Mittwoch | 30. Mai 2012 | 20:43 Uhr
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  • The New World

    Action, Abenteuer, Drama | USA 2005
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      • | Ton und Endfertigung

      • "Wie hat sich wohl ein Carolina-Papagei angehört?" Eine schwierige Frage, denn die Vogelart ist in den 1920er-Jahren ausgestorben. Im Virginia des Jahres 1607 war der Papagei aber einer der farbenprächtigsten und geräuschvollsten Bewohner in Pocahontas' Welt, und Malick legte natürlich auf authentische Töne in "The New World" ebensoviel Wert wie auf historisch akkurate Kostüme und Sets.

        Aus diesem Grund wendete sich das Produktionsteam an die Macaulay Library in der Ornithologie-Abteilung der Cornell University in Ithaca/New York. Sie verfügt über die weltweit größte Sammlung von Tierstimmen: 160.000 Aufnahmen repräsentieren 67 Prozent aller Vögel auf der Erde. Audio-Kurator Greg Bundy machte die Suche nach einem würdigen Carolina-Papagei-Double zur Chefsache. Es gibt zwar keine Tonaufnahmen von dem Papagei, aber Bundy verglich Körpergröße und Schnabelform und stellte fest, dass der Gesang des Mitred-Papageis (aratinga mitrata) sehr ähnlich sein muss.

        Der bei "The New World" für die Tonmischung verantwortliche Cheftontechniker Skip Lievsay meint: "Man kann die Struktur des Films durch den Ton wesentlich mitgestalten - seine Wirkung ist der Musik ganz ähnlich. Und Terry legt auf die Umsetzung dieses Aspekts größten Wert... Die Tondimension des Films spielt also eine ungewöhnlich große Rolle. Vorwiegend verwenden wir dabei Aufnahmen, die wir direkt auf der Jamestown-Insel selbst gemacht haben. Dabei verlangt Terry von uns einen Klangteppich, der sehr exotische, fast surrealistische Züge annimmt."

        Cutter Hank Corwin berichtet, dass Malick "wie ein Maler vorgeht. Es gibt bei ihm keine vorgefassten Konventionen. Er reagiert unmittelbar auf die Gegebenheiten des Filmbilds, des Tons, strebt eine große Klarheit an. Er hat am American Film Institute studiert, bringt eine klassische Bildung mit - aber trotzdem stellt er die grundsätzlichsten Regeln des Filmschnitts infrage, sogar die simple Verbindung zweier Einstellungen. Er schreckt vor absolut nichts zurück, um der Wahrheit auf den Grund zu gehen."

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