Was macht die Serie „The Dukes of Hazzard“ (Ein Duke kommt selten allein), die 1979 ins Programm der CBS preschte, so sympathisch? Die unvergleichliche Mischung aus Südstaaten-Milieu und Nonstop-Action: Zwei nette Jungs wollen es eigentlich allen recht machen – die charismatischen Cousins Bo und Luke Duke, gespielt von Tom Wopat und John Schneider, machten die Serie zum Megahit. Nach sechs Staffeln und insgesamt 147 Episoden können die Dukes auf eine riesige treue Fangemeinde zählen, die durch die ständigen Wiederholungen sogar noch gewachsen ist.
Inzwischen ist es über 20 Jahre her, seit die letzte Folge erstmals im Fernsehen lief. Aber „Ein Duke kommt selten allein“ bleibt mit seinen beliebten Helden eine Ikone der Popkultur. Bos und Lukes berüchtigter orangefarbener Dodge Charger, Baujahr 1969, von ihnen „General Lee“ getauft, ist einer der bekanntesten amerikanischen Wagen der Welt, und der Name Daisy Duke gilt als Synonym für die knappsten Hotpants der Welt.
Jeden Freitagabend servierte „Ein Duke kommt selten allein“ dem Publikum ein Stück Amerika auf dem Präsentierteller – die Zuschauer konnten sich nach Hazzard County träumen, um Heimatgefühle, fetzige Autoverfolgungsjagden und verblüffende Stunts zu erleben. Diese Elemente und die lockere Atmosphäre der Serie überzeugten Produzent Bill Gerber, dass es an der Zeit ist, die Dukes auch auf der großen Leinwand durchstarten zu lassen.
„Ich suchte ein Projekt, das den ursprünglichen amerikanischen Geist repräsentiert“, sagt Gerber. „in ,Ein Duke kommt selten allein‘ geht es um Familienwerte: Die Dukes kämpfen für das, was ihnen am meisten am Herzen liegt. Bo und Luke sind wirklich sympathisch und gehen mit dem Gesetz sehr locker um – mir gefiel der Robin-Hood-Aspekt der Serie. Und wenn man auch noch an die attraktive Daisy Duke denkt, dann stimmten einfach die Voraussetzungen, um das Konzept auf die Leinwand zu bringen.“
Zunächst entwickelte Gerber mit Drehbuchautor John O’Brien ein Skript, das die gutmütigen Gaunereien in halsbrecherischem Komödientempo weiterführt. Dann engagierte er Regisseur Jay Chandrasekhar, der die Komödien „Super Troopers“ (Super Troopers – Die Superbullen) und „Club Dread“ (Club Mad) inszeniert hat. Beide Filme wurden vom Comedy-Autorenteam Broken Lizard geschrieben, zu dem auch Chandrasekhar gehört.
„Der Komödienstil von Broken Lizard lässt sich mit dem von ,Ein Duke kommt selten allein‘ vergleichen: Nicht nur Intellektuelle, sondern alle Zuschauer sollen ihren Spaß haben“, sagt Gerber. „Mir war klar, dass Jay genau die richtigen Kniffe kennt, um Hazzard County und die Dukes fürs heutige Publikum aufzubereiten.“
Der 37-jährige Chandrasekhar wollte sich die Gelegenheit, eine seiner Lieblingsserien fürs Kino zu adaptieren, auf keinen Fall entgehen lassen. „Ich bin mit ,Ein Duke kommt selten allein‘ aufgewachsen und fand Gaunerkomödien wie ,Smokey and the Bandit‘ (Ein ausgekochtes Schlitzohr) toll“, sagt der Regisseur. „Ich wollte immer schon mal einen Film im Stil der 70er-Jahre machen, mit quietschenden Reifen und Cops, die auch mal aus einem anderen Blickwinkel gezeigt werden. Ein Poster von Daisy Duke hing an meiner Wand, seit ich neun war, ich habe jahrelang von ihr geträumt. Das Angebot, Daisy Duke auf die Leinwand zu bringen und den General Lee wieder durch die Gegend fliegen zu lassen, kann man doch unmöglich ausschlagen!“
Auf zwei Dinge kann man sich in Hazzard County felsenfest verlassen: auf selbstgebrannten Schnaps, der einem die Schädeldecke hochpustet, und Bo Duke am Steuer seines geliebten orangefarbenen Charger.
Seann William Scott, der die Rolle des Bo spielt, fühlte sich an seine Kindertage in Minnesota erinnert. „Als Kind war ich ein großer Fan der Dukes“, verrät der Schauspieler, Star der erfolgreichen „American Pie“-Trilogie und der aktuellen Komödie „Mr. Woodcock“. „Also freute ich mich auf die Kinoversion. Die beiden Typen sind ganz einfach gute Kumpel, die auf schnelle Wagen, heiße Frauen und starken Schnaps stehen.“
Johnny Knoxville wurde durch die von ihm konzipierte MTV-Hitserie „Jackass“ bekannt, die er auch sehr erfolgreich auf die große Leinwand brachte. Er spielt den Luke, Bos älteren Cousin, der sich in der Welt auskennt und auch mit Frauen ein wenig mehr Erfahrung hat.
„Bo und Luke sind im Grunde sehr nette Jungs“, sagt Knoxville, der – Sie haben es erraten – aus Knoxville in Tennessee stammt. „Sie sind eben nur verdammt waghalsig. Listig wie Schlangen, aber im positiven Sinn. Das heißt: Sie behandeln Frauen mit Respekt, und wer das nicht tut, den vermöbeln sie auf der Stelle. Richtige Schwierigkeiten gibt es aber nur, weil sie schwarz gebrannten Schnaps verhökern und den Sheriff austricksen.“
„Wenn wir den Film 1979 gedreht hätten, wäre Burt Reynolds unser Bo Duke gewesen“, sagt Chandrasekhar. „Ich suchte also zwei Typen, die Reynolds’ Mentalität mitbringen. Seann ist ein echtes Energiebündel, und Johnny ist ein sehr lustiger Ex-Stuntman, der auch als Schauspieler absolut überzeugt. Sie bilden das perfekte Duo, wenn es darum geht, ein bisschen durchzudrehen – im Sinne von Südstaaten-Rebellen.“
„Johnny und mir haben die Dreharbeiten echt Spaß gemacht“, sagt Scott. „Und das ist auf der Leinwand deutlich zu erkennen. Er ist ein total abgedrehter Typ, sorgt immer für gute Stimmung – es war völlig klar, dass wir bestens miteinander auskommen würden. Ohne ihn hätte ich den Film gar nicht machen können.“
„Ich schätze Seann sehr – er ist total durchgeknallt – im besten Sinne des Wortes“, sagt Knoxville. „Ein genialer Kopf, sehr komisch – bei der Arbeit und auf der Leinwand. Wir waren wirklich in unserem Element, wenn wir in den General Lee hechteten, irgendwas in die Luft jagten oder uns in Bars prügelten. Mann, der Dreh war echt stark.“
Während Bo und Luke der Polizei im General Lee immer wieder entwischen können, besteht die Geheimwaffe ihrer Cousine in ganz speziellen Shorts. In der Originalserie spielte Catherine Bach die Rolle, und nach ihrem Vorbild besetzten die Filmemacher die beliebte Sängerin Jessica Simpson als Daisy Duke, ein typisches Südstaaten-Girl – ebenso tough wie sexy.
„Wir haben praktisch alle jungen Schauspielerinnen in Hollywood vorsprechen lassen, aber wir legten großen Wert darauf, dass unsere Daisy wirklich aus dem Süden stammt“, sagt Gerber. „Als Jessica hereinkam, gab es keine zwei Meinungen: Sie war Daisy Duke. Wir haben sie nicht engagiert, weil sie eine berühmte Sängerin ist. Sie kam einfach rein, brillierte mit ihrer Szene und haute uns alle mit ihrem Charisma um.“
In Anlehnung an die Serie hat Simpson sogar ihrem Hund den Namen Daisy gegeben – sie erlebt die Rolle als ideales Sprungbrett auf die Kinoleinwand. „Als Kind fand ich Daisy Duke einfach super“, sagt sie. „Sie war eindeutig mein Vorbild, wir Mädchen verehrten sie, weil sie stark und sehr sexy war – sie bekam, was sie wollte. Daisy ist eine sprichwörtliche Amerikanerin: mutig, sehr familienorientiert, und sie tut letztlich alles, um ihren Cousins aus der Bredouille zu helfen.“
Simpson war begeistert, ihre erste Filmrolle mit Partnern wie Knoxville und Scott spielen zu dürfen. „Seann und Johnny haben mich sehr hilfreich unter ihre Fittiche genommen – ich habe eine Menge von ihnen gelernt“, sagt Simpson. „Am ersten Drehtag war ich total nervös, doch sie beruhigten mich und sorgten dafür, dass ich mich wohl fühle.“
„Jessica hat sich unglaublich intensiv vorbereitet“, lobt Chandrasekhar seine Hauptdarstellerin. „Sie wirkt auf der Leinwand echt komisch und sehr charismatisch.“
Seann William Scott bestätigt das: „Jessica hat sich hervorragend geschlagen – im wahrsten Sinne des Wortes. Und sie sieht echt sexy aus. Eine Menge Leute werden überglücklich sein, sie in Daisy Dukes Hotpants zu erleben.“
Tatsächlich sind die Pants derart knapp, dass Simpson erst einmal einen Lehrgang machen musste. „Ich bin bei Stuntfahrern und Kampfchoreografen in die Lehre gegangen, was echt umwerfend war“, sagt Simpson. „Doch das härteste Stück Arbeit kam dann mit meinem persönlichen Fitnesstrainer – ich sollte in den Hotpants optimal aussehen, und die verbergen ja praktisch gar nichts! Jeden Tag habe ich zwei Stunden trainiert, Zucker und Gebratenes waren in meiner Diät tabu. Als die Dreharbeiten dann begannen, war ich recht zuversichtlich, denn ich hatte im Fitnesscenter eine Menge Zeit und viel Schweiß investiert.“
Doch Simpson tritt im Film nicht nur als Schauspielerin auf, sondern auch als erfahrene Sängerin: Auf dem Soundtrack des Films singt sie im Duett mit ihrem „Duke“-Partner Willie Nelson eine sexy Funk-Version des 1966er-Hits „These Boots Are Made for Walkin’“ von Nancy Sinatra.
„Willie Nelson ist eine Legende – ich verehre ihn, seit ich denken kann“, sagt Simpson. „Als ich mit ihm singen durfte, ging ein Traum in Erfüllung – in der Musik treffen sich unsere Seelen.“
Die Aufnahme enthält auch neue Strophen, die Simpson im Sinne von Daisy Duke selbst getextet hat.
Columbia Records/Sony Music Soundtrax haben „The Dukes of Hazzard – Music From the Motion Picture“ am 19. Juli veröffentlicht. Zu hören sind auf dem Album auch klassische Südstaaten-Rock-Tracks der legendären Allman Brothers Band, Stevie Ray Vaughan und Double Trouble, Lynyrd Skynyrd, The Charlie Daniels Band, Molly Hatchet, Montgomery Gentry, Ram Jam, Southern Culture on the Skids, The Blueskins, Blues Explosion und The James Gang. Nic Harcourt, Moderator der innovativen Radioshow „Morning Becomes Eclectic“ übernahm die Auswahl der Musik, und Nathan Barr komponierte den Originalsoundtrack zum Film.
Zwei weitere Tracks auf dem Album bieten deftige Geschichten, die Willie Nelson als Onkel Jesse erzählt. Nelson singt für den Film auch die weltberühmte Titelmelodie „Good Ol’ Boys“, die sein Freund, der gefeierte Musiker Waylon Jennings, damals für die Fernsehserie geschrieben und aufgenommen hat. Eigentlich sollte der legendäre Country-Sänger und Schauspieler ursprünglich auch im neuen Kinofilm zu hören sein, aber sehr bald stellte sich heraus, dass der „rothaarige Fremde“ Willie Nelson die perfekte Besetzung für den knorzigen Onkel Jesse L. Duke ist, den in der Serie damals Denver Pyle gespielt hat.
„Jay sah mich an und sagte: ,Einen Onkel wie Willie Nelson würde wohl kein Mensch auf der Welt ablehnen!‘“, erinnert sich Gerber. „Wir boten ihm die Rolle an, und er antwortete: ,Ja verdammt, klar mache ich mit – wann und wo braucht ihr mich?‘“
„Willie verkörpert exakt die erdverbundene Gutherzigkeit des Jesse“, sagt Chandrasekhar. „Er gehört zu den Helden meiner Kinderzeit – als er die Rolle akzeptierte, ging für mich ein Traum in Erfüllung.“
„Ich arbeite sehr gern als Schauspieler und kannte Denver Pyle persönlich“, sagt Nelson. „Ich habe also eine recht gute Vorstellung davon, worum es bei der Rolle geht. Onkel Jesse behandelt Bo, Luke und Daisy wie seine eigenen Kinder.“
Im Film landet Onkel Jesse im Gefängnis, was er seinem Erzfeind Boss Hogg zu verdanken hat, der sich mit seinen typischen Winkelzügen die Farm der Dukes einverleiben will. Jefferson Davis Hogg trägt wie immer einen weißen Anzug, weiße Stiefel und einen riesigen weißen Stetson – er ist schlau wie ein Fuchs, zäh wie ein Dachs und scheinheiliger als alle Hinterwäldler zusammen.
„Sanfte Schurken in Komödien sind nicht mein Ding“, sagt Chandrasekhar. „Wenn der Bösewicht nicht ausgesprochen zum Fürchten ist, schadet das meiner Meinung nach der Story. Keiner außer Burt Reynolds hätte diese Rolle spielen können. Ohne Burt als ,ausgekochtes Schlitzohr‘ hätte es die Serie ,Ein Duke kommt selten allein‘ nie gegeben.“
„Ich habe mir ,Ein Duke kommt selten allein‘ nie vorwerfen lassen, aber das eine oder andere Lob habe ich dafür durchaus akzeptiert“, lacht Reynolds. „Als ich mit den Filmemachern wegen der Boss-Hogg-Rolle im Gespräch war, erzählte ich meinen alten Freunden davon, und alle fingen sofort lauthals an zu lachen. Ich wusste nicht recht, ob das ein gutes Zeichen war, aber alle bestätigten mir: ,Keine Frage, du musst ihn unbedingt spielen.‘ Boss Hogg ist ein Südstaatler, wie er im Buche steht, ich habe in meiner Jugend viele Männer wie ihn erlebt. Mir gefällt echt, was für ein unausstehlicher, aufdringlicher und komisch maßloser Typ er ist. Fünfzehn Jahre lang habe ich mich bemüht, meinen Südstaatenakzent loszuwerden, bis ich ihn dann in ,Deliverance‘ (Beim Sterben ist jeder der Erste) einsetzen durfte. Wunderbar, den gleichen Akzent jetzt für Boss Hogg wieder zu entstauben.“
Weil Boss Hogg als Landrat von Hazzard County derart korrupt ist, muss Sheriff Roscoe P. Coltrane als einziger Gesetzeshüter herhalten – er war den Duke-Boys schon auf den Fersen, als sie noch in die Windeln machten. Chandrasekhar besetzte ihn mit dem renommierten Charakterdarsteller M.C. Gainey.
„Roscoe ist ein Westentaschentyrann, der von Polizeiarbeit keine Ahnung hat“, sagt Gainey. „Er kann die Dukes wirklich nicht ausstehen, hasst sie bis aufs Blut. Sie sind jünger, knackiger und cooler als er und haben ihn immer von oben herab behandelt. Mir gefällt an Roscoe vor allem seine Verwandtschaft mit Wile E. Coyote: Eifrig schmiedet er immer neue Pläne, um die Dukes zu schnappen, aber irgendwie klappt das nie.“
Kein wütender Sheriff kommt ohne seinen tollpatschigen Hilfssheriff aus, und in Hazzard County liegt diese Aufgabe in den inkompetenten Händen von Enos Strate. Enos ist Roscoes Hofhund, er kann sein Maul nicht halten – vor allem nicht, wenn Daisy Duke ihn bezirzt.
„Ich war total in Daisy Duke verknallt, und darin liegt für mich auch der Schlüssel zu dieser Rolle“, sagt Michael Weston, der seine Kindheitsträume über das Sexsymbol als Ausgangspunkt für seine Darstellung benutzt. „Enos ist ständig hinter Daisy her. Nur ihretwegen steht er morgens auf, und den Rest des Tages träumt er von ihr. Deswegen stolpert er von einem Schlamassel in den nächsten, denn den ganzen Film hindurch fällt es ihm immer wieder schwer, Daisy irgendetwas zu verheimlichen. Und mit Enos’ Informationen hilft Daisy den Dukes.“
Immer wieder versuchen die beiden Cousins in ihrem General Lee schier unmögliche Sprünge. Und als sich ein Sprung dann tatsächlich als schier unmöglich erweist, gibt es in ganz Hazzard County nur einen Mechaniker, der das Wrack wieder aufmöbeln kann: Cooter Davenport.
„Am Anfang des Films fährt Bo den General Lee zu Schrott. Also flicken Cooter und die Jungs ihn wieder zusammen – er ist so gut wie neu, wunderbar poliert, jedes Detail blitzt und blinkt“, erklärt David Koechner, der den Wundermechaniker spielt. „Man kommt sich vor wie ,Pimp My Ride in Hazzard County‘. Ich habe von Autos keine Ahnung – in meinen Augen ist Cooter eindeutig ein Genie, wenn er aus einem solchen Wrack den General Lee hervorzaubern kann.“
Natürlich bringen die Filmemacher alle bekannten Helden der Serie auf die Leinwand, aber auch ein paar neue Gesichter tauchen auf. Zu den Neuzugängen zählt die schöne Pauline, deren ländlichem Charme Onkel Jesse erliegt. Als die Dukes ihre Farm verlieren, unterstützt Pauline ihren Plan, Boss Hogg auszutricksen. Denn sie alle wollen unbedingt verhindern, dass Hazzard County einer Tagebau-Grube weicht.
Die Rolle vertrauten die Filmemacher Lynda Carter an, die mit ihrer Titelrolle in der erfolgreichen Serie „Wonder Woman“ (Wonder Woman) zur Fernseh-Ikone der 70er-Jahre aufstieg. „Pauline reagiert nicht ganz so emotional wie die Dukes“, stellt Carter fest. „Und während sie durch den Film brettern, versucht Pauline die Familie in der Spur zu halten. Ich erlebe meine Mitwirkung fast surreal, denn ,Wonder Woman‘ wurde auch bei Warner Bros. gedreht – zwei Studiohallen von ,Ein Duke kommt selten allein‘ entfernt!“
„Wir versuchten so viele Südstaatler wie irgend möglich zu besetzen, damit der Film authentisch wirkt“, erklärt Chandrasekhar. „Johnny Knoxville, Jessica Simpson, Willie Nelson, Burt Reynolds, M.C. Gainey und David Koechner stammen aus dem Süden, haben also das Gefühl für Atmosphäre und Nuancen im Blut.“
Chandrasekhar sorgte dafür, dass am Set zu „Ein Duke kommt selten allein“ Teamarbeit groß geschrieben wurde – das Ergebnis waren viele kostbare Ideen und Beiträge, die nicht im Skript standen. „Jay ist selbst Autor, Schauspieler und Regisseur, er kennt die Teamarbeit also aus allen drei Perspektiven“, sagt Gerber. „Dadurch ergeben sich eine Menge Vorteile bei einem Film mit 13 Hauptrollen und Dreharbeiten, bei denen zwei komplette Drehteams gleichzeitig im Einsatz sind.“
„Morgens schaut Jay auf die Szene im Drehbuch und sagt: ,Okay, wie können wir diese Sequenz noch witziger machen, als sie hier geschrieben steht?‘ fügt Knoxville hinzu. „Jeder arbeitet sehr locker mit ihm, Jay hört zu und integriert die Vorschläge in den Film. Er hat ein untrügliches Gespür für Komik, und wenn jemand eine bessere Idee hat, schmeißt er seine eigene sofort raus. Sein Ego steht ihm dabei überhaupt nicht im Weg – dadurch entwickeln sich die ,Dukes‘ zu echter Teamarbeit. Hut ab!“
Auf Simpson wirkte Chandrasekhars lockerer Ansatz wie die perfekte Medizin gegen ihre Debütantinnen-Nervosität. „Jay sorgt dafür, dass ich mich wohl fühle, er ermunterte mich, selbst etwas auszuprobieren“, sagt die Schauspielerin. „Ich hatte Angst, mich zu blamieren, aber dank Jay habe ich das überwunden. So fand ich mein inneres Gleichgewicht, konnte mich von mir selbst distanzieren und in Daisy Dukes Haut schlüpfen.“