Donnerstag | 31. Mai 2012 | 14:41 Uhr
Sie befinden sich hier: KINO | Startseite > Datenbank > Filmdetails > Filminfos
  • FILMDETAILS | Star Trek
  • Star Trek

    Action, Science Fiction | USA 2009
    WERBUNG
      • | Produktion: Zurück in die unendlichen Weiten

      • In über vierzig Jahren hat „Star Trek“ mehrere Generationen begeistert und sich als Ikone der modernen Popkultur etabliert: Die Story entwickelt sich stetig weiter – ein einzigartiges Phänomen, denn wie in keiner anderen Geschichte werden die Sternensucher vom Staunen, der Ehrfurcht und Tollkühnheit menschlichen Strebens getrieben. Unvergesslich sind die einführenden Worte im Vorspann der ursprünglichen Fernsehserie aus den 60er-Jahren: „Der Weltraum – unendliche Weiten.“

        Damit begann eine Reihe von Reisen durchs All, auf denen bis heute Abenteuerlust, der Forschergeist der Pioniere und das Bemühen um eine noch spektakulärere Zukunft voll unbegrenzter Möglichkeiten im Mittelpunkt stehen. Die riskanten und provokanten Reisen des Raumschiffs Enterprise und der vielen Schiffe, die bald darauf folgen sollten, haben die Sternengucker in uns allen angesprochen – es geht um die Hoffnung, um den Traum, dass technische und kulturelle Weiterentwicklungen zum Wohl der Menschheit beitragen.

        Die Original-TV-Serie war bei der ersten Ausstrahlung durchaus kein Hit, doch später breitete sich ihre Beliebtheit unter den stetig wachsenden Fan-Legionen wie ein Buschfeuer aus – denn die mitreißend komischen, streitbaren und charismatischen Persönlichkeiten der Crew auf ihrer fünfjährigen friedlichen Suche nach neuen Welten und Zivilisationen lösten zunehmend Begeisterung aus.

        Doch wie hat diese Mission begonnen? Wie wurde diese bunt zusammengewürfelte Gruppe frecher, begabter und ehrgeiziger junger Männer und Frauen zusammengeschmiedet, was trieb sie dazu, die unendlichen Weiten zu erforschen? Und wie entstand zwischen ihnen jene unverwechselbare Chemie, jene Entschlossenheit, mit der sie auf Entdeckungsreise gingen, fantastische Abenteuer erlebten und noch Jahrhunderte später ihre Nachfolger inspirierten?

        Für Regisseur/Produzent J. J. Abrams, der die neue Zukunftsreise antreten wollte, gab es nur einen möglichen Weg, nämlich zurück zu den Wurzeln der mittlerweile sechs Fernsehserien und zehn Kinofilme. Er hatte vor, buchstäblich ganz von vorn anzufangen – mit James T. Kirk und seinem späteren Ersten Offizier, dem Vulkanier Spock, ihrer Ausbildung in der Akademie der Sternenflotte und ihrer spektakulären ersten gemeinsamen Reise. Abrams machte sich mit größtem Respekt vor dem Serienschöpfer Gene Roddenberry und dem Kulturphänomen „Star Trek“ an die Arbeit, denn mittlerweile handelte es sich dabei um einen archetypischen modernen Mythos.

        Gleichzeitig wollte er der Story eine neue Dimension eröffnen: Mit den neuesten technischen Entwicklungen wollte er ein Action-Epos über zwei freche junge Männer drehen, die das Zeug zu heldenhaften Führungspersönlichkeiten haben. „Ich war zwar Fan der Originalserie, aber kein ausgesprochener Trekker“, sagt Abrams. „Dennoch hatte ich immer das Gefühl, dass ,Star Trek‘ noch nicht komplett ausgelotet war. Es gibt zwar bereits zehn Kinofilme, doch jetzt gehen wir erstmals auf die eigentliche, fundamentale Story ein, die Gene Roddenberry 1966 geschaffen hat. Das Geniale an ,Star Trek‘ war die Prise Optimismus, und in diese Tradition möchten wir unseren neuen Film einreihen.“

        Viele erwarteten von Abrams einen kompletten Neustart, doch er schlug mit großer Begeisterung eine ganz unerwartete Richtung ein, nämlich rückwärts, zum noch nie gezeigten Stapellauf der U.S.S. Enterprise im 23. Jahrhundert. Abrams hatte mit Produzent Damon Lindelof (und Jeffrey Lieber) bereits das aktuelle Fernsehphänomen „Lost“ (LOST) aus der Traufe gehoben – jetzt stellte er ihm die Idee vor, die Ursprünge von „Star Trek“ aufzuarbeiten, und Lindehof war sofort Feuer und Flamme: „Ich fand das total cool, denn niemand hat je die Ursprungsgeschichte von Kirk und Spock erzählt. In einem sehr anregenden Gespräch überlegten wir, wie die Crew zusammenkommen könnte, wobei die einzelnen Persönlichkeiten teilweise Kompromisse eingehen, weil sie ja miteinander auskommen müssen. Das brachte riesig Spaß, und im Handumdrehen machten sich Bob Orci und Alex Kurtzman daran, das Drehbuch zu schreiben.“

        Lindelof war schon als Kind „Star Trek“-Fan – für ihn liegt die Zeitlosigkeit des Konzepts und der Figuren in dem zentralen Aspekt, den man im Mythos der Weltraumreisen entdecken kann – er wird geprägt vom unverbrüchlichen Hoffnungsgedanken. „Heute schildern Visionen der fernen Zukunft meist eine Welt mit trüben Aussichten, unangenehmen Lebensumständen und kaputten Gesellschaften. Die erste ,Star Trek‘-Fernsehserie war dagegen äußerst dynamisch, optimistisch, sehr cool. Sie präsentierte die Zukunft so, wie wir sie uns vorstellen wollten, eine Zukunft, auf die man gern hinarbeitet.“

        Dieser Aspekt passte seiner Meinung nach bestens zu Abrams’ überbordendem Erzählstil, der den Figuren ebenso viel Raum bietet wie den Actionelementen. „Alles, was J. J. anpackt, durchsetzt er mit neuen Ideen, aber er verliert die fundamentalen, eigentlich menschlichen Aspekte nie aus den Augen, sondern er übersetzt sie mit gewaltigen, komplizierten Bildpanoramen in einen Film, der das Publikum mitreißt – und nur so kann es gelingen, zu den Ursprüngen von ,Star Trek‘ zurückzugehen und sie mit der heutigen Filmtechnik zu verschmelzen“, sagt Lindelof.

        Dazu Executive Producer Bryan Burk, der ebenfalls mit Abrams an „Lost“, „Alias“ (ALIAS) und „Cloverfield“ (CLOVERFIELD, 2008) gearbeitet hat: „Wir stellten uns den neuen STAR TREK als grandioses Abenteuer zweier höchst unterschiedlicher Männer vor, die das Schicksal nicht nur zu wahren Freunden, sondern zu ikonenhaften Partnern, Beschützern und Forschern macht.“

        Executive Producer Jeffrey Chernov, der als Herstellungsleiter mitarbeitet, fügt hinzu: „Für mich bietet der Film nicht nur einen neuen Aspekt des ,Star Trek‘-Universums, sondern außerdem auch eine Art Kombination aus ,The Right Stuff‘ (DER STOFF, AUS DEM DIE HELDEN SIND, 1983) und dem ersten ,Star Wars‘ (KRIEG DER STERNE, 1977). Die Erzählweise ist originell, voller frischer Ideen auf intergalaktischer Ebene, verliert dabei aber nie die Figuren, die jungen Männer und Frauen aus den Augen – es geht um Gefühle, um Kameradschaft. Und wenn das Ganze dann von einem Meister wie J. J. in Action und monumentale Bilder umgesetzt wird, dann kommt dabei ein äußerst unterhaltsamer Film heraus.“ immer bewusst, was wir wollten, und das ist uns auch gelungen.“

        Aus einer ganz anderen Welt (sofern man das Live-Action-Gewerbe mal als Paralleluniversum bezeichnen möchte) stieß Produzentin Lisa Stewart („Almost Famous – Fast berühmt“, „Jerry Maguire“) dazu. Und ihr Leben nahm eine unerwartete Wende … „Wenn Jeffrey Katzenberg anruft, geht man natürlich hin“, erinnert sie sich. Stewart hatte zu der Zeit gerade ein Live-Action-Projekt abgeschlossen und wollte eine Pause einlegen, als sie von Jeffrey Katzenberg eingeladen wurde, sich die DreamWorks Animation Studios in Glendale anzusehen.

        Dort entschied sich Stewarts Schicksal. „Ich sah dieses gewaltige Bild von Susan“, erklärt sie. „Sie saß auf dem Dach der Tankstelle. Ihr Verlobter hatte sie gerade verlassen; sie musste ihr Leben neu überdenken. Das war so ein bewegendes Bild. Ich dachte, ‚diese Frau möchtest du kennenlernen, ihre Geschichte erzählen, Teil ihrer Welt sein!‘“ Dass Stewart vorher noch nie an einem Animationsfilm mitgearbeitet hatte, war für sie kein Hindernis. „Großartiges Storytelling ist großartiges Storytelling, und Susans Geschichte wollte ich erzählen.“ Dass ihr Susans Entwicklung so gefiel, ist kein Wunder. Schließlich hat Lisa Stewart schon so einige starke Frauenfiguren auf die Leinwand gebracht.

        Als Reese Witherspoon die Sprechrolle annahm, war sowieso alles klar. „Ich bin mit Reese schon seit Jahren befreundet und sah das als willkommene Gelegenheit an, endlich auch einmal mit ihr zusammenzuarbeiten.“ Schließlich stießen noch die beiden Koproduzentinnen Jill Hopper Desmarchelier und Latifa Ouaou dazu, die es zusammen auf über 25 Jahre Produktionserfahrung bei DreamWorks Animation bringen.

      • | Userwertung

      Wertung: 8.3/10 (34 votes)

      • | Cinefacts bei Facebook
      Facebook Logo
        • | WEITERE INFOS
            •   AKTIONEN