Sobald die Besetzung feststand, unterzogen sich die Schauspieler ganz ähnlich wie ihre Figuren in der Akademie der Sternenflotte einem rigorosen Vorbereitungstraining – dabei ging es von Bar- Prügeleien bis zu Freizeitbeschäftigungen des 23. Jahrhunderts wie dem galaktischen Fallschirmspringen aus Raumgleitern. Dies war ein wichtiger Faktor in J. J. Abrams’ Konzept für seinen Film, der die Zuschauer in die unendlichen Weiten eines ausgelassenen, epischen Abenteuers entführen will. Dazu Abrams: „Dieser STAR TREK soll vor Energie überschäumen wie nie zuvor, mehr denn je liegt der Schwerpunkt auf Action, Abenteuern und spektakulären Bildern.“
Um die Darsteller auf die vielen spannenden Sequenzen auf fremdartigen Planeten und feindlichen Schiffen vorzubereiten, übernahm Stunt Coordinator Joey Box ihr Fitnesstraining. „Das war ein reines Vergnügen für mich, denn die Besetzung besteht aus jungen, sportlichen Leuten, die sehr aufnahmefähig sind“, sagt Box. „Sie haben sich ganz natürlich in die Choreografie eingefügt, und was ihnen an Erfahrung mangelte, machten sie mit ihrem Enthusiasmus wett, denn sie begeistern sich wirklich für ihre Figuren.“
Box’ Aufgabe bestand vor allem darin, den altmodischen Actionstil der Serie aus den 60er-Jahren zu aktualisieren und in ein realistischeres 23. Jahrhundert einzubetten, wobei die Action auf die Figuren zugeschnitten wird. „J. J. stellte sich einen großen Actionfilm vor, aber dabei legte er stets Wert darauf, dass auch die Action die persönlichen Eigenheiten der Figuren und ihre Beziehung zueinander betont“, erklärt er. „Zum Beispiel hat Spock seinen eigenen Kampfstil, den er auf Vulkan gelernt hat – sehr flüssig und direkt. Er braucht seine Fäuste genauso wenig wie Emotionen, während Kirk ein ausgesprochener Straßenkämpfer ist, ein cleverer Raufbold, der sich in jeder Situation behauptet – egal welche Mittel dazu nötig sind. Und bei jedem Detail dachten wir auch an die Fans. Wir haben uns große Mühe gegeben, damit die Romulaner wirklich wie Romulaner kämpfen und die Klingonen wie Klingonen – all diese kleinen Details beziehen sich genau auf die Vorlagen.“
Der neu auftauchende Nero entwickelte seinen eigenen romulanischen Kampfstil, wie er einer rachelüsternen Persönlichkeit zukommt. „Eric Bana ist ein verblüffender Sportler, sodass wir mit Nero viel Spaß hatten“, sagt Box. „Ich habe selten so spannende Kämpfe erlebt wie seine. Nero kämpft fast im griechisch-römischen Ringerstil mit vielen Überwürfen, Griffen und Drehungen.“
Box’ Team verwendete auch pneumatische Katapulte und Hochgeschwindigkeitswinden, um die Schauspieler mit hohem Tempo, aber trotzdem sicher durch die Luft zu schleudern. „In diesem Film fliegen ständig Leute durch die Gegend, und es gibt jede Menge großer Explosionen“, erklärt er. „All das gehört zu J. J.s Konzept, ganz realistisch zu zeigen, was diese Crew alles durchmachen muss, nämlich Action und Abenteuer.“