Mittwoch | 30. Mai 2012 | 20:28 Uhr
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  • FILMDETAILS | Der Womanizer - Die Nacht der Ex-Freundinnen
  • Der Womanizer - Die Nacht der Ex-Freundinnen

    Komödie | USA 2009
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      • | Produktion: Die Mead-Villa

      • „Mark hatte sehr konkrete Vorstellungen vom Ambiente für Pauls und Sandras Hochzeit“, sagt Produktionsdesigner Cary White, der mit „Ghosts of Girlfriends Past“ (Der Womanizer – Die Nacht der Ex-Freundinnen) bereits den sechsten Film für den Regisseur betreut. Die beiden schauten sich zahlreiche Anwesen an, bis sie sich für die „Mead-Villa“ des Films entschieden.

        Die Inneneinrichtung sollte zwei bestimmten Aspekten gerecht werden, die einander ergänzen und nicht kollidieren sollen: „Das Haus eines alternden Playboys bildet unsere Basis“, sagt White und bezieht sich dabei auf die prachtvolle Holztäfelung, zahlreiche Bars, mit Tiermotiven bedruckte Sesselpolster und in Connors Zimmer am Kopfende des Bettes Waynes sehr maskulin wirkende Initialen. „Auf dieser Grundeinrichtung bringen wir die verspielte, farblich aufeinander abgestimmte Hochzeitsdekoration an.“

        Connor ist sichtbar entsetzt, als er entdeckt, dass das Haus über und über mit Tüll, weißen Blumengebinden und Duftkerzen geschmückt ist, die den Lieblingsduft der Braut verbreiten: Lavendel. Dadurch verbietet sich von vornherein jeder Gedanke an Zigarrenrauch.

        „Draußen will Mark die Newport-Atmosphäre einfangen – eine an Gatsby erinnernde Villa mit Säulen und Statuen“, erklärt der Designer. „Das war gar nicht so einfach, denn wir drehten in Boston und Umgebung. Die Villen in der Gegend sehen alle aus wie englische Herrenhäuser – uns blieb also nichts übrig, als in Ipswich vor eine Villa namens Crane Castle eine künstliche Fassade zu setzen.“

        Crane Castle wurde für die Außenaufnahmen und für einige Interieurs in Onkel Waynes altem Domizil verwendet. Der Architekt David Adler baute die Villa 1928 für die Familie Crane. Heute ist das Herrenhaus im Stuart-Stil mit seinen 59 Zimmern ein historisches Wahrzeichen von Massachusetts. Filmfans kennen es bereits als Spukhaus aus „The Witches of Eastwick“ (Die Hexen von Eastwick) und als imposantes Anwesen in „Flowers in the Attic“ (Blumen der Nacht).

        „Ghosts of Girlfriends Past“ (Der Womanizer – Die Nacht der Ex-Freundinnen) wurde im großen Haus gedreht, aber auch auf der rückwärtigen Veranda, die mit künstlichen Säulen und Simsen aufgepeppt wurde. White baute außerdem eine mit Statuen ausgestattete kreisrunde Zufahrt mitten auf den vorhandenen Rasen. Außerdem führten die Filmemacher etliche Restaurierungsmaßnahmen fort, die von Denkmalschutz-Seite bereits geplant waren: Mehrere Außenwände wurden ausgebessert, gestrichen und lackiert.

        Weitere Innenräume, zum Beispiel die Bibliothek und der Ballsaal, wurden in einer Villa in Wellesley eingerichtet, die laut White „in sehr schlechtem Zustand war. Aber die Inneneinrichtung passte bestens in unser Konzept, und deshalb haben wir dort die meisten Szenen des Films gedreht. Vom Fuß der Treppe gehen viele Türen ab, sodass dort viele Auftritte und Abgänge gefilmt werden konnten. Wir mussten diese Räume komplett renovieren, aber das hat sich wirklich gelohnt.“ Die Kombination aus den vorhandenen beiden Villen ergab dann die Mead-Villa, die außerdem durch Schlafzimmer- und Badezimmer-Sets im Studio ergänzt wurde.

        Originalschauplätze, die Connors Lebensraum New York City darstellen, kamen in den Rückblenden zum Einsatz, zum Beispiel im Zentrum von Boston die beliebten Restaurants Sonsie und Les Zygomates. Und Connors Fotostudio wurde in einem leeren Saal an der Channel Center Street in South Boston komplett neu eingerichtet. Der berühmte Bostoner Nachtclub FELT doubelte einen der ganz besonderen Schauplätze des Films namens Infinity Bar, eine Hommage an den Film „All That Jazz – Hinter dem Rampenlicht“. Dazu Waters: „In einem surrealen Reigen wird Connor von allen Frauen, die er je kennen gelernt hat, umrundet – und das an der Bar, die sich nach allen Seiten bis in die Unendlichkeit erstreckt.“

        Das Filmteam drehte auch in der Martha-Mary Chapel in Sudbury/Massachusetts, die von etwa 90 Statisten aus Sudbury bevölkert wurde – sie stellen die Hochzeitsgäste dar.

        „Wir zeigen die Stadt, das Land, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft: Es gibt Geister, Playboys, schöne Frauen, Liebe, Komödie, eine wilde Verfolgungsjagd – und das alles in einer prachtvollen, luxuriösen Umgebung. So sollen Kinofilme aussehen: wie die reale Welt, aber besser, glänzender und schöner“, sagt Shestack.

        Mit grandiosen Sets wie der Mead-Villa möchte Waters „der Story einen überdimensionalen Rahmen geben, denn wir erzählen ja keine intime Familiengeschichte. Die Zuschauer erleben Connor zunächst in den hohen Räumen seines Büro-Lofts, und bald darauf erreicht er das Domizil seines Onkels Wayne, wo sein Wagen winzig wirkt vor dem Riesenhaus, das die ganze Leinwand ausfüllt. Da bekommt man das Gefühl, dass an diesem Wochenende etwas wirklich Imposantes passieren kann: eine große Geschichte über große Emotionen. Wir wollen den Darstellern reichlich Raum geben, den sie auf höchstem Niveau ausfüllen können.“


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