Allgemeines
- Die Crew der Produktion bestand aus 250 Mitarbeitern.
- Von der Entwicklung bis zum fertigen Film dauerte es fünf Jahre. Die Dreharbeiten dauerten 18 Monate.
- Im Studio gab es 30 Sets und zwei Test-Kulissen, in denen immer gleichzeitig gedreht wurde.
- In der heißen Phase der Produktion entstanden 100 Sekunden Film pro Woche. (Ein Film hat 24 Bilder pro Sekunde. Ein Film von 80 Minuten hat die Länge von 2200 Metern. Damit sind 115.200 einzelne Bilder zu füllen.)
- Im Durchschnitt schafft ein einzelner Animator 5 Sekunden Film pro Woche
- Die größte Kulisse war 22x12 Meter, die kleinste war 3x2 Meter groß.
- Auf dem Set kamen 150 walkie-talkies zum Einsatz auf denen über 10.000 Gespräche geführt wurden.
- Pro Monat wurden 44 Pfund Klebstoff verbraucht.
- Die Strecke, die beide Regisseure täglich im Studio zurücklegten, lag bei 8 Kilometer.
- Die Crew verbrauchte 500 Liter Wasser pro Woche.
Die Story und die Figuren
- Nick Park und Steve Box begannen mit der Entwicklung im Jahr 2000.
- Die Figur des Victor Quartermaine hieß ursprünglich Tristrum und war als Sohn von Gräfin Tottington vorgesehen.
- Im Laufe der Designentwicklung wurde das Aussehen von Gräfin Tottington 40mal verändert.
- Gräfin Campanula Tottington verdankt ihren Vornamen Nick Parks Lieblingsblume, der Campanula (=Glockenblume).
- Victors Hund Philip war ursprünglich ein Vorstehhund, später wurde daraus eine Bulldogge, eine traditionelle britische Hunderasse.
- Police Constable Mackintosh (PC Mac, wie er im Film genannt wird), verdankt seinen Namen der Computerwelt.
- Die meisten Figuren verdanken ihre Namen der Pflanzenwelt: Herr und Frau Rindenmulch, Herr Buchsbaum, Frau Staude.
- In der Stadt hängen Filmplakate für "Carrot on a Hot Tin Roof" (eine Referenz an die Verfilmung des Tennessee Williams-Stücks "Cat on a Hot Tin Roof")
- Ein anderes Filmplakat wirbt für "Spartichoke" (eine Referenz an Stanley Kubricks Klassiker "Spartacus" von 1960.
- Der Friseur in der Stadt heißt "Close Shave" (eine Referenz an den Titel von Nick Parks Oscar(c)-Gewinner, den dritten Kurzfilm von Wallace & Gromit.
- Wenn das Riesenkaninchen den Vikar in der Kirche bedroht, erinnert diese Szene bewusst an "American Werewolf" von John Landis von 1981.
- Auf dem Jahrmarkt wirbt ein Würstchenstand mit "Hot Dogs, and Cats and Burgers" - eine liebevolle Verneigung an den Studiochef von DreamWorks Animation, Jeffrey Katzenberg.
Die Modelle und Kulissen
- In der Abteilung Modellbau arbeiteten 40 Künstler.
- Die Modelle wurden aus einer speziellen Plastilin-Mischung geformt, dem "Aard Mix".
- Für den Film wurden 2,8 Tonnen (!) Plastilin verbraucht.
- Es wurden 42 verschiedene Farbtöne von Plastilin im Film verwendet.
- Für Wallace wurden jede Woche 15 Paare neuer Hände hergestellt.
- Für den Film wurden über 500 Kaninchen hergestellt.
- Im Durchschnitt bekam jede Figur alle zwei Monate ein neues Paar Augen.
- Von Gromit wurden 43 verschiedene Doppelgänger benötigt.
- Von Wallace gab es 35 Versionen.
- Von Gräfin Tottington gab es 15 Versionen in vier verschiedenen Kostümen.
- Von Victor gab es 16 Versionen in verschiedener Bekleidung.
- Für die Hauptfiguren wurden verschiedene Mundversionen benötigt, bei Wallace waren es 12, bei Gräfin Tottington waren es 14, bei Victor waren es 20 solcher Münder.
- Alle Tapeten wurden vollständig von Hand gemalt.
- Die Bauzeit von Tottington Hall dauerte acht Wochen, die Planung mehrere Monate. Als Vorlage diente das denkmalgeschützte Montacute House in Somerset.
- Im Dachgarten von Gräfin Tottington wachsen Pflanzen, die üblicherweise in England nicht gedeihen. Darunter Melonen, Feigen, Trauben, Paprika und Zitronen.
- Um die Gärten zu füllen, wurden über 700 Stück verschiedenster Gemüse aus Knet geformt.
- Für die Gemüseproduktion wurden zudem 880 Pfund Gips verwendet.
- Für den Lieferwagen von "Anti-Pesto" wurden mehrere Modelle gebaut, von denen jedes einzelne mehr gekostet hat als der originale Austin A35.
- Der Lieferwagen verfügt über funktionsfähige Federung, Scheinwerfer, Türen und Fenster.
- Der Lieferwagen hat eine Strecke von 0,8 Kilometer zurückgelegt.
- Für die Soundeffekte von Motor, Türen und Scheibenwischern wurde ein echter Austin A35 verwendet.
- Zu Ehren des Films hat der britische Austin Fan Club einen Austin A35 nach Vorlage des "Anti-Pesto"-Lieferwagens als Replikat nachgebildet. Der Wagen ist auf Tour durch Großbritannien und trägt das Kennzeichen HOP 2 IT.
- Zufällig war Nick Park einmal Besitzer eines Austin A35 Lieferwagens.
- Das Gewächshaus von Gromit besteht aus echtem Glas.
- Für die verschiedenen Kulissen wurden 800 Meter Gartenzaun benötigt.
- Die Galerie der Kunden-Gemälde im Wohnhaus von Wallace besteht aus 50 Portraits.
Die Animatoren
- Insgesamt arbeiteten 30 Animatoren für das Projekt. Davon waren 19 verantwortliche Animatoren und 11 Assistenten. Die Künstler kamen aus aller Welt, neben England waren Finnland, Frankreich, Schottland, Portugal, Spanien, Südafrika, Australien und Dänemark vertreten.
- Pro Woche wurden 1000 Babytücher verbraucht, um die Modelle zu säubern - und die Hände der Animatoren.
- Jeder Animator hatte seinen eigenen Staubsauger, um die Kulissen sauber zu halten.
- Der schwierigste Teil für die Animation sind die Zähne, Hände, Augenbrauen und Münder.
Kamera und Licht
- Für den Film kamen 33 Kameras zum Einsatz. Die 96 Linsen hatten eine Bandbreite von 7,2mm bis zu 30mm. Die Kameras wurden eigens für Aardman modifiziert. Zudem verfügen die Kameras über einen einzigartigen Mechanismus, der dafür sorgt, dass jedes neue Bild exakt in die gleiche Position wie das letzte Bild kommt. Aus physikalischen Gründen kann ein Film nicht länger als einen Monat in einer Kamera verbleiben. Der Antrieb der Kameras, die "Animotors", wurde von Aardman entwickelt.
- In der Kameraabteilung waren 19 Menschen beschäftigt.
- Wie bei Aardmans erstem abendfüllenden Spielfilm "Chicken Run" (Chicken Run - Hennen rennen) wurde das neue Projekt gleichzeitig digital aufgezeichnet, wodurch der Schnitt effizienter gestaltet werden konnte.
- Für die Beleuchtung der Kulissen kamen 15.000 Lampen zum Einsatz.
- Für jedes Karussell des Jahrmarkts kamen 400 Lampen zum Einsatz.
- Für die Studiobeleuchtung kamen 950 Lampen zum Einsatz. Jede brannte 900 Stunden, was dreimal länger ist als die vom Hersteller angegebene Lebensdauer.
- Um die Beleuchtung einzurichten, wurden zahllose Zeichnungen angefertigt. Die einfachste Szene benötigte 1 Lampe, die komplizierteste Szene benötigte über 2.000 Lampen.
Die Computereffekte
- 20 Computer Animatoren haben über ein Jahr bei der Londoner Effektfirma Motion Picture Company an dem Projekt gearbeitet.
- Bei 772 Einstellungen wurde digitale Technik verwendet.
- Das Fell des Riesenkaninchens wurde computergeneriert.
- Um die Oberfläche des Plastilin realistisch aussehen zu lassen, wurde eigens eine besondere Software entwickelt.
- Diese Software sorgte dafür, dass die glatte Computer-Perfektion durchbrochen wurde und zum Beispiel Fingerabdrücke auch auf den virtuellen Kaninchen zu sehen sind.
- Alle Effekte der fliegenden Kaninchen im Kaninchensauger wurden per Computer generiert.
- CG-Effekte wurden nicht nur bei den fliegenden Kaninchen und das Fell des Riesenkaninchens eingesetzt, sondern auch für die Gedankenwellen, für Rauch, Nebel, Feuerwerk, Wasser und zerbrechendes Glas.
- Die ringförmigen Gedankenwellen sind eine Referenz an "Metropolis"