Donnerstag | 31. Mai 2012 | 02:34 Uhr
Sie befinden sich hier: KINO | Startseite > Datenbank > Filmdetails > Filminfos
  • FILMDETAILS | Das Mädchen aus dem Wasser
  • Das Mädchen aus dem Wasser

    Fantasy, Mystery | USA 2006
    WERBUNG
      • | Die Wächter der Blauen Welt

      • Genau wie die Legende von der Blauen Welt sind auch die Wesen, die als Wächter zwischen ihr und der Menschenwelt fungieren, Kopfgeburten von M. Night Shyamalan. „Es bringt riesig Spaß, sich etwas völlig Neues auszudenken, das nicht im Geringsten auf unserer Erfahrung aufbaut“, sagt er. „Ich musste mir überlegen, wie diese Wesen existieren können, ohne dass wir sie bemerken. Also habe ich mich zunächst auf die Bäume und Gräser konzentriert.“

        Shyamalan holte den Monster-Designer und Illustrator Mark „Crash“ McCreery („The Village“, „Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl“/Fluch der Karibik, „Van Helsing“) bereits an Bord, während er die zweite Fassung des Drehbuchs schrieb. „Crash hat unglaublich viel Fantasie – ich vertraue ihm blindlings“, sagt Shyamalan. „Viele seiner Skizzen haben mich zu neuen Ideen inspiriert – während der Drehbucharbeit und auch während der Dreharbeiten. Seine Bilder hingen im Schneideraum, damit wir ständig vor Augen hatten, welche Schönheit, aber auch welchen Grusel wir erzeugen wollen.“

        Die Cove-Mieter haben keine Ahnung, dass auf der naturbelassenen Wiese gleich neben dem Wohnblock ein riesiges wildes Monster namens Scrunt lebt: Seine Aufgabe ist es, Narfs wie Story von ihren Ausflügen durch die Menschenwelt abzuhalten – und ihre Rückkehr in die Heimat zu verhindern. Sein Rücken ist von spitzen Grasstacheln übersät – so kann er sich auf der Wiese tarnen. Schon der kleinste Kratzer von Scrunts Stacheln löst die tödliche Infektion mit dem Gift Kii aus, an dem das Opfer langsam zugrunde geht.

        „Ich war von Nights Einfall begeistert, dass dieses Monster sich einfach ins Gras duckt und dadurch scheinbar verschwindet“, sagt McCreery. „Der Scrunt wirkt wie eine Raubkatze, aber uns lag auch sehr viel daran, das Monster als sehr konzentriert und intelligent zu zeigen. Dieses Biest brettert nicht einfach blindlings durch Türen – es schleicht sich an und ist äußerst clever.“

        Es gibt aber drei Monster, vor denen selbst der Scrunt Angst hat: Die Tartutic sind drei affenartige Wesen, eine unüberwindliche Macht, die in der Blauen Welt für Recht und Ordnung sorgt. „Diese drei Monster sind derart grausam, dass sie ihre Eltern schon am Abend ihrer Geburt umgebracht haben“, beschreibt Shyamalan die fürchterlichen drei, die sich mit ihrem an Äste und Borke erinnernden Äußeren bestens in Bäumen verstecken können. „Weil jedermann vor den Tartutic Angst hat, werden die Gesetze der Blauen Welt seit Jahrhunderten eingehalten. Kein lebendes Wesen hat die Tartutic je zu Gesicht bekommen, denn wenn man sie sieht, bedeutet das, dass man ein Gesetz übertreten hat und jetzt mit dem Tode bestraft wird.“

        Der Große Eatlon dient als Instanz des Guten in der Blauen Welt – und in unserer: Dieser majestätische Vogel mit einer Spannweite von 12 Metern ist der letzte Vertreter einer ausgestorbenen Art von Riesenadlern, die Narfs aus der Menschenwelt in die Blaue Welt transportieren. Wenn Storys Rückkehr in ihre Heimat je gelingen soll, damit sie ihre Bestimmung erfüllt und als Madam Narf die Welt rettet, dann müssen Cleveland und die Mieter ihr zunächst helfen, dass sie mit dem Großen Eatlon davonfliegen kann.

        All diese fantasievollen Wesen entstanden für den Film in einer Mischung aus real gefilmten Spezialeffekten und computergenerierten Bildern. Die Firma Spectral Motion Inc., Spezialist für real gefilmte Monster, schuf dreidimensionale Animatronik-Puppen des Scrunt und der Tartutic, die während der Dreharbeiten zum Einsatz kamen. Das elektronische Innenleben der Monster brachte man in einem Aluminiumgehäuse unter, das wasserdicht sein musste, weil viele Szenen im Regen spielen. Dieses Gehäuse wurde dann mit einer Haut aus Latexschaum überzogen.

        Die voll beweglichen Scrunts können gehen, laufen und etliche mimische Gesichtsbewegungen ausführen – und zwar mithilfe von vier bis sechs Spectral-Motion-Puppenspielern, die die Monster per Computerkonsole und Fernbedienung dirigieren. Wie viele Puppenspieler für den Scrunt zum Einsatz kamen, hing von Shyamalans Drehbuchvorgaben der jeweiligen Einstellung ab. Je ein Puppenspieler war für die Ohren, das Maul und die Augen zuständig, und ein weiterer Mitarbeiter dirigierte per Computer die Bewegungen des gesamten Körpers.

        Die Tartutic werden von drei Schauspielern dargestellt: Jeder trug einen Ganzkörperanzug mit Spezialschuhen und Handschuhen und einem mechanischen Kopf, der von zwei Puppenspielern gelenkt wurde. Die Anzüge wurden aus Latexschaum geformt – die aus Zweigen bestehende Haut gestaltete man per Hand aus erhitzten Plastikröhren.

        Bei Spectral Motion entwarf und gestaltete man auch die Super-Muskeln, die Freddy Rodriguez in den sehr einseitig trainierten Bodybuilder Reggie verwandelten – der rechte Arm und das rechte Bein sind jeweils elf Zentimeter dicker als seine linke Seite.

        Den äußerst eleganten Himmelsboten Großer Eatlon entwarf Crash McCreery. Die innovative Trickschmiede ILM hauchte ihm dann während der Endfertigung mit visuellen Effekten Leben ein. Außerdem entstanden bei ILM Computersequenzen, die die Scrunt- und Tartutic-Szenen verfeinerten und ergänzten. „Ich arbeite sehr gern mit ILM zusammen“, sagt Shyamalan. „Als ich ,Star Wars‘ sah, war ich sieben Jahre alt – ich staunte nur, was ILM dort geschaffen hatte. Jetzt, wo ich tatsächlich mit ihnen an ,Das Mädchen aus dem Wasser‘ arbeite, habe ich das Gefühl, dass sich der Kreis schließt. Echt cool!“

      • | Userwertung

      Wertung: 8.0/10 (1 vote)

      • | Cinefacts bei Facebook
      Facebook Logo
        • | WEITERE INFOS
            •   AKTIONEN