Mittwoch | 30. Mai 2012 | 20:10 Uhr
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  • James Bond 007: Casino Royale

    Thriller, Action | Großbritannien / USA 2006
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      • | M ist wieder da...

      • Oscar®-Gewinnerin Dame Judi Dench kehrt zum fünften Mal als M zurück und agiert weiterhin als James Bonds eiserne Chefin des MI6, dem Britischen Geheimdienst. „Judi ist inzwischen ein so wichtiger Bestandteil der Bond-Filme, dass man sie bereits zum nationalen Kulturgut zählen kann“, so Martin Campbell.

        Im Gegensatz zu ihren früheren Rollen in GoldenEye (James Bond 007: Goldeneye, 1995), Tomorrow Never Dies (Der Morgen stirbt nie, 1997), The World Is Not Enough (Die Welt ist nicht genug, 1999) und Die Another Day (Stirb an einem anderen Tag, 2002), bekommen wir in CASINO ROYALE einen flüchtigen Eindruck von ihrem privaten Zuhause, als Bond dreisterweise in ihr Haus einbricht. Er benötigt Zugang zu geheimen Daten und benutzt dafür Ms Computer. „Es ist eine fesselnde Frage, sich vorzustellen was für ein Haus M wohl bewohnt“, so Martin Campbell. Ein altes georgianisches Haus aus dem 18. Jahrhundert in einer eleganten Londoner Gegend? Nein, denn diese Frau ist voller Überraschungen, also haben wir uns für ein modernes Penthouse direkt am Fluss in dem Londoner Bezirk Canary Wharf entschieden – und es passt zu ihr!“
        Dench stimmt dem zu: „Ich liebe dieses Penthouse, das Peter Lamont für M entworfen hat. Es wird vermutlich die Leute überraschen, die wohl eher erwartet haben, dass sie ein kleines Haus in Kensington oder ein kleines Quartier in Covent Garden hat. Es ist sehr minimalistisch und sehr geschmackvoll. Und natürlich ist die genaue Adresse streng geheim – außer für mich und nun auch James Bond!“

        Dench, die bislang fünf Mal für einen Oscar® nominiert war und einen Academy Award® als beste Nebendarstellerin für ihr Portrait von Königin Elizabeth in dem
        Film Shakespeare In Love (Shakespeare in Love, 1999) erhalten hat, genoss es zudem, dass sie endlich einmal die Chance hatte, außerhalb des Londoner Hauptquartiers von MI6 arbeiten zu können und für Aufnahmen in die Barrandov Studios nach Prag sowie auf die Bahamas reisen konnte. Außerdem war sie froh darüber, dass der Film auf High-Tech-Spielzeuge verzichtete: „In diesem Film muss ich mich nicht mit irgendwelchen Gadgets auseinandersetzen, was mir sehr recht ist, denn ich kann noch nicht mal mit einem Bügelbrett umgehen!“

        In CASINO ROYALE hat M gerade erst Bond den Doppelnull-Status zuerkannt und die Beziehung zu ihm entwickelt sich noch. Nachdem ihr nach einer blutigen Schießerei in einer ausländischen Botschaft vom britischen Parlament die Hölle heiß gemacht wurde, macht sie gegenüber Bond sehr deutlich, dass der sich in Zukunft bei weiteren Ermittlungen streng an das Protokoll zu halten habe. Stattdessen ignoriert er seine Vorgesetzte und reist ohne Auftrag auf die Bahamas, um die Hintergründe eines Bombenattentats zu untersuchen – was dazu führt, dass M noch ungehaltener ihm gegenüber wird. „Nach diesem Vorfall ist sie unsicher, ob sie Bond mit der Verantwortung betrauen kann, am Pokerturnier teilzunehmen, aber sie scheint keine Alternative zu haben“, sagt Dench. „Am Ende des Films versteht man, dass Bond gereift ist und M weiß, dass sie einen guten Mann in ihren Reihen hat.“

        Dench ist voller Lob, wenn sie über Daniel Craig spricht, der die Rolle ihres eigenbrötlerischen Untergebenen übernommen hat. „Daniel hat eine wundervolle Präsenz. Er ist sehr gut aussehend und stark, aber es ist auch klar, dass man ihn nicht zum Feind haben möchte. Das sind perfekte Charakterzüge für einen Schauspieler. Er scheint sich entspannt in die Rolle eingefunden zu haben. Ich bin mir sicher, dass ihm die Rolle einiges Kopfzerbrechen bereitet hat, wie es jedem anderen Schauspieler auch ergangen wäre, aber er hat es bei den Dreharbeiten niemals gezeigt. Er hat einen tollen Sinn für Humor und das war für mich schon immer der erste Beweis, dass ich mit einem Schauspieler gut zusammenarbeiten kann. Zudem hat er diese selbstironische Art und das ist sehr anziehend.“

        Die von vielen verehrte Theater- und Bühnenschauspielerin beschreibt Martin Campbell, mit dem sie zum ersten Mal bei dem Film GoldenEye (James Bond 007: GoldenEye, 1995) zusammengearbeitet hat, als „jemanden, auf den man sich bedingungslos verlassen kann“. „Ich drehte meinen ersten Bond-Film mit Martin und es war gut, diese Zusammenarbeit jetzt fortzusetzen. Er ist voller Enthusiasmus und kennt die Bedingungen, unter denen Schauspieler gerne arbeiten. Er weiß, dass man eine gute Atmosphäre und entspannte Ruhe schaffen muss, wenn man Szenen wiederholt, so dass man dann die nächste Aufnahme direkt im Anschluss drehen kann, solange du innerlich noch darauf eingestellt bist. Nichts ist schlimmer als eine lange Pause zwischen den einzelnen Aufnahmen, in denen die Leute sich ausruhen und hin und her wandern. Martin spornt einen an, ist behutsam, und er kennt die Bond-Szene sehr genau.“

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