Mittwoch | 30. Mai 2012 | 21:07 Uhr
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  • FILMDETAILS | Lonely Hearts Killers
  • Lonely Hearts Killers

    Thriller, Drama, Crime | USA 2006
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      • | Der Wahrheit der Geschichte gerecht werden

      • Beim Schnitt ergab sich so manches Problem, weil eine Reihe von Szenen aus dem Drehbuch aufgrund des beschränkten Budgets nicht realisiert werden konnten. Todd Robinson sagt: „Wir hatten klaffende Löcher in der Geschichte. Der komplette Teil, der im Sing-Sing- Gefängnis spielte, fehlte noch.“ Kathryn Himoff wurde als Cutterin engagiert. Sie hat eine ziemlich abwechslungsreiche Filmographie mit Projekten wie KILLING ZOE („Killing Zoe“, 1994), POLLOCK („Pollock“, 2000) und HOUSE OF 1000 CORPSES („Haus der 1000 Leichen“, 2003) und wird auch den nächsten Film von Robinson wieder schneiden. Himoff erklärt: „Ich tendiere ja eher zu femininen Stoffen. Aber es ist lustig, dass ich dann fast immer bei Filmen lande, die sich damit befassen, was in den Köpfen von Männern vorgeht.“

        Außerdem erklärt sie: „Ich schnitt den kompletten Film und füllte die fehlenden Stellen mit Platzhaltern aus. Wenn sie dann gedreht waren, stellte ich den Film jeweils wieder neu zusammen, um sie passend einfügen zu können. Jeder Rhythmus, jede Note muss genau getroffen werden, um die gewünschte Emotion zu evozieren.“

        Todd Robinson meint: „Wir haben eine ähnliche Einstellung zu unserer Arbeit: Wir hören nicht auf, bis alles gemacht ist.“

        Himoff sagt: „Das Drehbuch hat mich begeistert. Es ist das beste Drehbuch, das ich jemals gelesen habe, so opernhaft und umgesetzt mit so wunderbaren Schauspielern. Es war eine Herausforderung, die verschiedenen Handlungsstränge zusammenzufügen. Deshalb blieb von der eigentlichen Struktur des Drehbuchs nach dem Schnitt nicht mehr viel übrig. Wir mussten das Drehbuch nehmen und regelrecht wegwerfen. Der Film ist völlig anders, mit einem komplett neuen Ende.“

        Eines der letzten Elemente, das zum Film hinzugefügt wurde, war die hinreißende Eröffnungstitelsequenz, die von der Thomas Cobb Group mit eigens dafür gedrehten Szenen entworfen wurde. Es war auch eine Erfindungsreiche Art und Weise, wie man originale Zeitungsausschnitte der Robinson-Familie mit den Bildern eines Selbstmords verbinden konnte. Todd Robinson findet: „Die Titelsequenz stimmt auf die Geschichte ein, und wir mussten noch einmal Material mit dem zweiten Drehteam schießen, damit wir sie anständig fertig machen konnten.“

        Himoff überlegt: „Ich beginne einen Film immer gern mit einer Frage. Bei LONELY HEARTS KILLERS lag es mir am Herzen, von Anfang ein Gefühl für den Ort und die Wahrheit der Geschichte zu etablieren.“

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