Mittwoch | 30. Mai 2012 | 20:44 Uhr
Sie befinden sich hier: KINO | Startseite > Datenbank > Filmdetails > Filminfos
  • FILMDETAILS | The New World
  • The New World

    Action, Abenteuer, Drama | USA 2005
    WERBUNG
      • | Produktionsnotizen

      • Amerika gibt es nicht erst seit Columbus' Ankunft mit der Nina, Pinta und Santa Maria, nicht die Pilgrims auf der Mayflower machten den Anfang, auch nicht die Siedler, die sich in dem späteren Jamestown niederließen, jener ersten dauerhaften englischen Siedlung von 1607, also schon etwa 30 Jahre vor der berühmten Ankunft der Mayflower am Plymouth Rock. Denn zu diesem Zeitpunkt lebten die Ureinwohner bereits seit 15.000 Jahren in Virginia. Sie mussten erleben, wie ihre Welt von den fremden Einwanderern völlig auf den Kopf gestellt wurde. Diese eindrucksvolle Geschichte und ihr Zentralmotiv, die Beziehung zwischen Captain John Smith und Pocahontas, der Tochter des mächtigen Eingeborenen-Häuptlings Powhatan, interessiert Terrence Malick schon seit über 20 Jahren.

        "Terry schrieb das Drehbuch zu ,The New World' bereits vor 25 Jahren", erklärt Produzentin Sarah Green. "Die Idee hatte er schon in den 70er-Jahren, und er hat sie seitdem immer im Kopf behalten und weiterentwickelt. Wie Terrys andere Filme bringt auch ,The New World' grundsätzliche menschliche Probleme auf den Punkt."

        Doch für diesen Film gilt ebenso wie für seine bisherigen Filme: Es geht um weit mehr als um eine einfache Geschichte.

        "Es geht um unsere Geschichte, unsere Fehler und Tugenden, unser wachsendes Bewusstsein - und all das wird durch das einfachste Element überhaupt verknüpft, das uns erst zu Menschen macht: die Liebe", sagt Green. "Die Story handelt von Verrat, von Wiedergutmachung, neuem Verrat. Schließlich begreifen die Menschen, dass es nicht nur eine Wahrheit gibt, dass man sich für die eigene entscheiden muss. Es gibt keine echten Helden, keine eigentlichen Bösewichte. Jede Figur hat ihre sympathischen Seiten, einige mehr, andere weniger, alle haben sie Fehler, manche allerdings mehr als andere."

        Malicks Ansatz bei "The New World" ist absolut außergewöhnlich: Einerseits zeigt er seine ganz persönliche Sicht der Ereignisse in Jamestown vor 400 Jahren, andererseits lässt er die Epoche mit äußerst intensiver Detailfreudigkeit wieder auferstehen.

        "Wir wissen nur wenig über das, was sich 1607 tatsächlich ereignet hat", stellt Sarah Green fest. "Wir müssen uns an das halten, was einige Zeitzeugen vor Ort aufgeschrieben haben - der berühmteste ist John Smith selbst. Aber manchmal widersprechen sich die Berichte. Deswegen versuchen wir den Mythos von John Smith und Pocahontas als Ausgangspunkt für Terrys Ansatz zu benutzen: Es geht um die Verständigung zwischen den Kulturen, um Möglichkeiten des Zusammenlebens und die schrecklichen Konsequenzen von Missverständnissen."

        "Natürlich erlauben wir uns künstlerische Freiheiten", fährt Green fort. "Wie in allen Geschichtsdramen seit den Theaterstücken der griechischen Antike geht es um tatsächliche Ereignisse, die wir - so weit wir von ihnen wissen - in unsere Geschichte einweben. Einzelheiten im Lebenslauf einiger historischer Personen haben wir im Sinne unserer Story, unserer Dramaturgie abgeändert. Die Abfolge der Ereignisse wurde auf das Wesentliche reduziert. Es geht hier um eine dramatische Interpretation der Umstände - wir drehen keine Dokumentation."

      • | Userwertung

      Wertung: 6.8/10 (16 votes)

      • | Cinefacts bei Facebook
      Facebook Logo
        • | WEITERE INFOS
            •   AKTIONEN