Mittwoch | 30. Mai 2012 | 20:28 Uhr
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  • Der Womanizer - Die Nacht der Ex-Freundinnen

    Komödie | USA 2009
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      • | Produktion: Das Hochzeitsfest

      • Im Gegensatz zu Connor und Jenny bilden Paul und seine Verlobte Sandra ein Paar, wie es im Buche steht: „Die beiden sind vom Himmel füreinander bestimmt“, sagt Breckin Meyer, der den Bräutigam spielt. „Paul ist ausgesprochen monogam, er glaubt an die Liebe. Er möchte den Rest seines Lebens mit Sandra verbringen. Es stellt sich heraus, dass Connor sein einziger Verwandter auf der Gästeliste ist – und gerade der wäre besser weggeblieben.“

        „Paul bildet einen interessanten Kontrast zu Connor. Zunächst ist er das liebevolle Pendant zum Schürzenjäger Connor. Auf den ersten Blick erscheinen die beiden grundverschieden, aber im Laufe der Handlung lassen sich doch Ähnlichkeiten und ihre brüderliche Beziehung erkennen“, berichtet Drehbuchautor Jon Lucas, der mit seinem Schreibpartner Scott Moore den Weihnachtshit „Four Christmases“ (Mein Schatz, unsere Familie und ich) und die aktuelle Komödie „The Hangover“ geschrieben hat.

        „Wenn man sieht, wie viel Connor an seinem Bruder liegt, spürt man, dass ein guter Mensch in ihm steckt“, fügt Moore hinzu. „Weil er sich derart mit ganzem Herzen engagieren kann und weil ihn ein so anständiger Kerl wie Paul unterstützt, ist vielleicht doch noch nicht Hopfen und Malz verloren.“

        Aber leicht wird ihnen das wahrlich nicht gemacht. Paul verteidigt das Verhalten seines Bruders, so lange es geht. Doch irgendwann läuft das Fass über. Meyer begutachtet den Schaden: „Connor kann seinen Mund nicht halten und zieht immer wieder über die Ehe her, er macht die Torte kaputt, er flirtet mit Pauls Schwiegermutter, und lässt ein paar sehr vertrauliche Bemerkungen fallen, die womöglich die gesamte Hochzeit platzen lassen könnten.“

        Paul bemüht sich um Schadensbegrenzung, während Connor seine Geduld überstrapaziert, aber auch Sandra torpediert Pauls Friedensverhandlungen, weil sie schon vor der Trauung fast durchdreht.
        Lacey Chabert übernimmt nach ihren Erfahrungen in „Mean Girls“ (Girls Club – Vorsicht bissig!) die Rolle der Sandra: „Sie fuhrwerkt ja nicht so herum wie Frankensteins Braut, weil sie unausstehlich wäre. Sie ist ein durchaus liebes Mädchen, das aber unter diesem Stress sehr emotional reagiert. Sie hat ihre Hochzeit schon als Vierjährige geplant – jetzt muss einfach alles perfekt laufen. Sie freut sich für Paul, dass sein einziger Bruder dabei ist, aber als Connor eintrifft, merkt sie sofort, dass der Schwierigkeiten macht.“

        In Sandras Ringecke steht ihr Sarge zur Seite – genauer gesagt Sergeant Major a. D. Volkom, U.S. Marine Corps, gespielt von Robert Forster. Er ist nicht nur der Vater der Braut, sondern er vollzieht auch persönlich die Trauung, und zwar mit dem Gongschlag um 15.30 Uhr. Ihm sollte niemand in die Quere kommen. „Natürlich respektiert man seinen Schwiegervater, logisch“, grinst Meyer. „Aber wenn man vor ihm salutieren muss, wird es richtig heftig.“

        „Der Sarge geht wirklich sehr sanft und liebevoll mit seiner kleinen Sandra um, aber er würde nicht zögern, Connor den Hals umzudrehen, wenn der es zu weit treibt“, bestätigt Waters. „Man kann Forster seine Gedanken vom Gesicht ablesen – und sympathisch sind die nicht.“

        Der Schauspieler hat sich vor allem mit dramatischen Rollen profiliert und freute sich umso mehr, dem Sarge komische Seiten abzugewinnen. Er beschreibt ihn als „pensionierten Kommisskopf, der inzwischen zum Priester geweiht worden ist. Ihm bedeutet diese Hochzeit ungeheuer viel. Als Connor auftritt und Stunk macht, rüstet sich Sarge zur Schlacht, denn Soldaten sind und bleiben Soldaten. Und als Vater verteidigt er seine Tochter bis zum letzten Blutstropfen.“

        Sarges ehemalige bessere Hälfte Vonda wird von Anne Archer gespielt. Sie hat sich aufgetakelt, um Eindruck zu schinden, und sie ist voll emanzipiert. So kommt es an der Bar zu einem provokant offenherzigen Gespräch zwischen Vonda und Connor – genau wie er findet sie bestimmte „antiquierte“ Sozialtugenden wie die Ehe überholt – mit einer entscheidenen Ausnahme: Im Gegensatz zu Connor weiß sie, wie wichtig die Liebe ist.
        Dazu Archer: „Klar, sie ist eine Femme fatale, sie fühlt sich sexy, egal wie alt sie ist. So etwas sieht man nicht allzu oft im Kino – das ist also sehr erfrischend. Diese Brautmutter hat so gar nichts Verstaubtes oder Altmodisches an sich. Sie ist intelligent und hat Sinn für sehr schwarzen Humor. Sie hat in ihrem Leben einiges mitgemacht und keinerlei Ambitionen, anderen Leuten Vorschriften zu machen.“

        Auf Sandras Hochzeit begegnen sich Vonda und Sarge erstmals seit ihrer Scheidung. Unklar ist zunächst, ob damit auch die Funkstille aufgehoben ist, die seitdem zwischen ihnen herrscht – zumindest lange genug, um das Glück ihrer Tochter zu feiern.

        Zu den Hauptdarstellern zählen außerdem Daniel Sunjata („The Devil Wears Prada“/Der Teufel trägt Prada) als der äußerst attraktive Brad und ganz das Gegenteil von Connor – Sandra möchte ihn gern mit Jenny verkuppeln; Camille Guaty (TV-Serie „Las Vegas“), Rachel Boston (TV-Serie „The Ex List“) und Amanda Walsh (TV-Serie „Sons & Daughters“), die als Brautjungfern Donna, Deena und Denice frischen Wind in die Feier bringen, richtig was erleben wollen und die Wellness-Angebote vor der Trauung voll auskosten.
        Die Sängerin/Songschreiberin und Schauspielerin Christina Milian („Love Don’t Cost a Thing“) hilft mit, Connor in den ersten Szenen des Films vorzustellen: Sie spielt Kalia, eine seiner hochkarätigen Klientinnen, die nach ihrem Foto-Shooting einige sehr persönliche Retuschen vornimmt.

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