Thriller,
Action,
Abenteuer
| Deutschland / USA 2007
WERBUNG
| Die Besetzung der Spione und Verräter
Die Kommandohierarchie hat sich verändert, doch in „DAS BOURNE ULTIMATUM“ wer-den die Aktivitäten der ehemaligen Geheimorganisation Treadstone fortgesetzt – in verfei-nerter Form, unter dem Banner von Blackbriar, noch geheimer und angepasst an die nach den Terroranschlägen vom 11. September herrschenden Bedingungen. Über die Darsteller sagt Greengrass: „Es gibt nicht den einen Bösewicht – es gibt ein böses System. Wir sehen den Bruch zwischen dem Helden, der nach dem Licht der Wahrheit strebt, und dem korrumpierten System.“
In diesem dritten Teil sind auch zwei gefeierte Schauspielerinnen wieder mit an Bord, die bereits für die Entwicklung der Serie ausschlaggebend waren. Joan Allen spielt die Agenten-Jägerin Pamela Landy, eine CIA-Mitarbeiterin, die auch intern ermittelt und gewisse Sympa-thien für Bourne entwickelte, als sie im zweiten Teil der Serie gegen den bösartigen Abbott antrat. Auch Julia Stiles kehrt als Nicolette „Nicky“ Parsons auf die Leinwand zurück; jetzt arbeitet sie in Madrid, als Bourne dort ankommt.
Was Joan Allen angeht, so waren nicht nur die Fans auf ihre Rückkehr erpicht: „Joan verleiht der Figur von Pamela Landy eine coole, intellektuelle Dimension“, meint Greengrass. „Man spürt ihre stete Wachsamkeit; sie verkörpert die CIA-Seite der Story.“
In „DAS BOURNE ULTIMATUM“ wird Landy einberufen, um Noah Vosen - gespielt vom Oscar-nominierten Darsteller David Strathairn –, dem komplizierten neuen Leiter der Ge-heimabteilung der CIA, dabei zu helfen, den wieder aktiv gewordenen Bourne aufzuspüren. Sie ahnt aber schon bald, was Vosens Gruppe mit Blackbriar wirklich vorhat, und kann das als gesetzestreue CIA-Agentin nicht gutheißen. Allen erklärt: „Sie wird geholt, um bei der Suche nach Bourne zu helfen, denn in gewisser Weise ist sie eine Expertin, wenn es um ihn geht. Er ist für sie ein Rätsel, und sie hat Mitgefühl für ihn – aber sie will das Rätsel, das ihn umgibt, lüften. Es ist ein Netz aus Spionage, Lügen und Geheimnissen, doch Pamela hat dennoch ein stark entwickeltes, ethisches Verantwortungsgefühl.“
Landys unnachgiebige Suche nach der Wahrheit über Treadstone – und heiße Auseinander-setzungen mit Vosen – verleihen dieser Bourne-Story eine noch tiefere Dimension. „Sie stellt fest, dass sie – wenngleich sie Bourne nicht unbedingt verteidigt – ihm zumindest die Gele-genheit geben will, seine Taten zu erklären“, meint Produzent Crowley. „Sie ist bereit, Bourne vor Gericht aussagen zu lassen, doch Vosen will Bourne um jeden Preis eliminieren. Wenn Landy und Vosen aneinander geraten, ist das ein großartiges Schauspiel.“
Die von Nicky in der Serie durchgemachte Entwicklung begann schon in „Die Bourne Iden-tität“ und war überaus vielschichtig: „In „Identität“ wusste Nicky nicht wirklich, was sie da tut“, sagt Julia Stiles über ihre Rolle. „Jetzt steht sie wieder an einem Scheideweg. Sie weiß, dass sich die Situation mit Blackbriar verschlimmert hat, und will nicht mehr daran beteiligt sein. Sie kommt aus dem Regen in die Traufe, denn sie will überleben, steht aber mit dem Rücken zur Wand, weil sie zuviel weiß.“
„Es gibt eine tolle Auflösung für ihre Figur“, fügt Matt Damon hinzu, „sobald man versteht, wie ihre Verbindung zu Bourne ist. Sie sind wieder zwei junge Leute, und sie sind wieder auf der Flucht. Sie geraten in viele Situationen, die denen mit Bourne und Marie ähneln, aber es ist klar, dass es zwischen ihnen niemals zu mehr kommen wird – wegen der Entscheidungen, die sie in ihren Leben getroffen haben.“
David Strathairn wurde eingeladen, um Vosen, den Leiter des geheimen Programms von Blackbriar, zu spielen. Crowley, der bereits bei „L.A. Confidential“ mit Strathairn zusam-mengearbeitet hatte, erzählt, warum die Filmemacher an diesem Darsteller interessiert waren: „Seine Stärke stammt aus seiner Sanftheit. In allen Dingen, die er tut, vermittelt er eine sehr tiefsinnige Intelligenz.“
Strathairn selbst war begeistert von der Chance, Teil des „Bourne“-Ensembles zu werden. Über seine Behörde sagt er: „Blackbriar ist eine Operation, deren oberstes Ziel darin besteht, gegen frühere Bedrohungen Informationen zu sammeln und Aktionen durchzuführen. Vosen ist dabei ein Teil – und vielleicht sogar federführend in – dieser Organisation, die gegründet wurde, um das fortzusetzen, was Treadstone einst ins Rollen gebracht hatte.“
Der gefeierte und erfahrene Schauspieler Scott Glenn wurde als CIA-Direktor Ezra Kramer besetzt. „Scott Glenns Rolle ist der neue Mann in der CIA, und nun spielt sich alles unter sei-ner Leitung ab“, sagt Produzent Paul Sandberg. „Man braucht schon einen Darsteller von schwerem Kaliber, um diese Führungsstärke, Präsenz sowie den mehrdeutigen Unterton ver-mitteln zu können, die einen solchen Charakter definiert. Scott war für diese Rolle die Ideal-besetzung.“
In der Tradition der „Bourne“-Schurken - darunter Clive Owen als der Professor in „Die
Bourne Identität“ und Karl Urban als Kirill in „Die Bourne Verschwörung“ – schlüpft nun der aus Venezuela stammende Schauspieler Edgar Ramirez in die Rolle des Paz, einem der Blackbriar-Profikiller der neuen Generation. „Wir haben nach jemandem gesucht, der sich an jedes erdenkliche Umfeld in der dritten Welt anpassen könnte, in dem seine Dienste gefragt würden“, erinnert sich Crowley.
Bekannt als einer der wertvollen „Aktivposten“ in der Behörde, verfügt Paz über vergleichbare Fähigkeiten wie Bourne und verwickelt sich schon bald in zwei bezeichnende Katz-und-Maus-Spiele mit dem Einzelkämpfer Bourne. „Es gibt im ersten Teil eine großartige Szene, in der Bourne dem Professor von Angesicht zu Angesicht gegenübersteht“, erzählt Greengrass. „Bourne hat auf ihn geschossen, der Professor blickt auf und sagt: ‚Sieh nur, was sie dich tun lassen.’ Das definiert die Beziehung zwischen diesen Typen. Im dritten Teil hat sich Bourne in den erfahrenen Veteranen verwandelt; Paz ist das frische Blut, und diese Dynamik zieht sich durch den gesamten Film.“
Zum internationalen Schauspielensemble gehört auch Paddy Considine in der Rolle des briti-schen Reporters Simon Ross; er ist der Mann, der die Story in Gang setzt, als ihm von einem CIA-Mitarbeiter Informationen über Bourne, die Untergrund-Aktivitäten des Geheimdienstes und – besonders wertvoll – auch über Blackbriar zugespielt werden. „Er ist von Bourne und der Vorstellung eines außer Kontrolle geratenen Geheimdienstagenten fasziniert“, sagt Consi-dine. „Doch Ross berührt gerade einmal die Spitze eines gigantischen Eisbergs, und entdeckt dann weitaus mehr, als er sollte. Es ist ein Kampf ums Überleben mit den Informationen, über die er verfügt.“
Nachdem Bourne seinen eigenen Namen in der Zeitung gelesen hat, für die der Journalist Ross arbeitet, versucht er, zu Ross zu gelangen, bevor Blackbriar-Agenten – darunter auch Paz – ihn daran hindern können. „Es liegt ja in ihrem Interesse, dass die Geschichte nicht veröffentlicht wird“, meint Damon.
Die Rolle von Ross’ CIA-Quelle, Neal Daniels – ein Mitarbeiter, der sein Gewissen reinwa-schen möchte -, spielt Colin Stinton. Daniels führt Bourne schließlich auch zu seinem Kollegen Dr. Albert Hirsch - gespielt vom gefeierten Charakterdarsteller Albert Finney -, und der Anblick beider Männer weckt in Bourne dunkle Erinnerungen an eine Vergangenheit, die lange in den Untiefen seines Gedächtnisses schlummerten… ebenso wie die Erinnerung an ein Leben vor Treadstone.
„Bournes Motivation ist es, nach Tanger zu gelangen und Daniels aufzuspüren, um ihn zu befragen und herauszufinden, was dieser über das geheime Programm genau weiß“, sagt Sandberg. „Dieser Mann ist der Schlüssel zu Bournes eigener Vergangenheit.“ Bournes Reise auf der Suche nach der Wahrheit führt ihn von London über Madrid nach Tanger, wo er mit Desh – gespielt von Joey Ansah -, einem weiteren Blackbriar-Killer, in einer atemberaubenden Verfolgungsjagd über den Dächern entlang der Einkaufsstraße der Altstadt, Kräfte und Intelligenz messen muss.
Jeder Schritt bringt Bourne seiner wahren Identität näher. „Die Menschen sehen Bourne gerne dabei zu, wie er an den unterschiedlichsten Orten mit den verschiedenen Herausforderungen umgeht“, meint Marshall. „Diese Herausforderungen muss er mit Intelligenz meistern. Die Zuschauer wissen nie mehr als er, und das erzeugt ein hohes Spannungsniveau und lässt viele Fragen offen.“
Seine Spurensuche führt Bourne schließlich nach New York City, dem US-amerikanischen Hauptsitz von Blackbriar, wo auch Daniels geheimnisvoller Kollege Dr. Albert Hirsch lebt. Darsteller Albert Finney genoss die Gelegenheit, in der „Bourne“-Serie eine Schlüsselrolle übernehmen zu können: „Ich sehe sie als großartige Action-Filme, die sehr schnell sind – als Zuschauer konnte ich die Spannung selbst kaum ertragen“, erzählt der Schauspieler. „Beein-druckend finde ich es, dass Matt auch jetzt noch so enthusiastisch und voller neuer Ideen für die Szenen zu sein scheint.“
Indem er Dr. Hirsch aufspürt, kehrt der Super-Agent schließlich wieder heim – an den Ort, wo aus David Webb einst Jason Bourne wurde. „Dr. Hirsch hütet das Geheimnis um Bourne, um sein Training und alles, was er durchmachen musste“, erklärt Damon. „Also verkörpert er alles, wonach Bourne im Verlauf des gesamten Films – eigentlich aller drei Filme – gesucht hat. Er kehrt an den Ort zurück, wo alles begann.“
„Nach Hause zurückzukehren ist ein fundamentales Thema in diesem Film“, stimmt Regisseur Greengrass zu. „Jason Bourne muss nach Amerika zurückkehren.“