Mittwoch | 30. Mai 2012 | 20:01 Uhr
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    Komödie, Musical, Romanze | USA 2007
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      • | Hintergrund: Hochzeitsbräuche

      • Hochzeitsbräuche sind in allen Ländern der Welt verbreitet. In Deutschland haben sich verschiedene Bräuche noch aus vorchristlicher Zeit bis in die Gegenwart gehalten. Früher hatten sie die Aufgabe, Unglück und böse Geister von dem Hochzeitspaar fernzuhalten. Sie standen für die Fruchtbarkeit in der Ehe, Geldsegen, endlose Liebe, Aufnahme in die Familie und vieles mehr. Heutzutage sind Hochzeitsbräuche eine nette Tradition, auf die viele nicht verzichten möchten. Ob Reiswerfen, Blumenkinder, der Polterabend oder der Brautstrauß: Auf vielfältige Art und Weise tragen Bräuche heute zur Unterhaltung der Hochzeitsgesellschaft bei.


        Sägen

        In vielen Teilen Deutschlands zersägt das Brautpaar gemeinsam einen Holzstamm. Für dieses Ritual wird eine Schrotsäge verwendet, bei der Braut und Bräutigam am jeweils gegenüberliegenden Ende der Säge anfassen und unter wechselseitigem Ziehen den Stamm möglichst schnell zersägen. Dieser Brauch steht für die gemeinsame gleichberechtigte Arbeit, die das Brautpaar in der Ehe versuchen möchte. Im wechselseitigen Ziehen und Ziehenlassen wird die essenzielle Balance von Reden und Zuhören, von Initiative und Seinlassen und die notwendige Aufmerksamkeit für die jeweiligen Bedürfnisse des Partners symbolisiert.


        Polterabend

        Als einer der ältesten Bräuche, der vermutlich noch aus vorchristlichen Zeiten stammt, ist der Polterabend noch heute besonders beliebt. Am Vorabend der Trauung treffen sich Freunde und Familien des Brautpaars, um den letzten Abend des Brautpaares vor der Ehe zu feiern. Jeder Gast bringt Steingut und Porzellan mit, das an diesem Abend zerschlagen wird. Dadurch sollen böse Geister vertrieben werden. Keinesfalls darf Glas zerschlagen werden, da dies als Unglück gilt. Die Scherben müssen vom künftigen Brautpaar gemeinsam zusammengekehrt werden. Dadurch zeigen Braut und Bräutigam ihren Willen zur Gemeinsamkeit in der Ehe.


        Brautstrauß und Brautstraußwerfen

        Der Brauch des Brautstraußes stammt aus der Zeit der Renaissance, in der man es mit der Körperhygiene nicht so genau nahm. Deshalb wurden damals besonders intensiv duftende Brautsträuße gebunden, die vor allem zur Übertönung unangenehmer Körpergerüche dienten. Heute ist der Brautstrauß ein Accessoire, das vor allem einen optischen Wert als Brautschmuck hat. Nach alter Tradition ist der Bräutigam für die Beschaffung des Brautstraußes verantwortlich. Vor oder in der Kirche überreicht er diesen seiner Braut. Zum Ende der Feier findet das Brautstraußwerfen statt. Dabei versammeln sich alle unverheirateten Frauen hinter der Braut. Diese wirft den Brautstrauß blind in die Menge. Wer den Strauß fängt, soll die nächste Braut werden.


        Reiswerfen

        Wenn das Brautpaar nach der Trauung aus der Kirche oder dem Standesamt kommt, wird es von der draußen wartenden Hochzeitsgesellschaft mit Reis beworfen. Damit bekunden alle Gäste den Wunsch nach einer fruchtbaren und kinderreichen Ehe. Heute wird der Reis häufig durch helles Vogelfutter oder Getreide ersetzt, weil man glaubt, dass der ungekochte Reis im Magen von Vögeln aufquellen würde. Es hat sich jedoch bereits erwiesen, dass dies ein Irrglaube ist.


        Blumenkinder

        Auf vielen Hochzeiten bereiten Kleinkinder den Weg des Brautpaares in und aus der Kirche, indem sie Blüten und Blütenblätter verstreuen. Dies ist ein alter heidnischer Brauch: Früher glaubte man, dass der Duft der Blumen Fruchtbarkeitsgöttinnen anlocken würde, die dem Brautpaar reichlich Nachwuchs bescheren.


        Altes, Neues, Geliehenes, Blaues

        Nach einem Alten Brauch sollte eine Braut am Tag der Hochzeit vier Dinge mit sich tragen: Etwas Altes, z.B. ein altes Familienschmuckstück, das für den Lebensabschnitt als ledige Frau steht. Etwas Neues, meist der Ehering, der das vor ihr liegende Leben als verheiratete Frau bezeichnet. Etwas Geliehenes, z. B. eine Halskette, dies soll als Zeichen der Freundschaft dienen. Und etwas Blaues, z. B. ein Strumpfband, als Sinnbild für die Treue.

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