Mittwoch | 30. Mai 2012 | 17:33 Uhr
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  • Poseidon

    Thriller, Action, Abenteuer | USA 2006
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      • | Überall Leichen

      • Nicht nur die Darsteller, Stuntleute und Hunderte von Statisten kamen an Bord zum Einsatz, sondern die Produktion beauftragte auch die Effekte-Scan-Firma Itronics, etwa 150 optische Klone der Mitwirkenden anzufertigen, die immer dann übernahmen, wenn es für die Schauspieler aus Fleisch und Blut zu gefährlich wurde und selbst die strengsten Sicherheitsvorkehrungen nicht mehr griffen – zum Beispiel während der Implosion des Ballsaals.

        Zu den Poseidon-Passagieren zählen auch 65 mit neuester Technik hergestellter Körperpuppen, die von der in der Branche angesehenen Firma KNB Efx Group angefertigt wurden, nachdem die Dreharbeiten zu „The Chronicles of Narnia“ (Die Chroniken von Narnia) gerade abgeschlossen waren. Die geschminkten und kostümierten Leichen aus Glasfaser sind so lebensecht, dass sie auch in Nahaufnahmen eingesetzt werden können. Wenn sie im Wasser versinken sollen, werden sie entsprechend beschwert, leichter sind sie, wenn sie an der Oberfläche treiben sollen. Andere hatten Gelenke, so dass sie wirklichkeitsnah durch die rotierenden Sets wirbeln oder von Stichflammen verkohlt werden. Die Glieder wurden mit inneren Drähten ausgerüstet, um die Extremitäten verdrehen zu können und glaubhafte Knochenbrüche zu simulieren. Einzelne künstliche Arme oder Beine dienten dazu, unter Trümmern oder Leichenbergen verschüttete Menschen darzustellen.

        Insgesamt setzte Petersen derartige Bilder eher zurückhaltend ein: Er will nicht schockieren, sondern mit dem Anblick von Toten und Verletzten nur die entsprechende Atmosphäre für seine Geschichte schaffen.

        Die KNB-Mitwirkenden waren von den lebenden Darstellern nicht zu unterscheiden und derart realistisch, dass sie den Schauspielern oft Respektsbezeugungen abnötigten. „Es war schon komisch, wenn wir über die Puppen stiegen“, lacht Kurt Russell. „Wir sind nie auf ihre Arme oder Beine getreten – das würde man bei richtigen Menschen ja auch nicht tun. Und manchmal konnte man sie auch gar nicht auseinanderhalten – da gingen wir lieber auf Nummer Sicher.“ Und Mike Vogel fügt hinzu: „Eines Tages sah ich eine Leiche am Set, die ich für eine Puppe hielt. Doch ein paar Minuten später merkte ich, dass sie atmete. Da habe ich vor Schreck buchstäblich einen riesigen Satz gemacht.“

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