„Die Mercer-Brüder sind taffe und gerissene Jungs“, sagt Mark Wahlberg, der Star des neuen Films von Regisseur John Singleton. „Wahrscheinlich würden sie schon tot sein oder im Gefängnis, wenn da nicht ihre Pflegemutter wäre. Sie sind zwar ihre eigenen Wege gegangen, aber sie wissen um den positiven Einfluss, den sie auf ihre Söhne hatte. Und mein Charakter, Bobby, fühlt, dass er verpflichtet ist, seine Brüder wieder zusammen zu bringen und ihren Tod zu rächen“.
Der Oscar-nominierte Regisseur John Singleton inszenierte den Film. „Sogar in einer gesetzlosen Gesellschaft gibt es einen Code, der besagt, dass die Leute dort nach bestimmten Regeln leben müssen“, sagt Singleton. „In unserem Film ist jeder der Mercer-Brüder seinen eigenen Weg gegangen, aber sie kommen alle gemeinsam zurück, um das Unrecht, das ihrer Mutter widerfahren ist, wieder gut zu machen. Was die Brüder vereint, ist das Andenken an ihre ermordete Mutter“.
Lorenzo di Bonaventura, der den Film produzierte, sagt: „Die Mercer-Brüder, zwei schwarz und zwei weiß, sind von ihrer Adoptivmutter aufgezogen worden. Als diese Jungs ihre Mutter verloren, die in ihrem Leben immer nur Gutes tat und immer an ihre Söhne glaubte, war ihnen klar, dass sie ihren Mörder finden wollten“. „Für mich ist diese Tatsache das kritische Element – ein kompromissloser Actionfilm mit einem tiefen emotionalen Kern“.
„Evelyn Mercer war für ihre Söhne der Anhaltspunkt, der die vier Jungs zusammenhielt“, ergänzt di Bonaventura. „Durch sie sind sie zu Brüdern geworden. Durch sie haben sie eine Familie. Und nun müssen sie bewusst die Entscheidung treffen, ihren Tod zu rächen.“
„Ich habe Gott sei Dank so etwas Schreckliches in meiner Familie nie erlebt“, sagt Wahlberg. „Ich habe viel darüber nachgedacht, wie ich reagieren würde. Ich glaube, es ist viel einfacher zu sagen, dass man vergeben und vergessen würde, wenn so etwas einem zustoßen würde.“
Singleton fügt hinzu, dass die Rache der Brüder sie noch viel enger zusammen schmiedet. „Ich habe immer daran geglaubt, dass keiner dieser Jungs jemals daran gezweifelt hat, dass sie Brüder sind. Aber in ihrer Trauer um die Mutter merken sie noch mehr, wie sie einander brauchen und sich um jeden kümmern.“
Nach Aussage von André Benjamin waren sich die Schauspieler noch näher als ihr Job es vorgab. „Nachdem wir zusammen herum hingen und einander nahe kamen, konnten wir uns viel intensiver in unsere Charaktere, die wir darstellten, hinein versetzen“, sagt Benjamin, der seine erste Hauptrolle in „Vier Brüder“ spielt. „Wir mussten uns gar nicht groß verstellen, wir spielten diese Rollen ganz natürlich. Ich bin im wahren Leben ein Einzelkind, so weiß ich nicht, wie es mit Geschwistern ist, aber ich kann sagen, dass Mark wie ein älterer Bruder zu uns war.“
„Wenn die Leute die Besetzung für diesen Film sehen“, sagt Tyrese Gibson, der Angel Mercer spielt, „dann sagen sie `wie können das vier Brüder sein, wenn zwei schwarz und zwei weiß sind?` Aber Brüder müssen nicht immer die gleiche Hautfarbe haben, nicht mal das gleiche Blut. Wir sind Brüder – man erkennt es an der Chemie und der Kraft, die zwischen uns herrscht. Niemals kann uns das jemand wegnehmen.“
Singleton sagt, dass er sofort von dem Skript, das so viele verschiedenen Ebenen enthält, begeistert war. „Was mich wirklich beeindruckte, war die Tatsache, dass es sich nicht nur um ein klares Genre-Stück handelte, es war die Mischung zwischen Action und Drama sowie die starken Charaktere der Geschichte.“
Der Regisseur von solch eindrucksvollen Filmen wie „Boyz N the Hood“ und internationalen Erfolgen wie „Shaft – Noch Fragen?“ und „2 Fast 2 Furious“ ist ein Filmemacher, der immer den Finger am Puls der heutigen Zuschauerschaft hat. Erst kürzlich war er als Produzent des Independent-Films „Hustle & Flow“ tätig.
Wahlberg glaubt, dass Singletons Vision von „Vier Brüder“ die Zuschauer sehr anrühren wird. „Ich glaube, dass John die richtige Balance von Emotionen, Humor und Action gefunden hat. Er kennt diese Welt in- und auswendig“, sagt der Schauspieler.
Di Bonaventura stimmt zu: „John bringt einen Sinn von Realität und Menschlichkeit in diesen Film“, sagt der Produzent. „Ich war immer motiviert von den Filmen der 70er Jahren. Es war eine Zeit, als viele Filme die Gesellschaft reflektierten und uns zeigten, wer wir sind und wo unsere Wege hingehen werden. Ich denke, dass ist sehr wertvoll und ich habe immer versucht Filme zu machen, die diese Sensibilität widergeben. John hat die Gabe, solche Filme in einem zeitgenössischen Stil zu inszenieren, so wie ich sie in den 70ern empfunden habe. Es ist eine Wahrheit in ihnen; man kann die Stories und die Charaktere nachempfinden. John macht das ganz großartig.“
Zusätzlich zu diesem straff geschriebenen Drehbuch war es die gemeinsame Arbeit mit Mark Wahlberg, die Singleton zu der Entscheidung führte, bei dem Film die Regie zu führen. „Wenn du ein gutes Drehbuch in die Hände bekommst, kommt die nächste Frage nach der Besetzung. Ich war wirklich höchst erfreut, mit Mark zu arbeiten. Wir kannten uns schon einige Jahre und haben immer darüber gesprochen, einen gemeinsamen Film zu machen“, sagt Singleton.
Zusätzlich zu Mark Wahlberg, der Bobby Mercer, den ältesten der Brüder darstellt, waren Tyrese Gibson als Angel Mercer, André Benjamin als Jeremiah Mercer und Garrett Hedlund als Jack Mercer dabei. Zusammen haben diese vier Schauspieler eine beherrschende Präsenz, doch die Filmemacher waren sich einig, dass jeder von ihnen auch eine besondere Eigenschaft mitbrachte. „Mark ist außergewöhnlich smart und ein vielseitiger Schauspieler, der jede Menge Herz und Seele in seine Rolle einbringt. Bobby Mercer ist ein taffer, jeglicher Dummheit abgewandter und sich auf den Straßen durchsetzender Typ. Er fragt nicht immer nach Gründen, aber er hat seine eigenen Moralvorstellungen, wie sie wohl alle Helden haben müssen – und ihre eigene Vorstellung von Justiz. Mark haucht Leben in seine Rolle ein, er spielt sie mit Leidenschaft, Ernsthaftigkeit und Strenge“, kommentiert di Bonaventura.
„André besitzt eine stille, sensitive Intelligenz, die perfekt für die Rolle des Jeremiah ist; er ist der Bodenständigste der vier Brüder. Garrett bewegt sich hart am Rande und hat einen gewissen Sexappeal und eine Verspieltheit in seinen Charakter eingebracht.“
Für die Rolle des charismatischen Gauners Angel war Tyrese Gibson die richtige Wahl, so sagt Singleton. „Ich konnte mir keinen anderen als Tyrese in dieser Rolle vorstellen“, sagt er. „Tyrese hat die wirklich coole Haltung. Er kann eine Menge von wilden Sachen in einem Film anstellen – die Leute mögen ihn trotzdem. Er ist ein echt witziger Typ, im Film wie auch in Wirklichkeit. Jedesmal, wenn wir einen Film zusammen machen, ist es ein Abenteuer.“