Mittwoch | 30. Mai 2012 | 17:41 Uhr
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    Drama, Komödie, Fantasy | USA 2006
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      • | Die Nebendarsteller

      • Die Besetzung wird von zwei Leinwand-Veteranen und einem relativen Neuling komplettiert – Oscar®-Gewinnerin Linda Hunt (The Year of Living Dangerously (Ein Jahr in der Hölle, 1983)), Tom Hulce und Tony Hale.

        In ihrer kleinen, aber wichtigen Rolle beweist Linda Hunt eine komödiantische Anziehungskraft als Dr. Mittag-Leffler, eine Psychiaterin der gehobenen Preisklasse, die für Harold Cricks ungewöhnliche „Symptome“ keine andere Erklärung findet als Schizophrenie.

        Hunt wurde von ihrer langjährigen Freundin Lindsay Doran auf das Drehbuch aufmerksam gemacht. Und sie war sofort hingerissen. „Ein gutes Drehbuch findet man nicht so schnell – und man erkennt es sofort, wenn man es vor sich hat“, sagt die erfahrene Bühnen- und Filmdarstellerin.

        Hunts Erlebnisse am Set mit Will Ferrell waren faszinierend. „Man hatte mir gesagt, dass Will der liebenswerteste Typ und der lustigste Mann auf dem Planeten ist – in dieser Reihenfolge“, erinnert sie sich. „Noch mehr beeindruckte mich aber, dass er von seiner Figur zutiefst bewegt zu sein schien. Er hatte eine ganz wunderbare Ruhe an sich und all seine Szenen spielte er auf wunderbare Weise. Eigentlich bin ich ganz gut darin, mich vor der Kamera zurückzunehmen, aber es war schwierig mich mehr zurückzunehmen, als Will es tat. Alles, was er machte, war höchst konzentriert und wunderschön.“

        Hunt bewunderte vor allem den Regisseur. „Ich erzähle Ihnen etwas über Marc, das einfach außergewöhnlich ist – er sitzt in einem Zimmer mit den Schauspielern und beobachtet die Schauspieler. Die meisten Regisseure starren heutzutage nur noch in den Monitor, was im Grunde nichts anderes ist als dazusitzen und fernzusehen. Marc sitzt da und beobachtet dich. Und er schließt seine Augen und er hört dir zu. Das ist altmodisch, aber es ist brillant. Es gibt einfach nichts Besseres, wie man am Set arbeiten könnte.“

        Zum Cast stieß zudem Tom Hulce als IRS-Human-Resources-Berater Dr. Cayly. Man kennt Hulce vor allem dank seiner bravourösen und mit dem Oscar®-nominierten Tour de Force als Wolfgang Amadeus Mozart in Milos Formans Amadeus (Amadeus, 1984). Der Schauspieler beendete eine 13-jährige Pause vom Film, um bei SCHRÄGER ALS FIKTION mitzuspielen, nachdem Marc Forster, ein langjähriger Fan des Schauspielers, nicht locker gelassen hatte, ihn für die Rolle zu gewinnen. „Tom Hulce ist einer jener großartigen Schauspieler, die auf einmal den Entschluss gefasst haben, nicht mehr länger vor der Kamera zu stehen“, sagt Forster. „Wir trafen ihn und wir mussten versuchen, ihn zu überzeugen.“

        Lindsay Doran erinnert sich: „Im Grunde sagte Marc zu Tom: ,Es gibt noch fünf Rollen im Film, die nicht besetzt sind. Ein paar davon sind Frauen. Ein paar davon sind Männer. Hier ist die Liste. Such dir eine Rolle aus. Du hast völlig freie Wahl.‘.“

        Es funktionierte. Hulce war hin und weg vom Drehbuch. „Die Ambivalenz der Geschichte hatte etwas, das mich voll und ganz faszinierte. Denn obwohl sie das Potenzial besitzt, sehr komisch zu sein, ist sie auch sehr schön und bewegend“, sagt er. „Wir unterhielten uns über mehrere mögliche Rollen für mich, aber schließlich waren wir alle einer Meinung, dass Dr. Cayly die Antwort wäre. Er ist von der Steuerbehörde angestellt, sicherzugehen, dass niemand durchdreht – wie das bei Leuten in solchen Anstellungen immer wieder mal vorkommen soll. Er ist eine unerwartete Oase inmitten dieses unglaublich bürokratischen Territoriums.“

        Die Rückkehr zum Film war aufregend für Hulce. „Ich bin jahrelang nicht mehr vor einer Kamera gestanden. Also war für mich allein schon die Tatsache, mit Will Ferrell in einem Raum zu sitzen, eine hinreißende Angelegenheit“, erzählt er. „Es macht ganz besonders große Freude, an der Seite von jemandem zu spielen, der im Grunde immer dann noch wunderbar komisch ist, wenn er ganz ernst ist.“

        Das Ensemble wird von Tony Hale komplettiert in der Rolle von Harold Cricks Steuerkollegen Dave, der eine geheime Faszination hegt, das Space Camp zu besuchen. Obwohl man ihn aus der beliebten Fernsehserie „Arrested Development“ kennt, war er vor SCHRÄGER ALS FIKTION nie zuvor in einem Film besetzt worden (mittlerweile konnte man ihn noch in der Komödie R.V. (Die Chaoscamper, 2006) sehen). „Ich fand die Figur einfach toll“, gibt Hale zu Protokoll. „Mir gefiel, dass er und Harold zwei ungelenke Außenseiter sind, die gemeinsam eine großartige Freundschaft entwickeln.“

        Forster fand, dass Hale perfekt der Figur entsprach, als hätte man sie ihm auf den Leib geschrieben. „Dave steckt auf ganz ungeahnte Weise voller Unschuld und Anmut. Als Tony zum Vorsprechtermin erschien und seine Zeilen vorlas, brachte er genau das mit“, sagt er. Lindsay Doran sieht es genauso: „Alles, was er tat, hatte eine gewisse Kind-Mann-Qualität – nicht nur die Zeilen über das Space Camp, sondern auch, wenn er einfach nur Hallo sagt. Man bekommt einen Eindruck von einem Menschen, der nicht ganz erwachsen geworden ist – und das aber auf sehr charmante Weise.“

        Es ist ein Zufall, dass Hales Ehefrau früher als Make-up-Künstlerin bei „Saturday Night Live“ gearbeitet hat und dabei Will Ferrell regelmäßig begegnet war. „Ich kannte all diese großartigen Geschichten über Will, dass er umwerfend komisch und doch sehr bodenständig sei. Jetzt habe ich ihn kennen gelernt und kann nur bestätigen, dass all die Geschichten wahr sind“, sagt Hale. „Er ist ein wirklich normaler, netter Kerl, der obendrein noch unglaublich talentiert ist.“

        Für Hale war die gesamte Erfahrung bei SCHRÄGER ALS FIKTION auf merkwürdige Weise wunderbar. „Man hört all diese Albtraumgeschichten, dass Hollywood vor großen Egos und übersättigten Menschen und Zynikern platzt. Aber die Menschen, die an diesem Film gearbeitet haben, hätten nicht netter sein und härter arbeiten oder mehr an der Umsetzung ihrer Geschichte interessiert sein können. Marc, Lindsay, Will – alle zogen einfach an einem Strang. Ich habe fast ein bisschen Angst, noch einmal einen Film zu drehen, weil ich eigentlich nur enttäuscht werden kann.“

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