensch ist“, sagt Lam. „Destroyer wird mit einer enormen Kreatur konfrontiert, die es nur darauf abgesehen hat, ihn zu töten. Ein linker Hacken, ein Tritt und schon liegt der Gegner am Boden...nein, das würde nicht funktionieren. Also…muss er sich was einfallen lassen.”
Zusammen mit West und dem Regisseur setzte Lam am Set genau fest, wie der Kampf ablaufen würde. „Jedes Mal, wenn einer der Kämpfer gegen den Zaun gestoßen wird, bekommt er einen Elektroschock“, erklärt West, der für die Spezialeffekte zuständig war. West kleidete sein Team in schwarze Kostüme vor schwarzem Hintergrund und befestigte Schweißstäbe an den Enden von Stöcken, die jedes Mal in alle Richtungen Funken versprühten, wenn ein Körper gegen die Wand prallte. „Das war ein ziemlich brutales Gemetzel“, erinnert er sich.
Lams zweite große Kampfszene war die zwischen Sarge und John, die beide am Ende des Films körperlich gestärkt sind. „Dwayne Johnson ist ein großer Kerl“, erklärt Lam. „Dafür ist Karl stark und schnell. Beide sind clevere Marines mit militärischem Hintergrund, und das beinhaltet ein gewisses Training in Kampfkunst.“ Um ihre im Verlauf des Films zunehmende Stärke darzustellen, befestigte Lam Drähte an den Schauspielern, damit sie hohe Sprünge und tiefe Fälle ausführen konnten. Trotz diverser Science-Fiction-Elemente sollte der Film dennoch realitätsnah bleiben. Daher wollte er weiteres Kabelwerk vermeiden, das üblicherweise für Martial-Arts-Filme gebraucht wird.
Jon Farhat, der die Visuellen Effekte überwachte, entwickelte mit seinem Team die technischen Arbeiten von West und Rosengrant weiter. So wurden zusätzliche futuristische Elemente geschaffen wie etwa der Transport des Teams durch das Arc Chamber-Wurmloch und Pinkys digitaler Rollstuhl. Dexter Fletcher, der im Film Pinky spielt, flog bereits in der Vorbereitungsphase nach Prag, um mit einem speziellen Rollstuhl ausgestattet zu werden. Später wurde dieser Rollstuhl durch ein digitales Modell ersetzt, damit es so aussehen würde, als wäre er an seinem Körper angeschweißt.