Mittwoch | 30. Mai 2012 | 20:42 Uhr
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    Thriller, Horror, Mystery | Frankreich / Kanada / USA 2006
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      • | Die Kreaturen von Silent Hill

      • Eine bunte Palette furchterregender Wesen verkörpert den Schrecken von SILENT HILL: das zerstörerische, Schwert schwingende Monster Red Pyramid, die Grey Children, die Armlosen, der geheimnisvolle Janitor, die Cockroaches und die Dark Nurses. Verantwortlich für die zutiefst Angst einflößende und verstörende Wirkung dieser Kreaturen auf die Zuschauer sind der gefeierte Creature-Designer Patrick Tatopoulos aus Los Angeles, Paul Jones aus Toronto, der als Co-Designer auch für das Special-Effects-Makeup (und somit auch alle Verletzungen und blutigen Wunden) verantwortlich zeichnete, Kostümdesignerin Wendy Partridge, Visual Effects Producer Holly Radcliffe und Movement Consultant Roberto Campanella.

        Während die Cockroaches komplett am Computer entstanden sind, stammt das Design für Red Pyramid aus der Feder von Patrick Tatopoulos: "Wir hielten uns sehr eng an die Vorlagen aus dem Spiel, aber ich wollte, was die Proportionen und die Eleganz der Figuren betrifft, etwas variieren", erklärt Tatopoulos. " Es ist ganz einfach: Schön ist nicht gleich hübsch. Wenn das Design die Eleganz der Kreatur widerspiegelt, aber auch zu einem gewissen Grad menschenähnlich wirkt, ist die Wirkung dieses Wesens wirklich hypnotisierend. Wir haben dann die verschiedenen Einzelteile von Red Pyramid nach Toronto geschickt, wo Paul Jones und sein Team sich gleich an die Realisierung machten. Sie haben sehr eng mit Kostümdesignerin Wendy Partridge zusammengearbeitet, die das Kostüm und auch die 38 Zentimeter hohen Plateaustiefel, die Roberto Campanella dann tragen musste. Ein Stiefel war ein wenig niedriger als der andere, damit Red Pyramid einen sehr abgehackten Gang bekam.

        Tatopoulos´ Lieblingswesen ist allerdings das Grey Child, von dem im Computer gleich eine ganze Horde entstand. Dafür entwarf er einen Lycra-Ganzkörperanzug, der dann mit Silikon besprüht wurde, um die Haut fast durchsichtig wirken zu lassen. In diesen Anzug schlüpfte die zierliche Tänzerin Yvonne Ng, die dank ihrer Beweglichkeit und Körperhaltung das Design der Grey Children noch unterstrich. Besonders das Gesicht des Wesens birgt die wahre Kunst des Designs. "Christophe wollte, dass jedes der Geschöpfe so aussieht, als würde es ununterbrochen schreien. Das Gesicht von Grey Child ist zwar menschlich, aber auch gestreckt, verdreht, seine Haut ist nach hinten gezogen und der schreiende Mund ist weit geöffnet", so Tatopoulos.

        Der Tänzer Michael Koda schlüpfte in die Rolle des Armless one. Bei diesem Design legte Tatopoulos besonders viel Wert auf Funktionalität. "Auch wenn Armless one keinen Mund hat, fühlt man doch sein ständiges Schreien", so Tatopoulos. Schließlich gibt es auch noch die Nurses. Ihr besonderes Kennzeichen sind die aschgrauen Kittel, die aussehen, als würden sie direkt aus ihrer Haut wachsen, und ihre starren, gefühlskalten Gesichter. Passend zu ihrem Aussehen bewegen sich diese Kreaturen wie Marionetten. Nur wenn Licht die dunklen Räume des Krankenhauses erhellt, erwachen diese seltsamen Wesen zum Leben.

        Die Figur des Janitor kam erst im Laufe der Produktion hinzu. Beide Versionen dieser Kreatur, die Mumie aus der Nebelwelt und das lebendige, kriechende Wesen aus der dunklen Dimension, stammen aus der Feder von Paul Jones. Da Jones selbst ein großer Fan der Videospielreihe ist, fiel es ihm leicht, ein Design zu entwerfen, das dem Original treu blieb. Besonders der Stacheldraht macht den Janitor zu einem wirklich beängstigenden Wesen. "Erschreckend, aber nicht ekelhaft" war Christophe Gans' Motto für das visuelle Design und den Einsatz von speziellen Makeup-Effekten. "Jemand zum Ekeln zu bringen, ist ziemlich einfach. Aber Christophe ging anders vor. Er wollte zwar etwas Verstörendes, von dem man einfach nicht seine Augen lassen kann, aber gleichzeitig wollte er die Leute nicht verschrecken. Die Zuschauer sollen von den Effekten verzaubert sein, aber zur gleichen Zeit auch den Horror vor Augen haben", so Jones.

        Alle Kreaturen wurden in der Post-Produktion noch einmal digital überarbeitet. Die Haut der Grey Children wurde so gestaltet, dass sie Brandopfern ähnlich sehen und die Bewegungsabläufe der Nurses wurden zeitversetzt aufgenommen. Trotzdem liegen die Darbietungen der Tänzer, die in den Kostümen steckten, Paul Jones besonders am Herzen. Ohne den tänzerischen Einfluss von Campanella, Koda und Ng, die zuvor noch nie irgendwelche Kreaturen gespielt haben, wäre die gesamte Wirkung verloren gegangen. "Ein Monster in einem Film zu spielen, ist wirklich harte Arbeit und macht herzlich wenig Spaß. Man wird in ein unbequemes Kostüm gesteckt, in dem man wahnsinnig schwitzt und es ist körperlich richtig anstrengend, diese komischen Positionen und Körperhaltungen einzunehmen. Aber Roberto, Michael und Yvonne sahen das total gelassen. Sie haben sich nie beschwert und es hat unheimlich viel Spaß gemacht, mit ihnen zu arbeiten. Das hat mir meine Arbeit um einiges erleichtert", so Jones.

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