„Gil machte eine Liste von allen Schauspielern, die er in MONSTER HOUSE haben wollte“, erinnert sich Rapke. „Wir gingen damit zu Sony und zu unserer Freude und Überraschung sagten alle zu, die er gern gehabt hätte. Er bekam Maggie Gyllenhaal für die Rolle der Babysitterin Zee. Er bekam Jason Lee als Bones, Jon Heder als Skull, Catherine O’Hara und Fred Willard als DJs Eltern. Er bekam Kevin James als Officer Landers und Nick Cannon als Officer Lister. Und er bekam sogar Steve Buscemi für die Rolle von Nebbercracker. Wir waren völlig verblüfft, und ich versicherte Gil: ‚So was wird dir nie wieder im Leben passieren!‘ Aber er setzte noch einen drauf, als er Kathleen Turner für den Part der Constance bekam.“
Mit einer der tollsten Stimmen im Entertainment-Business gesegnet, genoss Turner schon seit jeher einen enormen Erfolg als Sprecherin. „Ich bin durch Bob Zemeckis zu MONSTER HOUSE gekommen“, sagt Kathleen Turner. „Er hat mich damals als Stimme von Jessica in Who Framed Roger Rabbit (Falsches Spiel mit Roger Rabbit, 1988) besetzt, also rief er an und fragte: ‚Hast du Interesse an einer neuen Technik?‘ – er weiß, dass ich immer an neuen Entwicklungen, die unseren Weg voranbringen, interessiert bin. Aber so richtig packte er mich, als er sagte: ‚Nun ja, du hast in Roger Rabbit die schärfste animierte Figur gespielt, jetzt kannst du die hässlichste Figur spielen.‘ Und ich sagte prompt: Oh, okay.“
Kenan gibt zu, dass es mehr als Glück war, das ihn zu dieser Traumbesetzung gebracht hat. „Ich bin sicher, dass unser Cast ein Zeugnis des Respekts ist, der meinen Produzenten aus der Industrie entgegengebracht wird“, sagt er. „Vom Moment an, in dem ich das Skript las, hatte ich eine klare Vorstellung davon, wie diese Figuren aussehen sollten. Ich fühlte, dass es nach diesen Schauspielern verlangte und dass sie diese Figuren genauso darstellen würden, wie ich es mir ausmalte.“
„So wie bei jedem Projekt geht es darum, was geschrieben steht“, erläutert Starkey. „Als wir den Schauspielern das Drehbuch schickten, waren sie von seiner Originalität, seinem Humor und seiner Cleverness sofort hingerissen. Jeder wollte daran teilhaben, weil alle wussten, dass es eine einzigartige Erfahrung wird. Wir haben ihnen einfach ein Angebot gemacht, das sie nicht ablehnen konnten.“
„Ich bekam einen Anruf, dass sie mich gern engagieren würden“, erinnert sich Steve Buscemi. „Sie zeigten mir Gils Kurzfilm, der völlig anders war als alle Animationsfilme, die ich je vorher gesehen hatte. Er war ein bisschen düster. Ich mochte seine Sensibilität und den Sinn für Humor, und ich mochte natürlich auch das Skript von MONSTER HOUSE.“
Um die drei Rollen mit Kinder-Schauspielern in MONSTER HOUSE zu besetzen, wurde eine intensive Suche in den Vereinigten Staaten und in Kanada initiiert. „Wir haben Agenten, Filmkommissionen, Schauspielschulen und Manager kontaktiert“, sagt die Castingchefin Victoria Burrows. „Wir haben uns viele Kinder mit jeder Menge professioneller Erfahrung und viele ohne angesehen. Ihr Alter bewegte sich zwischen zehn und zwanzig Jahren. Aber am Ende besetzten wir tatsächlich Kinder in dem Alter, das im Drehbuch angegeben war.“
„Es war ein sehr zäher Prozess“, gibt Kenan zu. „Ich habe mir wahrscheinlich jedes Kind in Amerika mindestens einmal angesehen und die Hälfte davon kamen noch ‘mal zum Vorsprechen.“ Die drei jungen Schauspieler, für die er sich letztlich entschied – Sam Lerner (Chowder), Mitchell Musso (DJ) und Spencer Locke (Jenny) – wurden prompt zu dicken Freunden und ihre jugendliche Chemie stellte sich als unbezahlbarer Beitrag für die Produktion heraus.