Alfredo ist tot. Das Paradiso ist tot - es lebe das Kino. Cinema Paradiso erzählt die ebenso rührend-nostalgische wie vergnügliche Geschichte von der Freundschaft zwischen dem skurrilen Filmvorführer Alfredo (Philippe Noiret) und dem kleinen Jungen Toto (Jacques Perrin), der sich sehr zum Leidwesen seiner Mutter lieber im Kino, als in der Kirche aufhält.
Viele Jahre später rät Alfredo, der nach einem Unfall, bei dem Toto ihm das Leben gerettet hatte, erblindet ist, seinem unglücklich verliebten Freund, seinem Heimatort für immer den Rücken zu kehren. Und so zieht Toto nach Rom, wo er mit der Zeit ein berühmter Regisseur wird.
Erst als er vom Tod seines alten Freundes erfährt, kehrt er anläßlich der Beerdigung in seinen Heimatort auf Sizilien zurück und erlebt dort, wie das Kino, das neben der Kirche das Herzstück des Ortes darstellte, abgerissen wird. Doch das Cinema Paradiso lebt weiter: in einer Filmrolle, die Alfredo aus einst zensierten Schnipseln unterschiedlichster Filme zusammengestellt hat...
Eine Hommage an das Kino als ein faszinierendender Ort der Träume und Leidenschaften. "Cinema Paradiso" wurde 1990 als "Bester ausländischer Film" mit dem Oscar(r) ausgezeichnet.
| Kurzinhalt - 1
Das „Cinema Paradiso“ ist neben der Kirche der zweite wichtige Treffpunkt der Bewohner des kleinen Ortes Giancaldo auf Sizilien, in dem Toto kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs aufwächst. Für ein paar Stunden tauchen sie ab in eine fremde Welt, die Alltagssorgen werden klein und unwichtig, jeder kann sich seinen Träumen und Gedanken hingeben, lachen, weinen, mit den Helden auf der Leinwand mitfiebern, sich heimlich in der Dunkelheit lieben.
Toto verbringt – sehr zum Leidwesen seiner Mutter – viel Zeit im Kino, mit großen Augen verfolgt er gebannt das Geschehen auf der Leinwand. Seit seinem ersten Besuch im „Cinema Paradiso“ faszinieren ihn die flimmernden Bilder und die Geschichten, die sie erzählen, jede freie Minute schleicht er sich ins Dorfkino. Mit der Zeit freundet er sich mit dem Kinovorführer Alfredo an, der für ihn bald schon eine Art Vaterersatz wird – Totos Vater wird seit dem Krieg vermisst, der Junge kann sich kaum noch an ihn erinnern.
Die Liebe der Dorfbewohner zu ihrem Lichtspielhaus bereitet dem Dorfpfarrer ernsthaft Sorge; um sie vor allzu freizügigen Darstellungen zu schützen, besteht er darauf, jeden Film noch vor der öffentlichen Vorführung zu sichten. Szenen, die er für seine Schäfchen als ungeeignet empfindet – beispielsweise Kuss-Szenen – werden von Alfredo auf ein Klingelzeichen des Pfarrers hin aus der Filmrolle herausgeschnitten.
Toto wird zum heimlichen Zeugen dieser Filmzensur, so, wie er so ziemlich alles, was sich im Kino abspielt, über all die Jahre miterlebt: das Ende der Zensur als die blonde Französin Brigitte Bardot Ende der fünfziger Jahre erstmals auf der Kinoleinwand erscheint, den Brand im Kino, bei dem er Alfredo das Leben rettet und kurz darauf die Einführung des Sicherheitsfilms, der den leicht entflammbaren Zelluloidfilm ablöst. Für Alfredo kommt diese Neuerung zu spät. Er hat bei dem Brand im Kino sein Augenlicht verloren und wird seither bei seiner Arbeit nun von Toto unterstützt. Aus dem kleinen Jungen von einst ist inzwischen ein stattlicher junger Mann geworden. Als Toto sich unglücklich in die hübsche Elena verliebt, rät sein väterlicher Freund Alfredo ihm, Sizilien hinter sich zu lassen, nach Rom zu gehen und dort sein Glück zu suchen.
Dreißig Jahre später ist Toto ein berühmter Filmregisseur geworden – die Magie des Kinos hat ihn auch in Rom nicht losgelassen. Nachdem er von seiner Mutter erfahren hat, dass Alfredo gestorben ist, kehrt Toto zum ersten Mal nach dreißig Jahren in seinen Heimatort zurück. Giancaldo hat sich über die Jahrzehnte stark verändert, für das alte Kino gibt es hier nun keinen Platz mehr, es muss einem Parkplatz weichen. Doch Alfredo und das „Cinema Paradiso“, das für Toto so viele Jahre das Fenster zur Welt war, leben weiter .... in einer Filmrolle, die Alfredo aus all den zensierten Filmschnipseln zusammengestellt hat ...
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