MONSTER HOUSE führt zwei visionäre, Oscar®-ausgezeichnete Filmemacher – Robert Zemeckis und Steven Spielberg – erneut zusammen, die gemeinsam mit dem talentierten jungen Newcomer-Regisseur Gil Kenan als Pioniere einen neuen Durchbruch in der Kunst des Kinos erreicht haben: die Aufsehen erregende Technik der Motion-Capture-Animation. Mit der Hilfe eines witzigen und wunderbar gruseligen Skripts von Dan Harmon, Rob Schrab und Pamela Pettler nach einer Geschichte von Dan Harmon und Rob Schrab hat das Trio diese magische neue, technische Entwicklung genutzt, um zwei allseits beliebte Genres – die Familiencomedy und den Gruselfilm – miteinander zu kombinieren und damit ihre Zuschauer auf der ganzen Welt zu unterhalten und zu erfreuen.
Das Kino kann auf eine lange, geradezu ehrfürchtige Tradition von Spuk- und Horrorhäusern zurückblicken – vom gotischen Bau in Psycho (Psycho, 1960) über Boo Radleys Angst einflößende Hütte in To Kill A Mockingbird (Wer die Nachtigall stört, 1962) bis hin zu dem relativ unpassenden Vorstadtheim, in dem Edward Scissorhands (Edward mit den Scherenhänden, 1990) lebt. Mit den verbotenen Räumen und seltsamen Bewohnern wurde seit Generationen die Faszination, Neugier und Fantasie von Kindern angeregt. Wegen dieses Zugangs war es kein Wunder, dass es die Verantwortlichen von Robert Zemeckis’ Produktionsfirma ImageMovers prompt reizte, als die Autoren Dan Harmon und Rob Schrab ihnen die Idee von einem lebenden Haus vorschlugen.
„Von dem Moment an, als es offiziell bei ImageMovers in die Entwicklung ging, dachte ich: Was für eine extreme clevere und total coole Idee“, sagt Robert Zemeckis.
Sein Kollege, Produzent Steve Starkey ergänzt: „Dies war etwas Einzigartiges – familienfreundlich mit einer frischen, zeitgemäßen Attitüde. Unser Ziel war es, nicht nur eine Gruselgeschichte zu erzählen, sondern sie mit einer humorvollen Sensibilität aufzupeppen, die ältere und jüngere Zuschauer gleichermaßen anspricht.“
Wie auch immer – das Drehbuch von MONSTER HOUSE stellte die Filmemacher vor ein scheinbar unlösbares technisches Problem: Beim Höhepunkt sollte das Spukhaus aus seinem Fundament ausbrechen, durch die Straßen streifen und jeden in der Nachbarschaft terrorisieren. „Ursprünglich hatten wir geplant, einen konventionellen Live-Action-Film zu drehen“, sagt Starkey. „Unser Dilemma war allerdings: Wie verbinden wir einen konventionellen Film mit einem Haus, das zum Leben erwacht?“
„Wir haben uns ziemlich lange mit diesem Problem herumgeschlagen“, fährt Produzent Jack Rapke fort. „Wir haben uns gefragt: ‚Wie würde wohl diese Welt aussehen? Würde es vielleicht einfach doof wirken?‘“
Das Problem wurde gelöst, als Robert Zemeckis das bahnbrechende Motion-Capture-Verfahren für sich entdeckte, das seinerzeit von Sony Pictures Imageworks verfeinert und perfektioniert wurde und zu ImageMovers weltweitem Hit The Polar Express (Der Polarexpress, 2004) führte (bei dem Zemeckis Regie führte). „Motion-Capture erschien uns als die perfekte Weise, um die Geschichte von MONSTER HOUSE am besten zu erzählen“, gibt Zemeckis zu Protokoll. „Es ist die perfekte Verschmelzung von Live-Action-Kino und computergenerierten Bildern. Auf diese Weise hat man die totale Kontrolle über die Bilder und kann gleichzeitig mit begabten Darstellern arbeiten – was wiederum zu vielen Glücksmomenten führt, die man nur erleben kann, wenn man mit realen Schauspielern arbeitet.“
Von Anfang an wurde MONSTER HOUSE stilisierter als The Polar Express angelegt. „Polar Express wurde fotorealistischer gestaltet, MONSTER HOUSE ist anders“, erläutert der ausführende Produzent Jason Clark. „Wir haben uns sehr wohl dabei gefühlt, uns einige Freiheiten bei dem Design der Figuren von MONSTER HOUSE herauszunehmen und die Animation dazu zu nutzen, die Darstellungen zu verfeinern. Wir haben viele Leute aus der Polar Express-Crew angeheuert, die uns nicht nur gelehrt haben, was funktioniert, sondern auch was wir weiterentwickeln konnten. Die Technik entwickelt sich konstant weiter. In dem Prozess haben wir eine Art ´Bleeding-Edge-Technik` des Filmemachens konstruiert – die ähnelt sehr der ‚Cutting Edge‘, ist aber ein bisschen verfeinert.“
Den richtigen Regisseur für dieses Projekt zu finden, war eine weitere Herausforderung für ImageMovers – bis sie einen jungen College-Absolventen namens Gil Kenan kennen lernten, dessen Abschlussfilm, The Lark, im Jahr 2002 den UCLA Spotlight Award gewonnen hatte. „The Lark war so interessant, weil er so anders war“, sagt Rapke. „Gil hat seine Geschichte mit einer Technik erzählt, die uns sehr angesprochen hat.“
„Nachdem ich Gils Präsentationstape sah, wusste ich, dass er die perfekte Wahl für diesen Film sein würde, auch wenn er vorher noch keinen Spielfilm inszeniert hatte“, sagt Zemeckis. „Als wir das Projekt diskutierten, hatte er eine so klare und innovative Vision, dass ich wusste: Mein Instinkt trügt mich nicht. Er verstand, dass der Film witzig und gruselig zugleich sein musste und dass die Balance zwischen diesen beiden Elementen die Geschichte erst wirklich besonders machen würde.“
Zufälligerweise dreht sich auch The Lark um ein Haus, das Tränen und Wut hervorruft. „Ich kam vor ein paar Jahren auf die Idee, eine emotionale Beziehung zwischen einer Person und ihrer Umwelt darzustellen“, erklärt Gil Kenan. „Diese Beziehung wollte ich sehr visuell und dramatisch anlegen, das Haus mit einer Persönlichkeit versehen und es vermenschlichen. Als MONSTER HOUSE meinen Weg kreuzte, traf das Skript beinahe auf komische Art mitten ins Schwarze dessen, wie ich eine Geschichte erzählen wollte – wie Menschen und ihre Häuser und ihre Umgebung miteinander interagieren können. Am Ende hat das Haus mehr als nur einen rachsüchtigen Geist – es hat eine Seele.“