| Materialgetreu: Spurwechsel zwischen Realismus und
John Lasseter hatte ein paar sehr spezielle Worte für die Designer, Modellbauer und Animationsprofis, die für die Filmfiguren verantwortlich zeichneten: „Materialtreue“. Von den auf Papier gezeichneten Designs von Produktionsdesigner Bob Pauley über die Modelle mit ihren Schattierungen und ihrer Artikulation bis hin zur Computeranimation: Das Produktionsteam arbeitete hart daran, die Autofiguren so gut wie möglich den Originalen, auf denen sie beruhten, nachzuempfinden.
Jay Ward, Leiter der Figurenabteilung, erklärt: „John wollte nicht, dass die Autos wie aus Plastilin geformt aussehen. Er bestand auf einen sehr materialgetreuen Look. Das war ihm extrem wichtig. Er sagte uns, Stahl müsse wie Stahl aussehen, Glas wie Glas. Die Autos sollten schwer wirken, als würden sie drei- oder viertausend Pfund wiegen, damit sie dem Zuschauer, wenn sie fahren, auch diesen Eindruck vermitteln. Sie dürften keinen ‚windigen’ Eindruck machen, sonst könnte das Publikum meinen, es handele sich um Spielzeugautos.“
Animationschef James Ford Murphy berichtet: „Die Automodelle wurden so konzipiert, dass man mit ihnen im Grunde alles tun konnte. John hat uns immer daran erinnert, dass die Figuren aus Metall sind und mehrere tausend Pfund wiegen. Sie können sich nicht dehnen. Um uns deutlich zu machen, wie die Figuren auf keinen Fall aussehen sollten, zeigte er uns ein paar Beispiele.“
Da die Metallrahmen die Beweglichkeit der Autos einschränkten, mussten die Animationsexperten erfinderisch und innovativ sein, um dennoch alle für die Geschichte notwendigen Bewegungen und Ausdrucksformen möglich zu machen.
Für Animationschef Bobby Podesta liegt das wirklich Faszinierende „in der Wandlungsfähigkeit der Autos. Sie können, wenn sie herumfahren, wie ganz normale Autos aussehen. Gleichzeitig brachten wir es fertig, sie in bestimmten Situationen wie Tiere wirken oder wie Menschen gestikulieren und agieren zu lassen, und sind den Automaterialien trotzdem treu geblieben. Es gibt z. B. eine Szene, in der Hook über einen Acker kriecht und plötzlich wie ein sich an seine Beute heranschleichender Löwe in Afrika aussieht. Man bekommt also immer einen anderen Eindruck von den Autos.“