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  • Fantastic Four

    Action, Abenteuer, Science Fiction | Deutschland / USA 2005
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      • | Produktionsinfos - 3

      • „Diese Entscheidung gehörte zu den wichtigsten, die bei diesem Film gefällt werden musste“, erklärt Story. „Und wir trafen sie in einem sehr frühen Stadium, damit wir die nötige Zeit hatten, um The Thing richtig auf die Leinwand zu bringen. Im Unterschied zum Beispiel zu The Hulk verbirgt sich unter all diesen Steinen ein menschliches Wesen mit menschlichen Gefühlen, das spricht und sogar eine Romanze hat. Deshalb hielten wir es für unbedingt erforderlich, dass ein Schauspieler, nicht ein Computer diese Figur ’generierte’. Obwohl The Thing wie ein Monster aussieht, war es Michaels schauspielerische Leistung, die ihn als Mensch glaubwürdig erscheinen ließ.“

        „CGI ist besser geeignet für Figuren wie The Hulk, Gollum oder einen Dinosaurier“, erklärt Produzent Avi Arad. „Wir wollten auf keinen Fall Michaels Darstellung durch eine Computer-Software verlieren. Wir wollten in die Augen von The Thing schauen und darin Michaels Augen, menschliche Augen eben, erkennen können. Man kann die ganze menschliche Gefühlserregung dieser Figur in ihren Augen ablesen – und das funktionierte dank der Leistung von Michael und dem Talent und der Hingabe unseres Kreativ-Teams.“

        Monatelang arbeiteten verschiedene Kreative zusammen, um den Anzug von The Thing herzustellen. Dazu zählten Kostümdesigner José Fernandez, Mike Elizalde, der die Creature-Effekte überwachte, außerdem Kurt Williams, der für die visuellen Effekte verantwortlich war, und schließlich zahllose Künstler, Bildhauer, Creature-Designer und Techniker von Spectral Motion. An der Geburt von The Thing waren verschiedene Helfer beteiligt. Einen Anteil hatten erste Zeichnungen, Grafiken und auch die Modellskulpturen von Fernandez, einen weiteren die Recherchearbeit und Weiterentwicklung dieser Konzepte durch Elizaldes Team bei Spectral Motion, und schließlich auch die Applizierung des Make-up am Set durch die Spezialisten Bart Mixon und Jayne Dancose. Der Anzug besteht aus Latex und ist an manchen Stellen bis zu 12 oder 15 Zentimeter dick. Laut Kostümdesigner Fernandez war der Anzug ein richtiger „Schnellkochtopf“.

        „Man muss sich einen normalen Neoprenanzug vorstellen“, so Fernandez, „und dessen Dicke um einige Zentimeter verstärken. Dann bekommt man eine Vorstellung davon, was dieser Anzug wog. Im Unterschied aber zum Kostüm von The Thing ist der Kopf in einem Neoprenanzug frei, damit Hitze entweichen kann. Wenn Michael aber in seinem Anzug steckte, war er völlig eingeschlossen, und die Hitze konnte nirgendwohin abgeleitet werden. Ihm gebührt meine Hochachtung, denn er hat in diesem Anzug gekocht - und das sehr massiv.“

        Das Spezialistenteam entwickelte ein Kühlsystem für Chiklis, indem einer der Steine an der Spitze seines Kopfes entfernt wurde. An dieser Stelle wurde ein Schlauch eingeführt, über den kühle Luft in den kleinen Raum zwischen der Haut des Darstellers und der Spandexauskleidung des Anzugs geblasen werden konnte. Außerdem wurde ein spezielles, abgeschrägtes Brett konstruiert, dass es dem Schauspieler ermöglichte, sich in einem Winkel von etwa 45 Grad zurückzulehnen. Dieses Brett, das Chiklis liebevoll „Folterbank“ taufte, machte es nicht nur möglich, dass sich der Darsteller in den Pausen zwischen den Takes bequemer entspannen konnte (schließlich war deutlich zu sehen, dass er nicht sitzen konnte oder in einen normalen Regiestuhl passte), sondern das Brett war auch eine Hilfe für die Make-up-Spezialisten und die Kostümleute. So konnte man nämlich leichter vom Kopf bis Fuß an den Schauspieler herankommen und sein spezielles Make-up entweder aufbessern oder neu auftragen.

        Ungeachtet des hochmodernen, einzigartigen Anzugs mussten für The Thing in bestimmten Situationen Digitaleffekte eingesetzt werden. „Bei unserem Job mit dieser Figur ging in es in erster Linie darum, die Integration in ihr Umfeld zu verbessern“, erklärt Kurt Williams. „Wenn er zum Beispiel auf Straßenpflaster springt, würde dieses unter dem Gewicht seines Felsgesteins Risse bekommen. Wenn er um die Ecken eines Ziegelsteinhauses fegt, würden vielleicht einige dieser Steine locker genug im Mauerwerk sitzen, um unter dem Druck dieser Kraft herauszufallen. Wenn er sich im Gesicht kratzt, wird man natürlich diesen Kratzer auf dem Stein sehen und auch ein bisschen Staub. Macht er eine extreme Bewegung, wird sein Körper noch mehr Staub aufwirbeln, als ob die Steine aneinander mahlten. Der Anzug mag 30 Kilo gewogen haben, aber wir haben dafür gesorgt, dass The Thing nach den 1.000 Kilo Stein aussieht, die ihn tatsächlich formen.“

        Marvel Comics und Stan Lee mögen ihre innovative Comic-Buch Reihe FANTASTIC FOUR genannt haben, aber es gibt ein fünftes, elementar wichtiges Element, das die Reihe zu den erfolgreichsten des Genres machte: Superbösewicht Victor von Doom, auch bekannt als Dr. Doom. „Wir hatten großes Glück, dass es uns gelang, einige großartige Schurken zu kreieren“, sagt Stan Lee. „Aber für mich gehört Dr. Doom in dieser Kategorie zu meinen besten Schöpfungen. Er ist ein gebührender Gegner für unsere vier Superhelden. Sie bekämpfen keine Diebe, unachtsame Fußgänger oder Müllsünder, sondern gefährliche Typen wie Dr. Doom.“

        Dooms Darsteller Julian McMahon, der in den politisch und gesellschaftlich besten Kreisen Sydneys aufwuchs, war auch ein „ziemlich typischer kleiner Junge“, der Cartoons und Comics liebte. „Die FANTASTIC FOUR waren in meiner Kindheit enorm populär in Australien, deshalb war mir die Reihe sehr vertraut“, blickt McMahon zurück. „Sie zählte zu meinen Lieblingscomics. Dr. Doom hat mich schon immer fasziniert - und diese Rolle in einem Kinofilm angeboten zu bekommen, war eine Gelegenheit, die ich einfach ergreifen musste. Für mich war das ein großer Schritt vorwärts - in viele verschiedene Richtungen und aus vielen verschiedenen Gründen. Ich muss jedoch einräumen, dass mir solche Rollen immer schwerfallen, weil ich überhaupt nichts Bösartiges an mir habe“, erzählt der Darsteller mit einem Grinsen. „Jeder hat angenommen, dass Ioan Gruffudd sich darstellerisch als Einziger strecken muss.“

        Den Namen Dr. Doom nimmt der reiche Großindustrielle Victor von Doom nach dem Unfall im Weltall an, der auch seine DNS verändert. Nach Ansicht McMahons ging es in der Entwicklung seiner Figur vor allem darum, „alle Überzeugungen dieses Mannes komplett auseinander zu nehmen. Victor ist ein wohlhabender Milliardär, klug, charismatisch, aber wahnsinnig eitel. Ihn interessiert nur seine eigene Machtposition zu verbessern. Ich habe versucht, ihm eine Seele zu geben, die das Publikum verstehen kann. Für einen so eitlen Typen wie ihn ist jedoch ein Schnitt im Gesicht schon eine Katastrophe. Wenn also seine Metamorphose immer offensichtlicher wird, zerbricht er – im wörtlichen wie auch symbolischen Sinne. Er wird demontiert, entblößt sich völlig und hat vor, keine Gnade mehr zu zeigen. Das ist für niemanden ein schöner Anblick - weder für die FANTASTIC FOUR noch für die Welt und schon gar nicht für Victor selbst.“

        „In unserer Interpretation dieser Figur ging es vor allem um Subtilität“, erklärt Kurt Williams. „Die Verwandlung beginnt sehr langsam, ist ein Prozess mit Pausen. Deshalb haben wir spezielle Details in das Make-up eingearbeitet. Wenn wir uns dann dem Höhepunkt des Films nähern, beschleunigt seine Metamorphose rasant. Hier mussten wir sicherstellen, dass seine Kräfte genauso organisch waren wie die der vier Helden. Wiederum ist es ein sehr subtiler Effekt. Man sieht, wie sich die Struktur seiner Anatomie verändert, nicht nur an seiner Haut, sondern auch an seinem Gefäßsystem, der Muskulatur und dem Knochenbau.“

        „Es hat großen Spaß gemacht, Julian bei dieser Entwicklung, die seine Figur macht, visuell zu begleiten“, erklärt Fernandez. „Zu Anfang trägt er einige bildschöne Designeranzüge und helle Hemden, ist ganz der attraktive, reiche, stilvolle und eitle Victor. Wenn er sich zu verändern beginnt, haben wir für ihn dunklere Grau- und Schwarztöne benutzt, bis er schließlich seinen klassischen tiefgrünen Umhang trägt. Auch mit unseren Kostümen haben wir einen sehr subtilen Ansatz gewählt, um eine Verschmelzung der Figur mit dem Make-up und den visuellen Effekten zu erreichen.“

        „Was außerdem an Dr. Doom großartig ist“, ergänzt Williams, „ist, dass man ähnlich wie bei Michael Chiklis immer noch seine Augen sehen kann, obwohl er von Kopf bis Fuß zu Stahl geworden ist. Das zu erreichen, war elementar wichtig, um Tims Vision konsequent beizubehalten. Alle fünf Charaktere haben einen realen, glaubwürdigen, organischen Hintergrund, und keiner von uns wollte auch nur einen Teil davon verbergen. Es sind Menschen, keine Außerirdischen. Deshalb wird das Publikum wirklich alle menschlichen Emotionen sehen, die in diesem fantastischen Abenteuer zum Tragen kommen.“

        Den Figuren Leben und Kraft einzuhauchen, war eine beachtliche Leistung. Ähnlich zeit- und arbeitsaufwändig war die Erschaffung der Welt, in der diese Helden leben. Von den glatten geraden Linien im Büro von Victor von Doom, zu den prächtigen kurvigen Formen der Raumstation bis hin zum architektonischen Detailmischmasch, der das berühmte Baxter Building kennzeichnet – für all diese Elemente ließ sich Produktionsdesigner Bill Boes von den Original Comics aus dem Jahr 1961 inspirieren.

        „Als Stan Lee und Jack Kirby 1961 diese Comicreihe lancierten“, erklärt Boes, „reizten sie mit ihren Designs die Grenzen aus. Ihre Schöpfung der FANTASTIC FOUR ist ein brillantes Beispiel für das, was man damals als „das Vorantreiben des Zeitgenössischen“ verstand. Davon ließ ich mich inspirieren, die Technologie so weit wie möglich auszureizen, dass sie für das Publikum eben noch glaubwürdig und akzeptabel war. So wurde ich inspiriert, New York zwar in der Gegenwart verankert erscheinen zu lassen, aber die Stadt letztlich zu einem zeitlosen Ort zu machen, an dem die Figuren leben, arbeiten und die Welt retten.“

        Das größte für den Film gebaute Set war die Inneneinrichtung des Baxter Buildings, in dem sich Reed Richards Hochhaus-Labor und der Wohnbereich der FANTASTIC FOUR-Familie befindet. Nach Ansicht von Boes repräsentiert dieses Set all das, was er und die Filmemacher mit den Design Elementen zu erreichen versuchten. „Das Baxter Building ist ein um 1928 errichtetes Art Deco-Gebäude in Manhattan“, erklärt Boes. „Reed Richards bewohnt das oberste Stockwerk und hat diesem Bereich verschiedene Komponenten hinzugefügt – ein Labor, sein Büro, den Wohnbereich. Wenn man also das Gebäude von innen oder außen betrachtet, vermischt sich Altes mit Neuem. Mit diesem Set haben wir Jack Kirby Reverenz erwiesen, weil wir wussten, welche Bedeutung dieser Ort in der Geschichte der FANTASTIC FOUR besitzt.“

        „Dieses Set zu entwerfen und schließlich zu bauen, war ein großer Spaß“, gibt Boes zu. „Es gibt große Varianz in den Farben und der Struktur, die den locker-heiteren Ton dieses Films widerspiegelt. Unser Film ist ein ’Tageslichtfilm’ im Unterschied zu der düsteren ’Nachtstimmung’ der X-MEN-Filme. Das genau ist auch der Grund, warum ein Großteil der Handlung am Tag spielt. Das passt einfach besser zu diesem speziellen Comic und zu diesem Film.“

        Boes war auch verantwortlich dafür, an den Originalschauplätzen in und um Vancouver, wo man im Herbst 2004 vier Monate lang drehte, visuelle Konsistenz zu gewährleisten. Zwei der größten Sequenzen im Film ereignen sich auf der Brooklyn Bridge und in einer höhlenartigen Stadionarena, dem Austragungsort der aufregenden Motocross X-Games.

        „Obwohl natürlich jeder von uns die Actionsequenz auf der Brooklyn Bridge auch dort drehen wollte, ließen das die Kosten nicht zu“, erklärt Boes. „Einen Teil der Brücke haben wir angrenzend an das Pier 94 an der Nordküste Vancouvers errichtet. Er umfasste einen Abschnitt von 61 Metern Länge und 10 Metern Breite und war detailgenau nachgebaut bis hin zu den Metallbolzen, dem Anstrich und den Laternenpfählen. Die durch die Brücke führende Straße umrundete das Areal in einer Gesamtlänge von etwa 800 Metern, wie bei einer Rennstrecke. Das machte es wesentlich leichter, Ausrüstung und Autos wieder zum Ausgangspunkt zu bringen. Um die Brücke herum haben wir Blue Screens aufgestellt, einige davon waren fest verankert, andere waren mobil oder 15 Meter über dem Set angebracht.“

        „Es war äußerst wichtig, die Brücke richtig hinzubekommen“, fährt Boes fort, „denn sie ist Schauplatz für eine entscheidende und gewaltige Sequenz. Auf der Brooklyn Bridge nämlich entdecken die FANTASTIC FOUR schließlich das ganze Potenzial ihrer Kräfte und retten die Stadt das erste Mal.“

        „Durch die Kombination der Aufnahmen an der Brücke“, so Produzent Ralph Winter abschließend, „mit unseren Luftaufnahmen in New York und Vancouver und den in der Postproduction entstandenen visuellen Effekten konnten wir dem Publikum das Gefühl vermitteln, als stünde es auf der Spitze der Brooklyn Bridge, 60 Meter über der Wasseroberfläche."

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