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  • Iron Man

    Action, Science Fiction, Fantasy | USA 2008
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      • | Produktion: Regisseur Jon Favreau

      • Als erstes musste Marvel einen Regisseur finden, der nicht nur in der Lage war, die technischen Aspekte eines groß angelegten Actionfilms zu meistern, sondern noch viel wichtiger: Er musste der Story die Menschlichkeit verpassen, die die Comics ausmacht. Für das kreative Team bei Marvel begann und endete die Liste potentieller Kandidaten mit einem Namen: Jon Favreau, dem Regisseur von Made (Made, 2001), des Komödienhits Elf (Buddy – Der Weihnachtself, 2003) und des hochgelobten SF-Abenteuers Zathura: A Space Adventure (Zathura – Ein Abenteuer im Weltraum, 2005).

        „Wir haben Jon kennen gelernt, als er Foggy in Daredevil spielte“, erinnert sich Avi Arad. „Ich mochte alle Filme, die er inszeniert hat, aber Zathura hat mich am meisten beeindruckt. Viele Kinder meiner Freunde haben ihn fünf- oder sechsmal gesehen und waren immer wieder begeistert. Jon ist ein großartiger Geschichtenerzähler und ein cleverer Filmemacher, der sich Marvel und der Figur des IRON MAN tief verbunden fühlt.“

        Arad fährt fort: „Um diesen Film auf die Beine zu stellen, brauchten wir außerdem einen Regisseur, der weiß, was in der Welt vor sich geht, politisch wie gesellschaftlich. Jon hat auch diese Voraussetzung erfüllt.“

        Für Produzent Kevin Feige passte Favreau perfekt in die Reihe großartiger Geschichtenerzähler, die Marvel-Filme zu Action-Blockbustern machen. „Jon gehört genau zu der Art von Regisseuren, die wir für unsere Filme brauchen. Er hat in der Vergangenheit tolle Filme gedreht, aber dieser sprengt den Rahmen bei weitem. Wenn man einen Filmemacher gewinnen kann, der die Sache so visionär und leidenschaftlich angeht wie Jon, der einem großen Spektakel wie diesem zusätzlich sein einzigartiges Gespür für Figuren verpasst, dann weiß man, dass ein Marvel-Abenteuer dabei herauskommt, wie es noch keins gegeben hat.“

        Favreau konnte das Angebot, einen ganz neuen Kino-Superhelden zu erschaffen, nicht ablehnen. „Ich bin mit Marvel-Comics aufgewachsen“, sagt er. „Es war eine aufregende Herausforderung, IRON MAN zu inszenieren. Von allen Figuren des Marvel-Universums, die bislang noch nicht verfilmt wurden, ist er die allergrößte. Ich komme aus der Independentfilm-Szene und was ich zu dem Film beitragen kann, ist die Fähigkeit, eine Geschichte auf einfache, nachvollziehbare Weise zu erzählen und dadurch den Humor und die Menschlichkeit der Charaktere entsprechend zur Geltung zu bringen. Das Besondere an Marvel-Comics ist, dass ihre Helden sehr menschlich und unvollkommen sind. Als Marvel anfing, mussten Superhelden übermenschlich sein. Sie waren üblicherweise makellos und absolut integer. Marvel hat das geändert, denn sie schufen Superhelden mit Makeln und menschlichen Schwächen, weshalb man sich mit ihnen viel lieber beschäftigt.“

        Executive Producer Billingsley ist ein alter Freund und Kollege von Favreau und hat dessen Filme Made (Made, 2001) und Zathura: A Space Adventure (Zathura – Ein Abenteuer im Weltraum, 2005) co-produziert. Er findet, dass IRON MAN Favreaus Stärken als Filmemacher zum Ausdruck bringt. „Jon stieß zu dem Projekt, als sich das Drehbuch noch in der Entwicklung befand. Da die IRON MAN-Comics unendlich viele Plots und Geschichten bieten, hätte man bei den unendlichen Möglichkeiten leicht den Überblick verlieren können“, sagt Billingsley. „Doch alle vorherigen Filme von Jon haben einen gemeinsamen Nenner – starkes, mitreißendes Storytelling.“

        Als Favreau das Projekt übernahm, waren die tatsächlichen Dreharbeiten noch ein Jahr hin. Er entwickelte das Drehbuch mit, was nicht einfach war, denn von der Figur waren in über 40 Jahren mehr als 600 Geschichten erschienen.
        „Was IRON MAN von den meisten der anderen Superhelden-Filmen unterscheidet? Wir legen genauso viel Wert auf die Story wie auf Action“, erklärt Billingsley. „Jon war verantwortlich dafür, aus der Story das Bestmögliche herauszuholen und er hat die Aufgabe bravourös gemeistert.“

        Die Drehbuchautoren Art Marcum & Matt Holloway erarbeiteten mit Favreau die ersten Skript-Fassungen, die Oscar®-nominierten Autoren Mark Fergus & Hawk Ostby stießen später dazu, um an den finalen Fassungen mitzuwirken. Von Anfang an war jedoch klar, dass sich der Film eng an den Ursprung des IRON MAN halten sollte.

        „Dem Publikum macht es großen Spaß, die Geburtsstunde eines Helden zu erleben“, weiß Produzent Feige. „Deshalb ist es sinnvoll, es möglichst früh passieren zu lassen. Diese Szenen gehörten in allen unseren früheren Filmen zu den unvergesslichen Momenten. IRON MAN bildet da keine Ausnahme.“

        „Wenn man einen Superhelden präsentiert, hat man eine gewisse Verantwortung. Es ist unerlässlich, zu zeigen, wie der Held zum Leben erweckt wird“, ergänzt Favreau. „Das kann eine Last sein, andererseits ermöglicht es einem, die Zuschauer mit der Hauptfigur zu Helden zu machen. Ich finde es auch immer toll, wenn ich als Zuschauer bei der Geburtsstunde eines Superhelden dabei bin.“
        Favreau fährt fort: „Als wir das Drehbuch entwickelten und die Story strukturierten, tendierten wir dazu, die Figur sofort in ihre Rüstung zu stecken und in die Action zu stürzen. Aber letztlich ist es doch so: Je mehr man in die Story eintaucht, desto packender und befriedigender werden die Actionszenen für das Publikum. Wir haben in dem Drehbuch viel Zeit darauf verwendet, die Figur bei der technischen Entwicklung der Rüstung zu zeigen und wie sie sie benutzt.“

        Eine andere Aufgabe der Filmemacher war, die Story in die heutige Zeit zu übertragen. Im Original von Marvel war Tony Stark ein antikommunistischer Held, der abgeschossen und gefangen genommen wurde, während er in Vietnam die US-Kriegsanstrengungen unterstützte.

        „Die Story musste natürlich weiterentwickelt werden, um die neuen Technologien und Änderungen in der politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Welt von heute zu reflektieren“, sagt Favreau. „Was Stan Lee in den 1960ern als Science Fiction schrieb, ist heute moderne Wissenschaft. Unsere Technik ist mittlerweile so weit fortgeschritten, dass man im Supermarkt Dinge kaufen kann, die damals, als IRON MAN entstand, Gegenstand eines SF-Films gewesen wären. Tony Stark war eine überlebensgroße Figur mit einem widersprüchlichen Charakter, der seine wahre Bestimmung findet, als er zum IRON MAN wird. Diese Basis wollten wir unbedingt erhalten, aber entsprechend erweitern, damit sie die Gegenwart reflektierte.“

        Das Autorenteam Fergus & Ostby – die für ihr adaptiertes Drehbuch zu Children of Men (Children of Men, 2006) eine Oscar®-Nominierung erhielten – waren besonders gefordert: Sie mussten ein Drehbuch entwickeln, das beinharte Genre-Fans genauso befriedigen würde wie Zuschauer, die die Figur nicht kennen. Denn obwohl IRON MAN unter Comic-Lesern viele Fans hat, wurde er nie Teil der Mainstream-Popkultur.

        Fergus kam die Erleuchtung Dank Favreau und Billingsley: „In einer frühen Drehbuch-Besprechung mit Jon und Peter setzten wir uns hin und fragten uns: ‚Wenn wir den ganzen Film auf einen einzigen Satz runterbrechen müssten – wie würde er lauten?’ Nach einigen Überlegungen hatten wir ihn: ‚IRON MAN ist die Geschichte eines Mannes, der sein Herz findet’“, erinnert sich Fergus. „Jeder Film sollte auf einer Idee basieren, die sich auf ein einziges Thema reduzieren lässt, das jeder versteht. Mit Tony Stark hat man im Wesentlichen einen Mann vor sich, der sich über sich selbst klar wird und Verantwortung für seinen Platz in der Welt übernimmt.“

        „Tony Stark sieht blendend aus und ist ein charmanter Kerl, der schnelle Autos, große Partys und schöne Frauen liebt", sagt Produzent Arad. „Darüber hinaus ist er ein brillanter Wissenschaftler, Erfinder und Waffenfabrikant. Und er genießt seinen James-Bond-artigen Lebensstil viel zu sehr, um zu erkennen, dass seine Taten tiefgreifende, globale Auswirkungen haben.“

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