Mittwoch | 30. Mai 2012 | 20:28 Uhr
Sie befinden sich hier: KINO | Startseite > Datenbank > Filmdetails > Filminfos
  • FILMDETAILS | Der Womanizer - Die Nacht der Ex-Freundinnen
  • Der Womanizer - Die Nacht der Ex-Freundinnen

    Komödie | USA 2009
    WERBUNG
      • | Produktion: Die Besetzung

      • Als Erste erscheint direkt aus den 1980er-Jahren die 16-jährige Allison Vandermeersh als Geist der Ex-Freundinnen. Emma Stone spielt sie mit langen Haaren und im Jeans-und-Spitzen-Outfit. Sie entführt Connor in eine Zeit, als er noch ein ernsthafter, lieber Junge war, der sein ganzes Herz offenbaren konnte und Jenny Perotti als seine beste Freundin bezeichnete. Allison und der erwachsene Connor erleben noch einmal einen ebenso bedeutenden wie peinlichen langsamen Tanz in der Mittelstufe und die daraufhin folgenden schlimmen Entscheidungen, die ihn zum berüchtigten Connor Mead gemacht haben.

        Stone ergatterte die Rolle aufgrund ihrer ebenso komischen wie rührenden Leistung in „Superbad“ (Superbad). Als Allison darf sie alle Register ziehen. Sie nennt Allison einen „Silvesterknaller. Im Grunde ist Allison eine Halluzination, sie ist genau in dem Moment stehen geblieben, als sie Connor erstmals begegnete, das heißt, sie ist immer noch verrückte 16 und sehr begeisterungsfähig.“

        Um anschließend aktuellere Ereignisse ins rechte Licht zu rücken, erscheint Connors Assistentin Melanie, die von Noureen DeWulf dargestellt wird. Technisch gesehen ist Melanie keine Freundin, aber dennoch tritt sie als Geist der gegenwärtigen Freundinnen auf, weil sie die einzige Frau ist, mit der Connor derzeit eine dauerhafte Beziehung hat. Dazu DeWulf: „Sie ist nicht gerade begeistert von dieser Aufgabe. Er beansprucht sie auch so schon über Gebühr, und jetzt soll sie ihm auch noch am Wochenende als Geist erscheinen? Wieder mal ganz typisch!“ Das Angenehme an der Sache: In diesen Sequenzen wird das Arbeitsverhältnis von Melanie und Connor auf den Kopf gestellt – jetzt ist sie die Chefin. Sie geht mit dem genervten, aber zunehmend schockierten Junggesellen durch die Wände mehrerer New Yorker Apartments, um ihm zu zeigen, was dort wirklich passiert, wenn er seinen Freundinnen den Laufpass gibt und den Hörer auflegt.

        Doch die schrecklichste Erfahrung beschert ihm der Geist der zukünftigen Freundinnen, eine schweigende, ätherische Schönheit, dargestellt von Olga Maliouk. Sie gestattet Connor einen Ausblick auf die kommende Entwicklung seines Lebens, falls er sich weiterhin der wahren Liebe verweigert.

        „Mit dem Geisterelement steht uns ein wunderbarer Kunstgriff zur Verfügung, um die Zeitreisen ins Bild zu setzen – dadurch ergeben sich unzählige Erzählvarianten“, sagt McConaughey, der sich buchstäblich kopfüber ins Slapstick-Potenzial mancher Szenen torpedierte. „Wenn man die reale Welt verlässt, ist die Freiheit praktisch grenzenlos, man kann das Spielerische voll auskosten und, so komisch das ist, viel ehrlicher sein. Immer wieder entwickelten Mark und ich neue Variationen.“

        Was die Logistik der von Waters so genannten „Geisterregeln“ angeht, bringt der Regisseur bereits einschlägige Erfahrungen mit, denn in seiner Komödie „Just Like Heaven“ (Solange du da bist; 2005) inszenierte er die Beziehung zwischen einem Mann und einem weiblichen Geist. „Manchmal überlegen die Schauspieler, was passiert, wenn sich ein Geist setzt: Soll das Sitzkissen sichtbar eingedrückt werden? Dann antworte ich: ,Ist egal – das sind Geisterregeln.‘ Meine Haltung dazu: Sobald die Zuschauer das dramaturgische Mittel akzeptieren, dass in dieser Geschichte Figuren auftreten, die nicht von allen Beteiligten gesehen werden können, dann haben sie das gesamte Konzept begriffen und nehmen es so hin. In einer Story wie der unseren geht es nicht um Spezialeffekte, sondern um Connors Entwicklung und seine Anwesenheit in diesen aufschlussreichen Szenarien.“

        „Bei seinen ersten geisterhaften Begegnungen will Connor sich bemerkbar machen und den Dingen eine neue Wendung geben – aber da ist er machtlos. Mit der Zeit gibt er es auf, physisch Einfluss nehmen zu wollen, weil er nicht nur die Vergeblichkeit einsieht, sondern auch die damit verbundene Gefahr und Peinlichkeit erkennt“, sagt McConaughey.

        Aus diesen Szenen ergeben sich laut Waters auch köstliche Kontrapunkte, zum Beispiel wenn Connor in der Mead-Villa eine Liebesszene zwischen Jenny und ihrem unerwartet auftauchenden neuen Verehrer Brad mitansehen muss: „Dadurch laufen zwei verschiedene Geschichten simultan ab: Einerseits erleben wir eine klassische romantische Situation, als Jenny und Brad sich näher kommen, aber gleichzeitig steht daneben der körperlose Connor und denkt: ,Was für ein Albtraum: Ausgerechnet ich bringe die beiden zusammen.‘“
        Garner bestätigt das: „Connor erlebt etwas ganz anderes als die übrigen Hochzeitsgäste. Wir feiern ganz normal unser Wochenendfest und fragen uns, was wohl mit ihm los ist, denn im Verlauf der Handlung flippt er immer mehr aus.“

      • | Userwertung

      Wertung: 6.5/10 (15 votes)

      • | Cinefacts bei Facebook
      Facebook Logo
        • | WEITERE INFOS
            •   AKTIONEN