Donnerstag | 31. Mai 2012 | 02:26 Uhr
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  • 28 Weeks Later

    Thriller, Science Fiction, Horror | Großbritannien 2007
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      • | London wird zum Stillstand gebracht ...

      • Der Look macht einen großen Teil von 28 WEEKS LATER aus. Vor allem das postapokalyptische London ist Schrecken erregend. Um sich zu inspirieren, suchte Produktionsdesigner Mark Tildesley nach vergleichbaren echten Schauplätzen: „Ich glaube, dass der Hurrikan Katrina ganz ähnliche Verwüstungen hinterließ wie die Seuche in unserem ersten Film. Abertausende von Menschen wurden damals über Nacht ihrer Wohnungen und Häuser beraubt und mussten nun irgendwo unterkommen. Wie bei uns im Film. Genauso auf anderem Gebiet. Es bildeten sich Schlangen bei den Essenausgaben, das Militär sorgte für Ordnung, Lebensmittel wurden herangeschafft und rationalisiert. Dann organisierte man sich und begann, die Stadt aufzuräumen…“

        Entsprechend dieser Vorgaben begann Tildesley sich nach dem geeigneten Drehort umzusehen. Man suchte gemeinsam einen Ort, der einerseits das alte infizierte und anderseits das neu aufgebaute London repräsentieren könnte. Gleichzeitig musste gezeigt werden, wie schwer ein Neuaufbau für die Bevölkerung ist. Nach längerer Überlegung entschloss man sich, den District One auf der Isle of Dogs, einer Halbinsel im East End Londons anzusiedeln. „Es gab tatsächlich mal eine Zeit, als die Isle of Dogs nach Unabhängigkeit strebte“, erläutert Tildesley. „Man plante die Brücken zu sperren und Pässe für die Bewohner auszustellen. Als wir also ein geeignetes Viertel für den Wiederaufbau suchten, erschien uns die Isle of Dogs als logischer und möglicher Ort. Sie liegt geographisch gut, besitzt eine saubere Infrastruktur, ist gut beleuchtet und verfügt über eigene Generatoren. Die Banken sind gut gesichert und verfügen dank einer großen Telekommunikationsfirma über hervorragende, weltweite Informationsanbindungen. Zudem ist das Viertel fast vollständig von Wasser umgeben, was es einfach macht, den Bezirk zu sichern.“

        Und Tildesley fährt fort: „In 28 DAYS LATER sieht man das alte, bekannte London. Abgelebt, abgewohnt, klassisch-gammelig einfach… Für einen Neubeginn wäre es doch schön, eine Art neue, saubere Welt zur Verfügung zu haben. So entschlossen wir uns, das Neo-London hypermodern zu gestalten, mit scharfen Kanten und glatten Flächen. Was natürlich gleichzeitig auch schade ist, weil man nun weiß, dass es das alte London nicht mehr gibt. Das wird einem besonders in der Szene bewusst, wenn die beiden Kinder nach Wembley ausreißen, zurück in die Vergangenheit an den Ort ihrer Kindheit. Sie überqueren die Brücke, kommen von der neuen in die alte Welt.“

        Aber das neue London birgt auch seine Schattenseiten. Der Virus bricht erneut aus, die Infizierten dringen ein. Wie würde sich das auf die Kleidung auswirken? Das war die Frage, die sich die Kostümdesignerin Jane Petrie stellen musste. Sie kam zu dem Schluss, dass die Leute ganz normal, ganz ihrer Arbeit entsprechend angezogen werden mussten: „Der Virus bricht schließlich unerwartet und abrupt aus. Er nimmt keine Rücksicht darauf, was die Menschen gerade machen. Man kann also an den Kleidern erkennen, welchen Beschäftigungen die Infizierten gerade nachgegangen sind. Wenn man sich überhaupt traut genau hinzuschauen, sind doch die meisten über und über mit Erbrochenem und Blut bedeckt.“

        Für die Schauspieler des Films stellten die vielen Infizierten zumindest eine bizarre, oftmals auch schwer zu ertragende Erfahrung dar. Imogen Poots erklärt warum: „Ich fand es toll dabei zuzusehen, wie die Infizierten geschminkt wurden. Das ganze Blut und so… Aber dann, wenn man vor ihnen davonlaufen musste, dann wurde es gruselig. Ich habe mir vorgestellt, wirklich von diesen Kreaturen gejagt zu werden und das hat mir schon Angst gemacht. Vor allem weil sie so echt wirkten und diesen Furcht erregenden Lärm gemacht haben…“

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