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  • Iron Man

    Action, Science Fiction, Fantasy | USA 2008
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      • | Produktion: Die Schauspieler rüsten sich

      • Während Fergus & Ostby weiter am Drehbuch schrieben, begannen die Filmemacher mit der Suche nach einem geeigneten Hauptdarsteller. Er musste in der Lage sein, die überlebensgroße Figur eines Milliardärs, Großindustriellen und vollendeten Playboys Tony Stark auf den Punkt zu bringen.
        „Tony Stark ist für seine positiven und negativen Seiten berühmt wie berüchtigt“, erklärt Favreau. „Er lieferte schon Schlagzeilen, lange bevor er Iron Man wurde. Seit Jahren ist er in Waffengeschäfte verwickelt, als er plötzlich erkennen muss, welche Konsequenzen sein Job hat. Es ist fast so, als wache man eines Morgens auf und stellt plötzlich fest, dass man der Bösewicht ist und nicht zu den Guten gehört. Oberflächlich betrachtet wirkt Tony Stark wie ein Meine-Villa-mein-Auto-meine-Yacht-Typ, doch er besitzt eine komplexe Persönlichkeit und durchlebt während des Films eine echte Krise.“

        Bei der Besetzung der Rolle mit dem Oscar®-nominierten Robert Downey Jr. schwammen die Filmemacher gegen den Strom.

        „Robert Downey Jr. wollte Tony Stark unbedingt spielen und ich wollte ihn für die Rolle unbedingt haben“, erinnert sich Favreau. „Aus Studio-Sicht war er nicht die naheliegendste Wahl, aber Marvel gab mir grünes Licht, weil sie den besten Schauspieler für die Rolle wollten. In den Marvel-Spektakeln ist der Superheld selbst der große Star. Die Filme waren so erfolgreich, weil man die Rollen mit erstklassigen Schauspielern besetzte, da man sich stets auf die kommerzielle Zugkraft des Labels Marvel verlassen konnte. Das erlaubte ihnen, die bestmöglichen Filme zu machen. Als Robert Downey Jr. an Bord kam, erwies er sich als unschätzbare Hilfe.“

        Für Downey ging ein Kindheitstraum in Erfüllung, als er die Chance bekam, in Tony Starks rot-goldene Rüstung zu schlüpfen. „Ich bin Amerikaner. Ich liebe Marvel-Comics und bin mit IRON MAN und Spider-Man aufgewachsen“, erzählt Downey. „IRON MAN hat mich dabei immer besonders fasziniert, weil er so einfallsreich und intelligent ist. Superhelden sind toll, aber ein Superheld, der Waffen baut und eine eiserne Rüstung entwickelt, mit der er fliegen kann, lässt das Herz jedes Nerds höher schlagen“, lacht Downey.

        Dann wird er nachdenklicher: „Tony Stark ist jemand, der aus den richtigen Beweggründen in einen Zwiespalt gerät und der erst erkennt, was wirklich in ihm steckt, als er sich zu einer moralischen Lebensweise verpflichtet. Es ist eine großartige, zeitgemäße Geschichte.“

        Für Produzent Kevin Feige passt Downey genau in das Schema der Marvel-Studios, hochtalentierte Schauspieler zu besetzen, die die Figur mit jeder Faser ihres Körpers verinnerlichen. „Tony Stark hat viele unterschiedliche Facetten“, erklärt Feige. „Er hat viele Fehler, aber ist dennoch brillant, witzig, sehr talentiert und liebenswürdig. Wenn man in Hollywood über begabte Schauspieler nachdenkt, landet man früher oder später automatisch bei Robert Downey Jr., einer der besten Darsteller seiner Generation. Ich bin mächtig stolz und froh, dass er in unserem Film mitspielt. Roberts Fähigkeiten in einer spektakulären Comicverfilmung – das ist mehr als die Summe ihrer Teile.“

        „Robert in der Hauptrolle – das war einfach perfekt“, ergänzt Drehbuchautor Fergus. „Seine Wahl mag etwas unkonventionell wirken, aber Marvel hat nun einmal eine coole und visionäre Art, die Filme zu besetzen. Wenn eine Besetzung bekannt gegeben wird, heißt es normalerweise ‚Oh, interessant’, doch dann stellt sich heraus, dass die Wahl perfekt ist. Und plötzlich kann man sich niemand anderen mehr in der Rolle vorstellen. Marvel geht neue Wege und das Publikum weiß das, glaube ich, zu schätzen.“

        Downey, der auch kreativen Input beisteuerte, musste während der Vorproduktionsphase ein intensives Fitness- und Kampfsporttraining über sich ergehen lassen, das ihn auf die körperlichen Anstrengungen der Rolle vorbereitete.

        „Vor rund einem Jahr beschloss ich, an Muskelmasse zuzulegen, was nicht gerade einfach ist, wenn man auf die 40 zugeht“, stellt Downey fest. „Ich dachte, wenn ich jemals einen Film wie IRON MAN drehen sollte, muss ich mich damit beeilen, um nicht als Schlaffi im Trikot zum Gespött zu werden. Ich fing mit eisenhartem Krafttraining an, um meine Sehnen, Knochen und Muskeln zu stärken und sie auf die eigentlichen Gewichte vorzubereiten. Die harte Arbeit während der Vorproduktion hat mir letztlich die Kraft gegeben, diesen Film durchzustehen.“

        Favreau war beeindruckt: „Robert hat wirklich alles gegeben, um seinen Körper in die Form zu bringen, die eines Superhelden würdig ist. Er hat seine Rolle sehr ernst genommen - nicht nur in körperlicher Hinsicht, auch, was die Motivation der Figur anging. Er brachte viel persönliche Lebenserfahrung ein und hatte ein untrügliches Gespür für die Rolle und den Film, schon bevor die Dreharbeiten begannen.“

        Während Downey trainierte, konzentrierten sich die Filmemacher auf die Besetzung der anderen wichtigen Rollen. Als führender Waffenfabrikant unterhält Stark Industries eine lange und erfolgreiche Beziehung zur US-Regierung sowie dem führenden Militärberater der Air Force, Oberstleutnant James "Rhodey" Rhodes. Nach einem Waffentest im Nahen Osten wird der Convoy von Rhodey und Tony Stark von einer Gruppe Aufständischer angegriffen. Während des Kampfes gelingt es den Rebellen, Tony zu verwunden und zu verschleppen. Das Verteidigungsministerium stellt die Suche nach Tony schnell ein, doch Rhodey weigert sich, seinen Freund aufzugeben. Die Rolle wird von Terrence Howard gespielt, der für seine Leistung in Hustle & Flow (Hustle & Flow, 2005) eine Oscar®-Nominierung erhielt. „Robert Downey Jr. war der Hauptgrund für mich, die Rolle anzunehmen – mehr als alles andere“, sagt Howard. „In Weird Science (L.I.S.A. – Der helle Wahnsinn, 1985) habe ich ihn zum ersten Mal gesehen und gedacht, er ist großartig. Nach Chaplin (Chaplin, 1992) hielt ich ihn für ein Genie.“

        Diese Anerkennung beruht auf Gegenseitigkeit, wie Downey versichert: „Als erstes sieht Terrence Howard in einer Air-Force-Uniform verdammt gut aus“, lacht er. „Terrence ist ein Schauspieler allerersten Ranges. Es ist kein Zufall, dass er in den letzten Jahren diesen sensationellen Durchbruch feiern konnte. Ein Genie wie er verfügt über einen ausgeprägten Charakter, und wir brauchten jemanden mit starker Präsenz für die Rolle. Tony Stark ist so dynamisch, dass Rhodey mehr als bloß sein Sidekick sein musste. Er musste ihm ebenbürtig sein, sonst hätte es nicht funktioniert.“

        Howard sieht seine Figur so: „Rhodey ist Oberstleutnant der US-Air-Force, der Vermittler zwischen dem Militär und Stark Industries. Ihm hat es schon oft Leid getan, nicht in der zivilen Wirtschaft zu arbeiten. Rhodey ist der Typ, der Tony immer wieder in Schutz nimmt - oft genug wider besseren Wissens.“

        Tonys andere Vertraute und unentbehrlich für den exzentrischen Stark, ist seine gewitzte Assistentin Virginia "Pepper" Potts. Pepper, die keinem Streit aus dem Weg geht, ist immer zur Stelle, wenn es brenzlig wird. Die Filmemacher wussten, dass ihnen ein großer Coup gelungen war, als Oscar®-Gewinnerin Gwyneth Paltrow die Rolle annahm.

        „Es hat uns sehr inspiriert und ein fabelhaftes Gefühl gegeben, als Gwyneth zusagte“, erzählt Executive Producer Louis D'Esposito. „Sie ist so eine hervorragende Schauspielerin. Es war ein magischer Moment, als wir sie und Robert zum ersten Mal gemeinsam bei den Proben sahen.“
        Paltrow fiel die Entscheidung leicht. „Ich bin mit Marvel-Comics aufgewachsen, weil mein Bruder von klein auf Spider-Man-Fan war. Aber ich hatte vorher noch nie in einem Film dieser Größenordnung und Dimension mitgespielt. Als ich hörte, dass Robert Downey Jr. die Hauptrolle spielen würde, Terrence Howard dabei war und Jon Favreau Regie führen würde, sagte ich: ‚Ich mach's’.“

        „Im Comic scharwenzelt Pepper Potts immer um Tony herum“, erklärt Favreau. „Wir wollten die Figur etwas moderner gestalten und mehr an Gwyneth anpassen, die scharfsinnig, selbstbewusst und stilvoll ist. Pepper Potts organisiert Tonys Leben. Sie führen so eine Art Ying-und-Yang-Beziehung, in der es durchaus ein bisschen knistert. Diese Dynamik wollten wir unbedingt weiter ausbauen, denn in den Comics war sie nie so wirklich definiert.“

        „Zwischen Tony und Pepper herrscht definitiv eine unbewusste sexuelle Spannung“, analysiert Paltrow. „Pepper steht Tony so nah wie sonst niemand und sie ist so etwas wie sein Blitzableiter. Sie schützt ihn, nimmt die Schuld auf sich, wenn er mal wieder etwas versaut hat, sorgt dafür, dass er pünktlich ist und fühlt sich einfach für ihn verantwortlich. Tony ist ein Genie, der diese unglaublichen Einfälle hat. Aber wie viele Künstler kommt er mit den pragmatischen Dingen des Lebens nicht zurecht. Und genau da springt Pepper ein und stutzt ihn zurecht.“

        Als Tony Stark von einem unbekannten Gegner verschleppt wird, übernimmt sein bester Mann und rechte Hand Obadiah Stane die Leitung von Stark Industries. Stane, der schon Tonys Vater Howard als Vertrauter und Berater zur Seite stand, ist ein gerissener und berechnender Geschäftsmann, der alles macht, was nötig ist, um die Firma am Laufen zu halten.

        Auch bei der Besetzung dieser Rolle trafen die Filmemacher eine ausgezeichnete Wahl. Obadiah wird von einem der erfolgreichsten und besten Schauspieler Hollywoods gespielt, dem viermaligen Oscar®-Nominee Jeff Bridges.

        „Als Kind war ich ein großer Comic-Fan. Was mich an IRON MAN am meisten reizte, war, dass Jon dem Film einen realistischen Anstrich geben wollte“, erzählt Bridges. „Das Publikum sollte das Gefühl haben, dass es tatsächlich möglich wäre, so eine Rüstung zu bauen und dass das alles wirklich passieren könnte.“

        Er fügt an: „Obadiah ist ein interessanter Name, den ich sofort gegoogled und dabei herausgefunden habe, dass das kürzeste Buch in der Bibel so heißt. Es ist nur ein paar Seiten lang und handelt von Vergeltung, was auch in der Story eine große Rolle spielt. Ich frage mich, ob Stan Lee das gewusst hat, oder ob das ein totaler Zufall ist.“
        „Jeff Bridges war unsere erste und einzige Wahl, was Obadiah Stane anging“, sagt Billingsley. „Er ist so ein phantastischer Schauspieler, ein Chamäleon, und kann auf eine großartige Karriere zurückblicken. Wir wussten, er würde Obadiah Stane mit Intensität und Realismus angehen.“

        Billingsleys Vermutung bewahrheitete sich, als Bridges den Wunsch äußerte, sein Markenzeichen, die charakteristische Mähne abschneiden zu lassen, um der Figur aus dem Comic ähnlicher zu sehen. „Ich habe mir noch nie vorher den Kopf rasiert, wollte es aber immer mal ausprobieren“, enthüllt Bridges. „Ich dachte immer, eines Tages wird eine Rolle kommen, die das erfordert. Als ich die Comic-Figur sah, sagte ich zu mir: ‚Das ist die Chance.’ Ich sprach Jon an und er meinte, es sei nicht notwendig, dass ich mir den Kopf rasiere. Dabei hätte ich mir gewünscht, dass er sagt: ‚Unbedingt, die Haare müssen ab.’ Vor den Dreharbeiten hatte ich eine richtige Matte, an der schnippelten wir etwas herum, stufenweise, immer ein bisschen mehr, bis wir aufs Ganze gingen und alles abrasierten. Das hat mich sofort in Obadiah verwandelt.“

        „Als Jeff Bridges in mein Büro kam, nachdem seine Haare ab waren und er sich einen Bart hatte wachsen lassen, kam es mir vor, als würde Odadiah Stane aus dem Comic vor mir stehen“, sagt Produzent Feige. „Die Ähnlichkeit war geradezu unheimlich. Er hätte die Rolle auch mit einem ganz anderen Look gemeistert. Aber die Tatsache, dass er bereit war, alles Nötige zu tun, um sich in diese Figur zu verwandeln, spricht Bände über Jeffs Arbeitsauffassung und warum wir ihn unbedingt in unserem Film haben wollten.“

        Nachdem Tony in eine dunkle, tiefe Höhle in den Bergen verschleppt worden ist, lernt er einen anderen Kriegsgefangenen namens Yinsen kennen, der von dem vielseitigen Shaun Toub gespielt wird. Yinsen, ein Arzt, hält Tony so lange am Leben, bis dieser einen Apparat gebaut hat, der verhindert, dass sich der Geschützsplitter in sein Herz bohrt.
        „Yinsen ist sehr weltgewandt und spricht viele Sprachen“, sagt Toub. „Obwohl er aus einem winzigen Ort stammt, hat er die ganze Welt bereist. Als Tony Stark in die Höhle gebracht wird, operiert Yinsen ihn und entfernt so viele Geschützsplitter wie möglich. Die Ironie ist, dass die Splitter, die in Tonys Oberkörper stecken, von einer Bombe der Stark Industries stammen.“

        Während Tony in der Höhle heimlich an seiner Rüstung arbeitet, muss Yinsen den gefährlichen Rebellenführer Raza beruhigen, der immer unberechenbarer wird. Raza, gespielt von Faran Tahir, will Tony zwingen, eine Jericho-Rakete zu bauen, die neueste und mächtigste Waffe von Stark Industries.

        Tahir, ein begeisterter IRON MAN-Leser, erläutert, warum seine Figur Tony Stark entführt. „Raza gehört zu einer geheimen Allianz und hat den Auftrag, Tony Stark zu verschleppen und zu ermorden“, sagt er. „Tony ist nach dem Angriff lebensgefährlich verletzt, aber Raza lässt ihn wieder aufpäppeln, da er lebend viel wertvoller ist und ihm diese unglaubliche Waffe bauen soll. Gelangt Raza in ihren Besitz, könnte er die gesamte Region beherrschen.“

        Die Rolle von Christine Everhart, einer attraktiven und jungen Investigativjournalistin, spielt Leslie Bibb. „Tony Stark wird von vielen Reportern interviewt, aber Christine spricht ihn auf besondere Weise an“, sagt Bibb. „Sie wird zu seinem moralischen Bewusstsein und teilt ihm mit: ‚Was du machst und was deine Firma produziert, hat diese Konsequenzen.’ Doch obwohl sie ihn für einen Kriegsgewinnler hält, ist sie von seinem Charme und Charisma hingerissen und kann nicht widerstehen, die Nacht mit ihm in seiner Villa am Meer zu verbringen.“

        Abgerundet wird IRON MANs talentierte Darstellerriege von Sayed Badreya, der Razas Handlanger Abu Bakar spielt, Clark Gregg als Regierungsagent Coulson, Bill Smitrovich als Air-Force-General Gabriel und Jon Favreau als Tony Starks Chauffeur Happy Hogan.

        Die Filmemacher sind mit IRON MANs hochkarätiger Besetzung mehr als zufrieden: „Ich glaube, wir haben den besten Cast, der je für ein Marvel-Abenteuer zusammengestellt wurde“, sagt Produzent Feige. „Robert Downey Jr., Gwyneth Paltrow, Terrence Howard und Jeff Bridges sind alle Oscar®-Nominees oder -Gewinner. Von so einem Ensemble kann man eigentlich nur träumen. Das ist etwas Besonderes. Marvel könnte nicht glücklicher sein.“

        Favreau ergänzt: „Am meisten interessierte mich die menschliche Seite der Story bei IRON MAN. Es hätte mich schon umgehauen, unseren Cast in einem Drama oder einer Komödie zu inszenieren. Aber sie in einem überlebensgroßen Superhelden-Abenteuer zu sehen, übertrifft wirklich alle Erwartungen. Superhelden-Filme waren in letzter Zeit sehr erfolgreich. Doch ich wollte noch einen drauflegen. Mit einer Besetzung wie dieser war das kein Problem.“

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