Mittwoch | 30. Mai 2012 | 21:01 Uhr
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  • Collateral Damage - Zeit der Vergeltung

    Thriller, Action | USA 2002
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      • Ein ganz gewöhnlicher Morgen in L.A.: über den Köpfen strahlend blauer Himmel und Stau auf den Straßen. Feuerwehrmann Gordy Brewer (Arnold Schwarzenegger) ist Downtown mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn verabredet, aber er verspätet sich im Verkehrschaos. Als er endlich vor dem Büro- und Shoppingkomplex aus seinem Wagen steigt, kommt er gerade noch rechtzeitig, um mitanzusehen, wie in einem in der Nähe geparkten Auto eine Bombe explodiert und Trümmerteile und zersplittertes Glas niederprasseln. Anne und Matt Brewer überleben diesen Anschlag, der einigen Besuchern des kolumbianischen Konsulats gegolten hat, nicht.

        Gordys Trauer eskaliert in Wut, als er feststellen muss, dass die amerikanischen Behörden die Verfolgung des Attentäters aus Staatsräson nicht mit aller Kraft betreiben, obwohl sie seine Identität kennen: Es ist der Kopf der kolumbianischen Guerilla-Organisation ALC, der sich selbst „Der Wolf“ nennt. Als Verkehrspolizist getarnt, hat Brewer dem Terroristen Sekunden vor der Detonation sogar noch in die Augen geschaut und könnte ihn identifizieren – doch für die amerikanischen Ermittlungsbehörden sind seine geliebten Angehörigen lediglich „Kollateralschaden“ (Collateral Damage). Zivilpersonen, die sterben mussten, weil sie unglücklicherweise zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Allein eines vermag Gordy Brewer in der tiefen Trauer um seine Familie ein wenig Trost zu spenden: die Hoffnung, dass die Gerechtigkeit siegen und „der Wolf“ gefasst wird, bevor er erneut Menschenleben auslöschen kann. Doch Wochen vergehen, das tragische Ereignis ist längst aus den Nachrichten verschwunden, bis die Ermittlungen schließlich ganz zum Stillstand kommen.

        Gegen den Rat seiner Freunden und des FBIs und ungeachtet der ausdrücklichen Warnungen durch den CIA-Agenten Brandt (Elias Koteas) beschließt Gordy, den „Wolf“ auf eigene Faust aufzuspüren. Er macht sich auf eigene Faust nach Südamerika auf, wo er in das Gebiet der Guerilleros vorstoßen will. Er weiß, dass sein Plan nur geringe Chancen auf Erfolg hat, ihm wahrscheinlich sogar das Leben kostet und den Trip in die grüne Hölle zu einer Reise ohne Wiederkehr werden lässt. Doch Gordy Brewer ist egal, welche Risiken er eingeht und wie gering seine Chancen sind; denn er hat nichts mehr zu verlieren.

        Gleich bei seiner ersten Busfahrt ins Landesinnere gerät er in eine Straßensperre, bei der niemand weiß, ob es sich um Militärs, Freiheitskämpfer oder vielleicht sogar CIA-Beamte handelt. Während Brewer drei Mädchen rettet, gerät er so selbst ins Schussfeld der Bedroher, die sich tatsächlich als amerikanische Truppe des CIA-Agenten Peter Brandt entpuppen, der bei dem Anschlag in L.A. ebenfalls zu den Zielpersonen zählte. Eigentlich soll er seine Männer innerhalb von 72 Stunden aus dem Krisengebiet zurückziehen, doch er hat andere Pläne und will stattdessen den „Wolf“ alias Claudio Perrini (Cliff Curtis) fassen – und hat damit nun auch Brewer im Visier...

        Während es Brewer nach einer spektakulären Flucht über einen Wasserfall gelingt, unerkannt in die Hafenstadt Mompós vorzudringen, entwickelt der „Wolf“ den Plan, ihn zu kidnappen und mit ihm als Geisel die USA zu erpressen – so wird der Feuerwehrmann fortan sowohl von der CIA als auch den eiskalten Kämpfern der ALC gejagt... Auf dem Marktplatz treffen alle beteiligten Parteien aufeinander und liefern sich eine wilde Schießerei – kurz nachdem Brewer den kleinen Sohn der schönen Selena (Francesca Neri) vor einem Motorradunfall gerettet hat. Brewer kann zwar den Häschern des ALC entkommen, dafür wandert er mit einigen von ihnen ins Gefängnis, wo sich sein Zellennachbar, der kanadische Mechaniker Sean Armstrong (John Turturro), als Kenner der einheimischen Verhältnisse entpuppt. Er besitzt einen Passierpass fürs Guerillero-Gebiet, den er Brewer allerdings nicht überlassen will – erst als die ALC-Kämpfer die Gefängnismauern aufbomben und die dreckigen Katakomben mit Waffengewalt stürmen, verkauft er Brewer seine Papiere, damit der ihn aus der entzündeten Feuersbrunst rettet. So nähert sich Brewer seinem Ziel, indem er auf einer Kokainplantage, die im Gebiet der Widerständler liegt, den Generator und andere Elektrogeräte repariert. Doch erneut sind ihm Perrinis Leute auf den Fersen, und einmal mehr muss Gordy fliehen: Er kann seinen Entführerin entkommen, indem er, der versierte Feuerwehrmann, eine Brandbombe baut.

        Doch seine Flucht führt ihn nicht weit: Gerade eben kann er dem Inferno, das er selbst entzündet hat, entkommen, schon haben ihn seine Feinde eingeholt. Perrini will ihn voller Wut erschießen – da ruft ihn Selena, die mit ihrem Jungen gerade dazustößt, zur Räson. Brewer wird eingekerkert und erfährt vom Schicksal des „Wolfs“, der seine eigene Tochter im Kampf für seine Ziele verloren hat und die nach einem Angriff der kolumbianischen Militärs in seinen Armen starb. Er schildert Kolumbien als ein Land, das zum Spielball internationaler politischer und wirtschaftlicher Interesse geworden ist. Brewer und der Wolf sind vereint in ihrem Schicksal: zwei Männer, die Auge um Auge und Zahn um Zahn für persönliche Vergeltung kämpfen – und die dennoch keine Sympathie füreinander kennen. Denn als Selena, die sich als Perrinis Frau entpuppt, ihm gesteht, dass ihr Mann bereits ein weiteres Ziel im Herzen der USA, mitten in Washington, ins Auge gefasst hat, kennt Brewer nur einen Gedanken: den Terroristen aufzuhalten.

        Zusammen mit Selena, fliegt Gordy nach der Befreiung durch das CIA nach Washington, wo Perrinis Frau im Außenministerium anhand von Satellitenaufnahmen sein nächstes Terrorziel identifizieren soll. 40 Minuten bleiben dem FBI und Brewer, um seine ferngezündete Bombe zu entdecken. Doch als sie das Ziel - Washingtons Union Station – endlich gefunden haben, hat ein Stadtstreicher den Aktenkoffer mit dem Sprengsatz gestohlen und versucht, ihn auf der Toilette zu öffnen. In letzter Sekunde können die Spezialtruppen ihn aufspüren – doch die Aktentasche ist leer. Und Brewer dämmert, dass der Wolf einen Komplizen haben muss – irgendwen in Washington, irgendwo ganz in seiner Nähe...

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