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  • The Da Vinci Code - Sakrileg

    Thriller, Drama, Mystery | USA 2006
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      • | Die Geschichte

      • Die Tempelritter

        Der Templerorden wurde 1118 gegründet, nachdem das Kreuzritter-Heer die heilige Stadt Jerusalem während des Ersten Kreuzzugs zurück erobert hatten (sie war 614 n. Chr. von Kalif Omar eingenommen worden). Das neue Königreich Jerusalem wurde von König Balduin I. (gekrönt 1100) regiert. Seine Ritter, unter Führung des französischen Edelmanns Hugo von Payens, hatten ihr Quartier in einem Festungstrakt in der ehemaligen Al-Aqsa-Moschee, wo einst der Tempel König Salomos stand. Schon bald wurden sie bekannt als die Tempelritter oder Templer. Der militärische Mönchsorden wurde ins Leben gerufen, um die zahllosen christlichen Pilger auf ihrer Wallfahrt ins Heilige Land vor Übergriffen zu schützen. Die Templer legten ein Keuschheitsgelübde ab und entsagten allem Besitz. Ihr Wappen war ein rotes Kreuz auf ihrem weißen Waffenrock. Jene Soldaten, die nicht dem Adelsstand angehörten, trugen Rot auf Schwarz.

        Der mächtige Abt Bernhard von Clairvaux, einer der mächtigsten Kleriker seiner Zeit (Gründer des Zisterzienser-Ordens und später als Sankt Bernhard heilig gesprochen), setzte sich massiv für die Templer ein. 1128 wurde der Orden beim Konzil in Troyes offiziell von der Kirche anerkannt. Man vermutet, dass Bernhard von Clairvaux maßgeblich an der Festlegung der Ordensregeln beteiligt war, in denen die Templer ausschließlich dem Papst die Treue schworen.

        Der Ritterorden weitete sein Mandat bald vom Schutz der Pilger auf Kriegseinsätze im Namen des Heiligen Königreichs Jerusalems aus. Und verlegte sich auf lukrative Bankgeschäfte, d.h die Templer betrieben Pfandleihen (Pilger beliehen ihre Besitztümer, um ihre Reise zu finanzieren), erhoben Steuern und trieben den Zehnten ein. Sie häuften Vermögen und Ländereien an und provozierten damit die Missgunst der politischen Herrscher, die die Templer nie ganz kontrollieren konnten. Der Grundbesitz der Templer dehnte sich inzwischen über ganz Europa aus, sie besaßen Burgen im Heiligen Land und auf Zypern – und ihr Wissen und ihre Erfahrung ließen sie zwangsläufig in der Politik mitmischen. Sie waren die Vorläufer des modernen, professionellen Militärs. Eine ergebene, gut ausgebildete und disziplinierte Institution, die auf individuelle Heldentaten verzichtete, im Namen eines höheren Zieles.

        Die erbittertsten Gegner der Templer waren die Johanniter. Der Orden, 1070 zum Wohl der Pilger und Armen gegründet, entwickelte sich ebenfalls schnell zu einem Militärorden mit großem Einfluss und Reichtum. Die Weigerung der beiden einflussreichsten Orden zusammen zu arbeiten und die wachsende Verschuldung sorgte bei Europas Regenten für Beunruhigung. Die Johanniter setzten ihre wohltätigen Aktivitäten fort – und lenkten damit den Zorn auf die Templer, was letztendlich zur Zerstörung des Ordens führte.

        Am 13. Oktober 1307, einem Freitag (wahrscheinlich der Ursprung des Aberglaubens, Freitag, der 13., sei ein Unglückstag), gab König Philipp IV. von Frankreich Befehl, alle Templer zu verhaften und ihren gesamten Besitz zu beschlagnahmen. Unter Folter gestanden die Gefangenen Akte der Ketzerei und Perversionen. Trotz Bemühungen, den Orden zu retten – vereinzelte Mitglieder wurden freigesprochen – war das Ende besiegelt. 1314 wurde Jacques de Molay, der letzte Großmeister der Templer, auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Das Ende der Tempelritter nach 200 Jahren.

        Die Prieuré de Sion

        In seinem Roman SAKRILEG behauptet Autor Dan Brown, dass dieser Geheimbund tatsächlich existiert, angeblich gegründet 1099. Eine Dokumentensammlung in der Pariser Nationalbibliothek soll belegen, dass ihr berühmte Persönlichkeiten aus Literatur, Kunst und Naturwissenschaft angehörten. Die Dossiers wurden jedoch als clevere Fälschung enttarnt. Urheber war ein gewisser Pierre Plantard, der die Prieuré 1956 zusammen mit drei Freunden „gründete“. Er selbst wurde 1981 zum Großmeister der Bruderschaft gewählt.

        Die gefälschten Dokumente und Manuskripte, die als „Dossiers sécrets“ bekannt sind, besagen hingegen, dass die Geheimorganisation 1099 durch Gottfried von Bouillon gegründet wurde; er führte den ersten Kreuzzug nach Jerusalem an und wurde zum ersten Herrscher über das zurück eroberte Heilige Land. Außerdem wird der Prieuré darin auch die Gründung des Templerordens zugeschrieben – der sich jedoch einige hundert Jahre später von der Prieuré lossagte.

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