Thriller,
Action,
Abenteuer
| Deutschland / USA 2007
WERBUNG
| Jason Bourne kehrt nach Hause zurück
Über die letzten fünf Jahre haben die Zuschauer Bournes gefährliche Reise mit Spannung verfolgt. Als 2002 „Die Bourne Identität“ in die Kinos kam, war das Publikum begeistert von der unabhängigen Vision, die dem Agenten-Thriller im neuen Millennium eine spürbare Frischzellenkur und einen ganz neuen Twist verpasste. „Was die Zuschauer wirklich über-raschte, war der erfrischend neue Ansatz dieses Films“, sagt Produzent Frank Marshall. „Es war nicht der Action-Film, den sie erwartet hatten. Ich glaube, sie hatten mit einem Film ge-rechnet, der keine so mutigen Entscheidungen zu bieten hatte – sowohl in der Erzählweise, bei den Kameraeinstellungen wie auch in der großartigen Darstellung von Matt Damon.“
Für die Regie am zweiten Teil der Serie, „Die Bourne Verschwörung“, engagierten die Pro-duzenten Paul Greengrass, ein britischer Filmemacher, der vom Kinopublikum und der Kritik für seine Dokumentar- und Spielfilme gefeiert wurde – darunter der international renommierte „Bloody Sunday“ und „Omagh“ (TV). Obwohl er gerade den Übergang zu Filmen mit großem Budget geschafft hatte, behielt Greengrass sein Markenzeichen, die Handkameras, und auch die stilsicheren blitzschnellen Schnitte bei – auch in der Fortsetzung der Geschichte eines Mannes, der alleine gegen eine geheime Regierungsorganisation kämpft. „Die Bourne Verschwörung“ wurde von der Kritik mit Lobeshymnen überhäuft; Peter Travers vom Rolling Stone schwärmte: „Falls man vergessen hat, was für einen Kick es bringt, sich einen globe-trottenden, arsch-tretenden, peitschenhieb-schnellen Action-Film voller Humor, Stil und In-telligenz anzusehen, muss man unbedingt eine Fahrt mit „Die Bourne Verschwörung“ unter-nehmen.“
Greengrass hatte durch diesen Thiller und seinen folgenden Film, „Flug 93“ (2006), bei dem er das Drehbuch schrieb und Regie führte, einen kometenhaften Karriere-Kick. In dem emotional herausfordernden, mutigen Drama „Flug 93“ wird die Geschichte der Passagiere und Besatzung, der Familien am Boden und der Fluglotsen erzählt, die mit wachsendem Entsetzen beobachten, wie der Flug 93 der United Airlines zum vierten entführten Flugzeug wird, das am Tag der schlimmsten Terroranschläge auf US-amerikanischem Boden betroffen ist: am 11. September 2001. Greengrass’ Arbeit und der Film wurden auf unzähligen Top-Ten-Listen erwähnt; der Regisseur bekam hierfür auch seine erste Oscar-Nominierung in der Kategorie Beste Regie.
Jetzt widmet sich Greengrass in „DAS BOURNE ULTIMATUM“ erneut dem einzelgängeri-schen Helden – um die Antworten darauf zu finden, wer und was Bourne wirklich ist, und wer ihn dazu gemacht hat. Aus dem Bedürfnis heraus, diese offenen Fragen zu klären, wandte sich Greengrass erneut dieser Serie zu. „Bourne ist ein wirklicher Mensch in einer wirklichen Welt, der sich auf eine mythische Suche begibt“, meint der Regisseur. „Das Wunderbare daran ist, dass es eine gegenläufige Geschichte ist. Ist er ein Killer, oder wurde er zu einem Killer gemacht? Vorherrschend ist dieses untergründige Gefühl, dass Bourne einer von uns ist, und dass er vor ‚ihnen’ davonläuft. Er versucht, die Antworten zu bekommen, und hat zu ihnen kein Vertrauen. Sie sind alle böse, das System ist korrumpiert. Es macht großen Spaß, das in aufregender Weise innerhalb eines sehr zeitgenössischen Rahmens zu vermitteln.“
Keine „Bourne“-Folge wäre vollständig ohne Oscar-Preisträger Matt Damon in der Titelrolle. Der Schauspieler war glücklich über Greengrass’ Entscheidung, auch im dritten Teil Regie führen zu wollen: „Paul ist einer der großen Regisseure der Gegenwart“, meint Damon. „Er ist ein wahrer Geschichtenerzähler, und sein Stil ist für solche Filme perfekt, denn er ist nicht theatralisch. Er dreht auf eine Weise, die ein extrem aufrichtiges Gefühl vermittelt.“
Auch im dritten Teil verleiht Damon, wie bereits seit dem ersten „Bourne“, der Titelfigur die prägende, ruhige Intensität und überzeugende Aufrichtigkeit bei seiner Suche nach der Wahr-heit. „Matt ist stets akkurat“, meint Greengrass seinerseits. „Er hat das gewisse Etwas an sich, das die Zuschauer wissen lässt, dass er zu den Guten gehört. Er ist ein wunderbarer Darsteller, besonders wenn seine Figur sehr düster ist. Dieser Figur wohnt die Sehnsucht inne, gut zu sein, und das spricht die Menschen an, besonders die Jugend. Matt und ich haben die gleichen Instinkte für Bourne, den Film und das Franchising.“
Produzent Marshall meint, dass Damon über die gleichen Qualitäten verfügt, die bereits den Protagonisten in Robert Ludlums klassischen Spionage-Romanen auszeichnet: „Matt verkör-pert genau das, was sich Ludlum für diesen Charakter gewünscht hätte. Er sieht zum Beispiel nicht wie ein Mörder aus, obwohl er ein Profi-Killer ist; er wirkt ganz normal und kann sich in der Masse unsichtbar machen. Genau das ist die Figur, die Ludlum gezeichnet hat.“
Ganz im Einklang mit den vorherigen „Bourne“-Drehbüchern setzt sich auch Tony Gilroys Story zu „DAS BOURNE ULTIMATUM“ von den historischen Rahmenhandlungen der Ro-mane ab. Ludlums Romane wurden inmitten des Kalten Krieges geschrieben, eine Zeit, die für die später geborene Generation fast keine Anknüpfungspunkte mehr bieten würde. Doch Ludlums Themen wie Verschwörungstheorien und geheime Regierungsprogramme, die außer Kontrolle geraten, bleiben zeitlos und sind von universeller Gültigkeit. Lange Zeit glaubte man, der Bestseller-Autor habe Verbindungen zu einem CIA-Insider – einer Kontaktperson, die es ihm möglich machte, seinen Geschichten höchste Glaubwürdigkeit zu verleihen.
Genau wie Ludlum tauchte auch der Regisseur in die Schattenwelt der Spionage ein. 1987 war Greengrass Co-Autor des Erfahrungsberichts eines ehemaligen MI 5-Agenten– gemeinsam mit Peter Wright, dem ehemaligen Vize-Direktor dieser britischen Geheimdienstbehörde. Der Originaltitel des Buches ist „Spycatcher – The Candid Autobiography of a Senior Intelligence Officer“ (die deutsche Ausgabe mit dem Titel Spycatcher. Enthüllungen aus dem Secret Service erschien 1988 im Ullstein-Verlag); die ergebnislosen Bemühungen der britischen Re-gierung, diese Veröffentlichung zu verhindern, trugen erheblich zum Bekanntheitsgrad des Buches bei und machten daraus schließlich einen internationalen Bestseller. Greengrass’ flüchtiger Eindruck von den echten Verzahnungen des Spionage-Spiels gaben ihm auch für die „Bourne“-Geschichte sicherlich Einblicke, über die kaum ein anderer Regisseur verfügt.
In den vorangegangenen Teilen erfuhr Bourne nur ansatzweise etwas darüber, wer er war - vornehmlich durch seine ungewöhnlich hoch entwickelte, instinktive Reaktionsfähigkeit: wie man in aller Öffentlichkeit eine Zielperson tötet oder wie man jede erdenkliche Person, die sich einem in den Weg stellt, überlistet. Doch der Verlust seiner einzig wahren Liebe nimmt ihm den Elan, diese Fähigkeiten auch einzusetzen. „Marie repräsentierte Bournes humane Seite“, sagt Damon. „Er hat eine sehr düstere Vergangenheit, hat schreckliche Dinge getan und weiß das auch. Marie hat ihm dabei geholfen zu verstehen, was er getan hat und was es bedeutet, ein Mensch zu sein. Nachdem sie ihm genommen wurde, hat er nun nichts mehr zu verlieren.“
Bourne glaubte, sein ehemaliges Leben sei endgültig Vergangenheit, nachdem der verräterische CIA-Agent Ward Abbott (Brian Cox) am Ende von „Die Bourne Verschwörung“ erschossen worden war. „Treadstone steht für jene Gruppe, mit der er niemals wieder Kontakt haben will“, erklärt Damon. „Am Ende der „Verschwörung“ setzte Bourne ihnen ein Ultimatum: Er werde sie mit allen Mitteln bekämpfen, die in seiner Macht stehen, wenn sie ihn weiter verfolgten.“
Doch die Notwendigkeit, weltweite Überwachungssysteme aufrechtzuerhalten und jedwede Bedrohung der nationalen Sicherheit zu neutralisieren, hat sich in den Köpfen der CIA-Verantwortlichen hochgeschaukelt – und statt Treadstone gibt es nun das Blackbriar-Projekt. „Sie haben aus den Fehlern früherer Agenten gelernt, die geistig zusammengebrochen sind, und deshalb die neuen Methoden des Trainings und der Veränderung des Verhaltens dieser Agenten verfeinert“, sagt Damon.
Nicht nur die Überwachungsmethoden mit Spitzentechnologie und atemberaubende Action sollten im dritten Teil wieder eine Rolle spielen – Greengrass wollte den Schwerpunkt dieser Episode auf das Reisen legen. In der Tat wäre kein „Bourne“-Film vollständig ohne eine ner-venzerfetzende Jagd um den Globus, die Bourne und die Zuschauer an neue Schauplätze führt – von London über Madrid nach Tanger, von Paris über Moskau nach New York City. „Es sollten zeitgenössische Landschaften sein, und mir gefiel die Vorstellung, London, Madrid und New York zu verbinden“, meint Greengrass. „Es gibt auch Szenen in Moskau und längere Sequenzen in Tanger. Alle „Bourne“-Filme sind mehr als reine Spurensuchen, sie sind in-tensive Reisen.“
Nachdem Matt Damon sowie die Schlüsselakteure im Bereich Produktion und Regie wieder mit von der Partie waren, machte man sich an die Besetzung der weiteren Rollen.