„CASINO ROYALE war Flemings erster 007-Roman, der James Bond als einen harten, aber auch verletzlichen Helden einführt und den Film als klassischen Bond kategorisiert. Es war der Film, den Cubby Broccoli und Harry Saltzman immer machen wollten, aber die Rechte dafür nicht bekamen. Im Jahr 2000 konnten wir endlich die Rechte erwerben, um den Film zu produzieren und begannen mit dem Drehbuch.“
Martin Campbell, der 1995 bereits GoldenEye (James Bond 007: GoldenEye, 1995) inszeniert hat, kehrt mit CASINO ROYALE zum Bond-Team zurück. „Martin ist ein Regisseur, der weiß, wie man eine Geschichte erzählt. Wir haben bei GoldenEye sehr gut zusammengearbeitet, also kennt er Bond und unser Produktionsteam. Er war eine fantastische Gelegenheit, ihn zurückzugewinnen und mit ihm an dem neuen Bond zu arbeiten.
Der nächste Schritt für die Produzenten Michael G. Wilson und Barbara Broccoli war es, den Schauspieler zu finden, der James Bond in dem 21. Leinwandabenteuer von 007 spielen sollte. Michael G. Wilson erklärt den Besetzungsprozess. „Nach-dem wir Daniel Craig getroffen hatten“, war er die offensichtliche Wahl für die Rolle“, so Barbara Broccoli. „Er ist ein Schauspieler, der eine ganze Generation von britischen Akteuren definiert. Er ist charismatisch, vielseitig und sexy. Die Rolle ist eine große Herausforderung, aber er hat uns bewiesen, dass er ein unglaublicher Bond ist. Und Michael G. Wilson fügt hinzu: „Mit Daniel haben wir einen modernen Bond, der die Authentizität besitzt, die wir benötigten, um diesen sehr komplexen Charakter neu zu definieren. Bond ist ein ehemaliger Marine-Kommandeur und hat gerade den extrem seltenen 00-Status erhalten – die Lizenz zum Töten. Daniel ist in der Lage, diese konfliktreichen Gefühle, die Bond erlebt, auszudrücken. Er ist ein großartiger Schauspieler, der sich für die Rolle unglaublich engagiert.“
Die Produzenten besetzten die französische Schauspielerin Eva Green als Vesper Lynd. Sie ist die erste Frau, in die sich Bond wirklich verliebt. „Eva Green ist fantastisch“, sagt Produzent Michael G. Wilson. Sie ist dafür prädestiniert, eine von Frankreichs besten international arbeitenden Schauspielerinnen zu werden. Vesper ist die wichtigste Frau in Bonds Leben und wir brauchten jemanden, die all die Qualitäten von Vesper in sich vereinigte: Schönheit, Stärke, Rätselhaftigkeit und etwas Melancholie. Sie ist Bond ebenbürtig. Sie ist ein guter Mensch, der sich plötzlich in einer unhaltbaren Situation wiederfindet.“
Judi Dench kehrt als M zurück. „Sie hat diese Rolle so sehr zu der ihren gemacht, dass wir uns niemanden anderen als M vorstellen konnten“, sagt Michael G. Wilson.
Die Produktion begann in den Prager Modrany und den Barrandov Studios in Tschechien, bevor das Team auf die Bahamas reiste. „Es ist wichtig, dass ein Bond-Film exotische und glamouröse Drehorte bietet“, so Wilson. „Wir haben eine Location rund um den One & Only Club auf Paradise Island gefunden, wo Bond die Spur von Dimitrios verfolgt. Unsere Ausstatter haben auf den Bahamas auch Locations auf der Insel Madagaskar nachgestaltet: dafür wurde ein nicht mehr genutztes Gelände eines Motels zu Elendsvierteln umfunktioniert und ein verlassenes Hotel in Coral Harbor als Baustelle umgestaltet. Dort verfolgt Bond Mollaka, gespielt von dem Free-Runner Sébastien Foucan. In dem ungenutzten Motel haben wir einst die Hotelzimmer-Szenen für Thunderball (Feuerball, 1965) gedreht, aber inzwischen gehört das Areal zu einer Militärbasis. Für den Film The Spy Who Loved Me (Der Spion, der mich liebte, 1977) verwendeten wir diesen Drehort als Kameraplattform, bauten Modelle und hatten dort unsere Werkstatt.“
In Flemings Roman wird im Casino Royale Chemin de Fer gespielt. Für den Film änderten die Produzenten das in Texas Hold’em Poker, wie Michael G. Wilson erklärt: „Obwohl Bond traditionell Chemin de Fer gespielt hat, ist das Spiel schon seit einiger Zeit nicht mehr sehr populär und es gibt nur wenige Menschen, die einen Zugang dazu haben. Poker ist dagegen durch Turniere in der ganzen Welt bekannt, wird im Fernsehen übertragen und auch online gespielt. Beim Pokern muss man bluffen und strategisch denken, auf der Leinwand bietet das Spiel einfach mehr Umsetzmöglichkeiten als Chemin de Fer.“
Wilson spielt selbst gerne Poker und beschreibt sich als einen „Poker-Süchtigen auf Entzug“. In Zusammenarbeit mit den Drehbuchautoren und Martin Campbell entwickelte und überwachte er das Casino-Royale-Pokerturnier.
Im Roman ist das Casino Royale im französischen Royale Les Eaux angesiedelt, aber wir zogen in eine nicht weiter genannte Stadt nach Montenegro um. Wir brauchten einen Ort, der außerhalb des Zugriffs der internationalen Bankenverbände lag, damit Le Chiffre sich sicher genug fühlt, um aus seinem Versteck herauszukommen. Alle diese Szenen haben wir in Karlsbad gedreht. Der Kurort in Tschechien erfüllte all unsere Ansprüche.“