Mittwoch | 30. Mai 2012 | 20:10 Uhr
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  • James Bond 007: Casino Royale

    Thriller, Action | Großbritannien / USA 2006
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      • | Das Bond-Girl

      • Nach einer ausführlichen Suche wurde der französischen Schauspielerin Eva Green die Rolle der Vesper Lynd angeboten, die es als verlockende und rätselhafte Schönheit schafft, das Herz des scheinbar unnahbaren James Bond zu erobern.

        „Die Beziehung zwischen Vesper und Bond ist das Rückgrat der Geschichte und wir benötigten dazu eine Schauspielerin, die es mit James Bond aufnehmen konnte“, sagt Campbell. „Es gibt keinen Zweifel daran, dass dies die beste weibliche Rolle in allen Fleming-Büchern ist. Daher haben wir ausführliche Probeaufnahmen gemacht, um sicherzustellen, dass wir die beste Schauspielerin dafür finden. Eva hat all die Qualitäten, nach denen wir gesucht hatten: Sie ist eine fantastische Darstellerin, sie ist wunderschön und sie umgibt eine rätselhafte Aura, die für den Part der Vesper unerlässlich ist. Eva hat sehr hart daran gearbeitet, um diese Rolle zu gestalten und etwas aus ihr rauszuholen, das man dem Drehbuch so nicht entnehmen konnte. Es war eine Freude, zu sehen, wie sie an der Figur Vesper Lynd arbeitete.“

        Die in Paris geborene Green gab in Bernardo Bertoluccis Drama The Dreamers (Die Träumer, 2004) aus dem Jahr 2003 ihr Filmdebüt. Sie erklärt, was sie an der Rolle der Vesper, der ersten Frau, in die sich Bond verliebt und von der er sich schließlich betrogen fühlt, anzog. „Es ist eines der besten Drehbücher, das ich seit langer Zeit gelesen habe. Es hat Tiefe, viele Wendungen und die Liebesgeschichte hat mich bewegt. Vesper ist ein komplexer Charakter. Sie ist voller Geheimnisse und das ist vermutlich der Grund, warum sich James Bond zu ihr hingezogen fühlt – weil er sie nicht wirklich durchschauen kann. Sie ist wie eine Sphinx. Sie hat viele Gesichter – sie ist gerissen, frech, schlagfertig, aber auch verletzlich. Zwischen Bond und ihr knistert es im wahrsten Sinne des Wortes und sie verstehen sich, ohne große Worte zu verlieren.“

        „Vesper ist nicht das klassische Bond-Girl, das einen Bikini trägt, sexy ist und mit Schusswaffen umzugehen weiß“, fährt Green fort. „Bei ihr steckt sehr viel mehr dahinter. Sie ist die erste Frau über die Ian Fleming geschrieben hat und sie hat einen großen Einfluss auf Bonds Leben. Sie ist der Ursprung aller Bond-Girls, und die Erklärung für Bonds Verhalten gegenüber Frauen.“

        „Hypnotisch und anziehend“ sind die Worte, mit denen Green ihren Film-Partner Craig beschreibt. Er ist ein Gentleman und er ist stark. Seine Rauheit wirkt anziehend und ist dadurch wahrscheinlich ziemlich gefährlich. Er ist sexy und nicht auf sich selbst fixiert, was für einen Mann sehr wichtig ist, und er hat Sinn für Humor. Zwischen uns ist definitiv ein Knistern zu spüren.“

        Green agiert außerdem neben dem berühmten italienischen Schauspieler Giancarlo Giannini, der den in Montenegro stationierten MI6-Mitarbeiter Mathis spielt. „Giancarlo ist auf eine nette Art ganz schön verrückt, dabei aber gleichzeitig sehr charismatisch“, stellt sie fest. „Was seine Arbeit angeht, ist er entspannt und hat sehr oft ein verschmitztes Blitzen in seinen Augen, so dass es mir schwer fiel, während unserer Szenen ein ernstes Gesicht zu machen.“

        Obwohl sie nicht in viele der aufwändigen Actionszenen des Films involviert war, lernte Green für ihre letzte Filmszene tauchen. Sie ist dabei unter Wasser in einem abstürzenden Fahrstuhl eines italienischen Palastes gefangen. „Ich musste lernen, wie ich unter Wasser meine Atmung kontrolliere“, sagt Green. „Zu Anfang hat mir das Angst gemacht, auch wenn gar nichts passieren konnte, weil es um einen herum so viele Leute gibt, die auf einen aufpassen. Zudem bin ich kurzsichtig, also konnte ich nicht wirklich sehen, was um mich herum passiert. Ich habe zunächst in klarem Wasser geübt, aber während der Aufnahmen musste das Wasser so dreckig sein
        wie der Canal Grande in Venedig. Ich glaube, die haben Brokkoli benutzt, um dem Wasser die richtige Farbe zu geben!“

        Green ist voll des Lobes für die Herangehensweise der Produzenten Broccoli und Wilson: „Sie sind leidenschaftliche Filmemacher und tun alles dafür, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Ich hatte es noch nie zuvor erlebt, dass sich Filmproduzenten so engagieren. Zu Anfang unterstützten sie mich sehr in Bezug auf meinen Charakter und gaben mir das Gefühl, ein Teil dieser großen Familie zu sein. Wenn man mit solch entspannten Menschen am Set ist, wird der Druck reduziert und man kann sich total auf seine Arbeit konzentrieren.“

        Green ist sich sicher, dass die mitreißende und gleichzeitig romantische Geschichte von CASINO ROYALE dafür sorgen wird, nicht nur eingefleischte 007-Fans ins Kino zu locken. „Natürlich ist es ein Actionfilm und ein Thriller, aber es ist auch eine Liebesgeschichte, und ich denke, dass sich Frauen mit Vesper identifizieren können und Verständnis für ihre missliche Lage aufbringen werden. Im Vergleich zu anderen Bond-Filmen ist dieser härter, realistischer und basiert mehr auf den Charakteren als auf der Action. Dies ist ein anderer James Bond, rau und sensibel zugleich, man wird ihn in einem anderen Licht sehen. Man sieht seine Schwächen und schaut Bond zu, wie er zu dem wird, den man zu kennen glaubt.“

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