Thriller,
Action,
Abenteuer
| Deutschland / USA 2007
WERBUNG
| Tanger
Die Hauptdreharbeiten zu „DAS BOURNE ULTIMATUM“ begannen in Tanger, Marokko, an der nordafrikanischen Küste, direkt vor der westlichen Einfahrt in die Meerenge von Gib-raltar, wo der Atlantische Ozean in das Mittelmeer einmündet.
Während in der zweiten „Bourne“-Episode noch Berlin der Hauptschauplatz für die Intrigen nach dem Kalten Krieg war, spielt „DAS BOURNE ULTIMATUM“ an verschiedenen Orten von historischer Bedeutung. In den 40er und 50er Jahren diente Tanger als internationale Zone und war ein Treffpunkt für Geheimagenten und weltumspannende Operationen. Das Café de Paris in Tanger - der Ort, an dem Nicky auf den Handyaustausch mit Desh wartet – war der berühmte Treffpunkt für die renommierten Literaten im Exil.
Die befestigte Altstadt, die Medina, besteht aus unzähligen schmalen Straßen und Gassen, entlang derer sich tausende Häuser und Läden über- und aneinanderreihen. „Es ist eine faszi-nierende Gegend“, erinnert sich Marshall. „Alles ist sehr alt und bot uns daher tolle Farben; es war ein toller Drehort für eine Bourne-Verfolgungsjagd.“
Die Filmemacher fanden etliche kreative Lösungen, um inmitten von Scharen von Beobachtern, die umtriebig in den Läden ihren Geschäften nachgingen, dennoch drehen zu können. Das beste Kamera-Training für Regisseur Greengrass war, täglich - im emsigen Treiben einer arabischen Hafenstadt - Bourne, Nicky und ihrem entschlossenen Gegenspieler Desh durch die verwobenen Straßen der Altstadt von Tanger zu folgen.
Die schnellen Bewegungen und engmaschige Action von Bourne, der durch die schmalen Gassen der Medina flieht, wurden durch den Einsatz von mehreren, strategisch platzieren Kameras eingefangen. Zusätzlich zu Greengrass’ Markenzeichen, den Handkameras, und dem Einsatz von Kränen und Dolly-Tracks, installierten die Filmemacher auch eine Aufhängung an einem Kabel, mit der die Kamera über die Dächer der Altstadt gleiten und Bourne aus un-mittelbarer Nähe während der atemberaubenden Jagd folgen konnte.
Stunt-Koordinator und Second-Unit-Regisseur Dan Bradley ist nach seiner vorherigen Mitar-beit in der zweiten Episode nun auch in „DAS BOURNE ULTIMATUM“ wieder aktiv und bringt eine ganze Reihe innovativer Action-Sequenzen zur Geltung. Produktionsdesigner Peter Wenham arbeitete mit Bradley und Greengrass zusammen, um den perfekten Drehort für die Jagd über den Dächern von Tanger zu bestimmen. „Ich fand eine Reihe von drei großen Häusern im jüdischen Viertel“, berichtet Wenham. „Mir schwebte die Idee vor, wie Bourne durch die Fenster in diese Gebäude springt und ständig durch das Leben anderer Menschen rennt, dann weiter über die Balkone in andere Häuser hinein.“
In einer spektakulären in Tanger gedrehten Sequenz springt Bourne aus fünf Metern Höhe von einem Dach hinab, das vier Stockwerke über der schmalen Straße darunter emporragt – und zwar direkt in das Fenster einer gegenüberliegenden Wohnung, wobei die Kamera ihm im Fluge folgt. „Dan hat eine Lösung gefunden, damit die Stuntmänner mit der Kamera vom Dach rennen und springen konnten“, berichtet Damon. „Wenn man das im Film sieht, weiß man, dass Bourne über diese Dächer läuft. Es wurde einfach perfekt von einem smarten Regisseur mit unglaublich gutem visuellem Stil gedreht, und wahr gemacht von diesen Athleten, die alles gegeben haben, was ein menschlicher Körper leisten kann.“
Die Verfolgungsjagd endet im brutalen Zweikampf zwischen den beiden hochkarätigen A-genten. Damon trainierte zuvor bereits Boxen und andere Kampfsportarten und arbeitete jetzt wieder mit Kampfszenen-Choreograph Jeff Imada – der ihn auch schon für die ersten beiden Episoden beriet –, um diesen Kampf in Tanger sowie die Auseinandersetzung im Bahnhof von Waterloo zu drehen. „Es war eher so, wie einen Tanz zu erlernen“, beschreibt Damon das Training. „Ich musste lernen, die Balance zu halten und wie ich mich bewegen sollte. Die Herausforderung liegt darin, die Szene glaubwürdig und überzeugend zu gestalten.“
Damit Damon und das Stunt-Team von Dutzenden Dächern springen und eine Explosion in-mitten der dicht bevölkerten Medina stattfinden konnte, mussten die Filmemacher mit über 2.000 Unternehmen die jeweiligen Verträge abschließen. Zu einer über 200-köpfigen britischen Crew gesellte sich das ortsansässige Team in Tanger, um gemeinsam die unzähligen logistischen Entscheidungen zu treffen, die „DAS BOURNE ULTIMATUM“ in Tanger er-forderte. Und dazu zählte noch nicht einmal die Herausforderung, die es bedeutete, während des Ramadan zu drehen – dem muslimischen Fastenmonat, der auch dem Gebet, der inneren Einkehr und der Wohltätigkeit gewidmet ist -, dessen Anfang mitten in die Dreharbeiten fiel und für die Schauspieler und den Stab etliche Stunden des Wartens bedeutete.